Lambchops Mastermind Kurt Wagner - laut FAZ gibt es "kaum einen gewiefteren Komponisten in der Popmusik als Kurt Wagner aus Nashville", laut NZZ ist "Kurt Wagner einer der besten lebenden Songwriter" - hatte nach dem Tod eines engen Freundes und musikalischen Kollaborateurs eine Auszeit genommen und sich auf seinen eigentlichen Beruf, den des Malers, konzentriert; es entstand eine Serie kleiner Porträts unter dem Titel "Beautillion Millitaire 2000" - eines dieser Bilder wird auch den Titel des neuen Lambchop-Albums "Mr. M" (und das Tourposter) zieren.
Bei der Arbeit an dieser Porträtserie stieß Kurt Wagner auf den Zusammenhang seiner Malerei mit der neuen Musik, die er im Kopf hatte - und sein langjähriger Produzent Mark Nevers schlug ein neues Soundkonzept vor, auf dessen Live-Realisierung man sehr gespannt sein darf: Eine Art "psycho-Sinatra-Sound", wie Wagner es nennt, mit offenen und dennoch komplexen Streicher- und anderen Sounds, die der Musik eine irrlichternde Präsenz verleihen. Und der Frank Sinatra-Verweis ist ja in Lambchops Welt kein gänzlich neuer: "My Blue Wave wirkt nicht nur musikalisch wie eine brillante Fortsetzung von Frank Sinatras My Way" (Christine Heise, TIP Berlin), oder: "...die Platte hätte eigentlich auch In The Wee Small Hours heißen können, aber dann wäre sie von Frank Sinatra. Auch so ein Frauenschwarm." (Michael Hess, Szene HH)
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