Nach der gelungenen Interpretation von Orfeo ed Euridice im Oktober 2008 präsentiert das Theater an der Wien ein weiteres Werk von Christoph Willibald Gluck, der zu den bedeutendsten Opernkomponisten des 18. Jahrhunderts zählt.
1779 erlebte Gluck in Paris mit der Uraufführung der Iphigénie en Tauride den größten Erfolg seines Lebens. In diesem Werk gelang es dem ambitionierten Komponisten, seine Reformgedanken bis zur letzten Konsequenz umzusetzen und dem musikalischen Theater wieder mehr Wahrhaftigkeit zu schenken. Sein Blick auf den antiken Mythos ist ein Plädoyer für die Werte der Humanität; zugleich stieß Gluck mit Iphigénie en Tauride das Tor zum modernen Musikdrama auf.
Unter der musikalischen Leitung von Harry Bicket spielen die Wiener Symphoniker.
Inszeniert wird die tragische Oper vom deutschen Regisseur Torsten Fischer, der mit seiner letzten Regiearbeit des Operndramas Médée (2007) seinen treffenden Instinkt für die Interpretation von griechischen Tragödienstoffen unter Beweis stellen konnte.
Als Iphigénie ist Véronique Gens, Andrew Schroeder als Thoas, Stéphane Degout als Oreste sowie Rainer Trost als Pylade zu hören. Es singt der Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner).
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