Die Straßenmotorrad-Weltmeisterschaft hat Brünn zum ersten Mal im Jahr 1965 erlebt. Der alte Ring hat jedoch trotz der außerordentlichen Mühe des Veranstalters dem Tempo von Sicherheitserfordernissen allmählich nicht mehr gereicht. Deshalb ist in den Jahren 1983-1986 nur noch die Elite des Europachampionats nach Brünn gekommen, um dort zu kämpfen. Mit der Inbetriebnahme des neuen Masaryk-Rings auf Kývalka im 1987 hat sich Brünn zur Veranstaltungselite wieder eingeordnet und die Motorradweltmeisterschaft – mit Ausnahme der Saison 1992 -jedes Jahr begrüßt. Die Brünner Veranstalter sind keine Outsider, worauf die in den letzten sieben Jahren zweimal erteilte IRTA-Trophäe hindeutet, mit der die in allen Belangen meistgelungenen Grand Prixs in jeweiliger Saison von der Vereinigung des Teams der Straßenmotorrad-Weltmeisterschaft gewürdigt werden. Ausgezeichnete Erinnerungen an Brünn haben drei hervorragende italienische Protagonisten der jetzigen MotoGP-Klasse. Loris Capirossi hat hier den Weltmeistertitel in der Hundertfünfundzwanziger-Klasse vor sechzehn Jahren erfolgreich verteidigt, um fünf Jahre später hat sich Valentino Rossi auf Kývalka über seinen allerersten Sieg im Grand-Prix im 125 ccm-Klasse-Rennen gefreut. Als Dritter ist Marco Melandri im 1997 in Brünn sein erstes Rennen der Straßenmotorrad-Weltmeisterschaft angetreten. Dieser hat die Atmosphäre des Masaryk-Rings in der folgenden Saison noch fröhlicher ausgekostet, als er dank dem Triumph im 125 ccm-Rennen zum jüngsten Sieger in der Geschichte des Masaryk-Rings geworden ist.
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