Gérard GRISEY wäre heute sicher der wichtigste international bekannte Komponist Frankreichs, leider ist er in der Blüte seines Schaffens, am 11. November 1998, im Alter von 52 Jahren gestorben. Seine Musik gehört zu der von ihm und Tristan Murail ins Leben gerufenen Schule der Spektralisten. Er beschäftigte sich mit dem Innenleben der Klänge und öffnete dem Hören neue Räume. Klang ist für GRISEY wie ein lebendiges Wesen, das sich in der Zeit entwickelt, auflebt und vergeht wie wir.
In Le Noir de l'Étoile (1989/90) verbindet GRISEY nicht nur klangliche und zeitliche, sondern auch geographische Sphären: sechs im Raum verteilte Schlagzeuger treten in Verbindung mit dem Klang und dem Pulsieren eines sterbenden Sterns. Der Pulsar, für uns kaum vorstellbar, ist der Überrest der Explosion einer Supernova vor 12000 Jahren, er dreht sich 11mal pro Sekunde um sich selbst. Über ein riesiges Teleskop werden die Klänge dieses Himmelswesens eingefangen, aufgenommen und live in den Konzertsaal übertragen.
Die französischen Percussionsstars aus Straßburg, denen GRISEYs Komposition gewidmet ist und die sie auch uraufgeführt haben, lassen uns dieses außergewöhnliche Klangerlebnis erfahren. Tiroler Erstaufführung
19:15 Uhr Einstimmung
Dieses Konzert wird unterstützt durch das Institut Français d'Innsbruck.