Do 16/10: 19.30 Fr 17/10, Sa 18/10 & So 19/10: 16.30 & 19.30 Helmut-List-Halle
Der Moment, in dem die Sprache versagt und die Gesten ihre Bedeutung verlieren. Die Grenzen der Kommunikation, das Scheitern des Ausdrucks: Indem die amerikanische Choreografin Meg Stuart die Masken, Fiktionen und Wünsche der menschlichen Seele ausstellt, erinnert sie uns an unsere Verletzlichkeit. Doch so sehr Meg Stuart das Misslingen von Dialog und Kollaboration in den Mittelpunkt stellt, so sehr ist ihr Werk von der Sehnsucht gerade nach deren Möglichkeit geprägt, von „dem Wunsch, die Zeit zusammenzupressen, die eigene Biografie neu zu schreiben, mehrere Körper gleichzeitig zu bewohnen, den Schmerz eines anderen zu spüren, die Leere anzunehmen, alle möglichen Wahrnehmungen einer komplexen Situation in einer einzigen Geste zu zeigen”.
Zum ersten Mal seit ihrem legendären ortsspezifischen Projekt „Highway 101“ entwickelt Stuart gemeinsam mit ihrer Kompanie im Rahmen des steirischen herbst eine neue Arbeit für einen Ort, der kein konventioneller Theaterraum ist. Die große, leere Helmut-List-Halle nimmt sie als Herausforderung für eine Performance-Installation mit begrenzter Zuschauerzahl: Was unter dem Arbeitstitel „Project.08“ bis zum Moment der Premiere in Graz entsteht, ist ein tänzerischer Abend zwischen Feier und Krise voller vergänglicher Verbindungen, unerbetener Geschenke und kleiner Wunder.