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AlbertinaAlbertinaplatz 11010 Wien, Österreich
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LEE MILLER
bis 16. August 2015

Lee Miller (1907-1977) zählt zu den faszinierendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. In knapp 16 Jahren fertigte sie ein vielfältiges fotografisches Werk an, das unterschiedlichste Genres in sich vereint. Von surrealistischen Bildern über Mode-, Reise- und Porträt- bis hin zur Kriegsreportagefotografie reicht Millers Oeuvre, das die Albertina anhand von rund 100 Objekten erstmals in seiner Breite in Österreich zeigt.

Lee Miller begann ihre künstlerische Karriere 1929 als surrealistische Fotografin in Paris. Oftmals in Kollaboration mit Man Ray fertigte sie Bilder an, in denen sie Motive durch enge Bildausschnitte und experimentelle Techniken, wie die Solarisation, verfremdete und so eine paradoxe Wirklichkeit sichtbar machte. Den surrealistischen Blick bewies Miller ebenso auf den Straßen von Paris, wo sie in alltäglichen Motiven Absurditäten entdeckte, aber auch in späteren Porträtfotos, die sie ab 1932, zur Zeit der großen Rezession, in ihrem Fotostudio in New York aufnahm. Miller blieb nur kurz in den USA, bereits 1934 zog sie nach Ägypten, wo Reisefotografien entstehen, in denen sie die Landschaft in modernistische und zweideutige Formen übersetzte. Ägypten war nur eine weitere Zwischenstation auf Millers Lebensweg, 1938 übersiedelte sie nach England. Diese biografischen Aspekte sind für das Verständnis von Lee Millers fotografischem Werk bedeutsam, ist dieses doch untrennbar mit ihrem Unabhängigkeitsdrang verbunden. Als Reportagefotografin lichtet sie ab 1940 die desaströsen Folgen des Zweiten Weltkrieges ab. Lee Miller fotografierte den Angriff durch die deutsche Luftwaffe auf London („Blitz“) ebenso wie später die Befreiung von Paris. Auf ihrer Reise nach München 1945 entstand jenes berühmte Portrait, in dem sie nackt in der Badewanne von Adolf Hitler zu sehen ist - nachdem Miller zuvor als eine der ersten Fotografen und Fotografinnen die Verbrechen in den eben befreiten Konzentrationslagern in Dachau und Buchenwald festhielt.
Ihre Reportagen führten sie 1945 über Salzburg nach Wien, wo sie das zerstörte Stadtbild ebenso fotografierte, wie die Not in den Kinderspitälern. Auf dieser großteils unveröffentlichten Werkgruppe liegt der besondere Fokus der Ausstellung.

Kurator: Walter Moser



VON DER SCHÖNHEIT DER NATUR
DIE KAMMERMALER ERZHERZOG JOHANNS
bis 31. Mai 2015

Die Albertina präsentiert 150 Meisterwerke der österreichischen Aquarellmalerei des 19. Jahrhunderts. Auftraggeber dafür war Erzherzog Johann (1782-1859), der mehrere Künstler - unter ihnen Jakob Gauermann, Matthäus Loder und Thomas Ender -  als „Kammermaler“ in seine Dienste nahm. Ihre Aufgabe war es, Darstellungen der alpenländischen Regionen, vor allem des Herzogtums Steiermark, anzufertigen. So entstand ab 1802 eine  höchst qualitätsvolle Sammlung von annähernd 1500 Blättern. Sie beinhaltet  vor allem Veduten aber auch Trachtendarstellungen und Ansichten von frühen  Industrieanlagen. Von besonderem Reiz sind zusätzlich die bildlichen Schilderungen von Begebenheiten aus dem Leben von Erzherzog Johann - allen voran die berühmte Geschichte seiner Liebe zur Ausseer Postmeisterstochter Anna Plochl.

Die Ausstellung präsentiert Meisterwerke dieser bedeutenden Sammlung, die sich bis heute im Besitz der Nachkommen des Erzherzogs erhalten hat und erstmals für die Öffentlichkeit bereitgestellt wurde.

Kuratorin:  Maria Luise Sternath


MONET BIS PICASSO
DIE SAMMLUNG BATLINER

In der Dauerausstellung Monet bis Picasso. Die Sammlung Batliner erwarten Sie die Highlights aus über 100 Jahren Kunstgeschichte. Seit 2007 bereichert die Sammlung - die zu den bedeutendsten europäischen Privatsammlungen der internationalen klassischen Moderne gehört - die Albertina. 2013 war sie insgesamt sechs Monate in der Eremitage St. Petersburg und im Kunstmuseum Liechtenstein ausgestellt, seit Dezember 2013 ist sie nun in einer Neuaufstellung wieder in der Albertina zu sehen.

Den Ausgangspunkt der neuen Aufstellung bilden die Künstler des Impressionismus und des Postimpressionismus wie Monet, Renoir, Degas, Cézanne, Toulouse-Lautrec und Signac.  
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Deutschen Expressionismus mit den Künstlergruppen Die Brücke und Der Blaue Reiter sowie auf den herausragenden Werken von Oskar Kokoschka, Rudolf Wacker und Herbert Boeckl.
Die russische Avantgarde - der Suprematismus, Konstruktivismus und Neoprimitivismus mit Malewitsch, El Lissitzky, Exter, Chagall und Gontscharowa - bildet den Mittelpunkt der Schausammlung.
Den krönenden Abschluss stellen zahlreiche Werke Picassos dar, die die Karriere des spanischen Künstlers exemplarisch nachzeichen: Von seinen frühen kubistischen Bildern über die reifen Werke der 1940er Jahre bis hin zu seinem experimentellen Spätwerk sind Meisterwerke zu sehen.

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  • Albertina

    Albertinaplatz 1
    1010 Wien

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