Nach der grandiosen „frontal-Trakto(u)r“, welche die Herren sogar am Hamburger Hurricane Festival, bei MTV´s Rock am Ring oder am legendären Wiener Donauinselfest Halt machen ließ, einigen Preisverleihungen, Nominierungen und Selbstbeweihräucherungen, knallen uns Manuel Normal und seine Superjazzbatterie endlich wieder neue Dialektsongs vom aktuellen Album „die wöd steht nimma laung“ um die Ohren. Die drei Allroundmusiker formulieren dabei neben mitunter so brachialer wie berechtigter Kritik verblüffende Perspektiven und können bei aller Lust an der Reibung auch ganz weich sein. So macht normal sein wieder Sinn! Stillstehen geht sich sowieso nicht aus, wenn lustvoll die maximale Sound-Schnittmenge aus klassischem Rock und HipHop à la Beastie Boys ermittelt wird und dazu in wunderbarstem Oberösterreichisch die richtigen Dinge rein gehämmert werden: „stö di ned so bled, du bewegst di jo gor ned.“ Hirn und Arsch lüften hat bekanntlich noch nie geschadet.
Offline. Nichts ist wie es bleibt. Weiherer, der umtriebige bayerische Liedermacher, Radikalpoet und Extremgrantler, hat sich längst frei gesungen und gespielt von den üblichen Vergleichen mit den üblichen Verdächtigen. Der 31jährige zieht von Bühne zu Bühne, seine Gitarre die Maschine gegen die Dummheiten unserer Zeit. Ein Liedermacher. Mit dem Sprachwitz eines Karl Valentin und einer sehr starken Bühnenpräsenz. Club-Konzert oder Festival, Weiherer zeigt uns was bayerisches Liedgut sein kann und muss: liebevoll, lustig, aufrüttelnd, mahnend und gerade. Nach dem Erfolgsalbum „scheiße schrein!“ und hunderten Konzerten erschien im Frühjahr 2011 die Live-Einspielung „Offline“.
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