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jazz&
Gebhard Ullmann Tá Lam 11
plays „The Music of Charles Mingus“
Gebhard Ullmann (bcl, ss), Hinrich Beermann (bs), Daniel Erdmann (ts), Vladimir Karparov (ts), Jürgen Kupke (cl), Joachim Litty (bcl, acl), Heiner Reinhardt (bcl), Volker Schlott (as, ss), Michael Thieke (cl, acl), Benjamin Weidekamp (cl, as), Hans Hassler (accordion)
Wenn man der Musik des Jazz-Giganten Charles Mingus tatsächlich weitere Facetten hinzufügen will, muss man schon über die Experimentierfreude, den Einfallsreichtum und die Klasse eines Gebhard Ullmann verfügen. Der in Berlin und New York lebende Saxophonist, Flötist und Bassklarinettist setzt seiner Vorliebe für interessante Klangkombinationen mit der vor bald zwanzig Jahren gegründeten Formation Tá Lam 11 die Krone auf: 10 Saxophonisten und Klarinettisten kombiniert mit einem Akkordeon als einziges Harmonieinstrument. In dieser eigenwilligen Besetzung nimmt er sich der komplexen Kompositionen des einflussreichen Jazz-Visionärs an und erfindet sie sozusagen aus dem Hier und Jetzt heraus neu. Dabei erweist sich Gebhard Ullmann einmal mehr als Spezialist für Stimmungen und Klangfarben und analysiert und arrangiert die Mingus-Klassiker mit jener respektvollen Eigenwilligkeit, die Großes entstehen lässt. Hier widmet ein musikalischer Querdenker einem nonkonformistischen Genie des zeitgenössischen Jazz eine eindrucksvolle und einzigartige Hommage, und die internationale Kritik zeigt sich begeistert. Die Großformation Tá Lam 11 ist kaum einmal auf Tournee – eine vielleicht einmalige Gelegenheit, diesen einzigartigen Klangkörper außerhalb Berlins zu sehen!
radio.string.quartet.vienna
plays „radiodream“ & „Zawinul Report“
Bernie Mallinger (violin, vocals), Igmar Jenner (violin), Cynthia Liao (viola, erhu), Asja Valcic (cello)
Ob extravagante Bearbeitungen des Repertoires von John McLaughlins Mahavishnu Orchestra oder Aufsehen erregende Kooperationen mit dem schwedischen Gitarristen Ulf Wakenius, dem Akkordeonisten Klaus Paier oder der Sängerin Rigmor Gustafsson, das radio.string.quartet.vienna garantiert zuverlässig für ein hochkarätiges musikalisches Vergnügen. So auch mit dem neuen Konzeptalbum „radiodream“, in dem das furiose Streichquartett sozusagen auf den Spuren Sigmund Freuds durch die höchst unterschiedlichen Welten des Traumes wandelt. Der Titel „Song – Ode an den Freud“, ein neun Minuten langes virtuoses Paradestück, bei dem alle Akteure ihr unglaubliches Können demonstrieren können, ist also durchaus ernst zu nehmen. Den Großteil der vierzehn Stücke haben die höchst einfallsreichen Komponisten Mallinger und Valcic dem Quartett auf den Leib geschneidert, weitere traumhafte Idyllen und albtraumhaften Abgründe stammen aus den Federn von Liszt, Mancini, Gershwin, Radiohead und Abel Meeropol, der den erschütternden Billie Holiday-Klassiker „Strange Fruit“ geschrieben hat. Kammermusikalischer Ansatz und jazzige Ausrichtung befruchten sich wechselseitig, egal ob düstere Schauermusik, leichtfüßiges Tänzchen oder hypnotische Minimal Music-Passagen angesagt sind. So werden sogar Albträume erträumenswert. Das Konzert-Special „Zawinul Report“ ist eine Huldigung an den einflussreichsten europäischen Jazzmusiker, der 2012 seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte. Der geniale Klangzauberer Joe Zawinul hat die Fusion aus rockiger Dynamik und jazziger Raffinesse entscheidend vorangetrieben und mit Ethno-Einflüssen und polyrhythmischer Spannung angereichert. Kompositionen, wie die für Miles Davis geschriebene, unsterbliche Ballade „In A Silent Way“ oder die Weather Report-Klassiker „Birdland“ und „Black Market“ erweisen sich als ideale Vehikel für das radio.string.quartet.vienna, um den Kanon des klassischen Streichquartetts in bislang ungeahnte Dimensionen zu erweitern.
www.radiostringquartet.com
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