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SOUNDSNOISE Festival – When Saints Go Machine, Jeremiah Jae, Julian & der Fux, Wandl

When Saints Go Machine – die vier Jungs aus Dänemark lassen sich nicht auf ein Genre reduzieren. Da ist Dance und experimentelle Elektronik genau so drinnen wie Post Punk und eine gesunde Portion Pop. Aber eins ist klar – you never heard anything like them.
Yo World! Jeremiah Jae ist Musiker, Produzent und MC aus Chicago. Er ist Teil des Flying Lotus Umfelds und Mitglied des Black Jungle Squad Collective.
Julian & der Fux rotieren mit „Speckbrot“ durchs Jugendradio und Wandl erobert von St. Pölten aus die Electronicwelt.

 
Wandl
20.30 Uhr

Als Fünfjähriger begann der in St. Pölten geborene Lukas Wandl mit dem Geigenunterricht. Wenig später folgten Klavier, Schlagzeug und Gitarre. Das Kinderzimmer wird rasch zu einem Fundus an Instrumenten. Im Homerecording-Verfahren feilt er schon als Teenager an unterschiedlichen Klangexperimenten. Seine Herangehensweise ist dabei intuitiv und experimentierfreudig. Lukas ist ein Sammler von Field Recordings und setzt diese gerne als Klangteppich für seine Kompositionen ein. Die Palette der Einflüsse reicht von abstrakten HipHop aus dem Hause Anticon oder Ninja Tune, neueren Chill-Wave-Helden wie Toro Y Moi oder auch den radikalen Sounds und Beats von Aphex Twin. Live überzeugt der erst 19-jährige mit außergewöhnlichem Gesangstalent im Stile des Neo-Souls eines Jamie Lidell. Einprägsame Harmonien konterkariert er mit mutigen Rhythmen. Unterstützt wird Wandl live durch die markanten Projektionen des Visualisten Clemens Haas aka ceen*. Nach etlichen selbstproduzierten Songs, darunter auch Remixe für Bauchklang, die in Eigenregie auf seiner Soundcloud-Page veröffentlicht wurden gab es mit der EP Soon im Oktober 2013 den ersten offiziellen Release auf Siluh Records.


Jeremiah Jae
21.30 Uhr

Jeremiah Jae is a visual artist, musician, producer, and emcee hailing from Chicago’s south side. Part of the CXLLECTIVE (Black Jungle Squad CXLLECTIVE) Jae released an 11 track EP entitled Dxnce, grabbing the attention of Warp Record’s Flying Lotus, who released his debut album Raw Money Raps on Brainfeeder, becoming first rapper on the prolific LA label.



Julian & der Fux
22.30 Uhr

Die Wiener Produzenten Julian Hruza und Dominic Plainer aka Lupo gründeten Anfang 2012 das Duo Julian & der Fux.
Bereits mit ihrer ersten Single Speckbrot wirbelten sie, auch dank viralem Video auf YouTube und Vimeo, bereits gehörig Staub auf. Ebendieses Video wurde beim Crossing Europe Filmfestival in Linz, sowie bei den Vienna Independent Shorts im Rahmen des „Nationalen Musikvideo-Wettbewerbs“ gezeigt. Darauf folgte mit Altes Ego die zweite Single, welche bis auf Platz 3 der FM4 Charts kletterte und auf der FM4 Soundselection 28 vertreten ist. Das Video dazu zeigt einen alternden Mann, der lächelnd, aber beruhigt seine Vergangenheit Revue passieren lässt, in seine Zukunft blickt und dabei erkennt: „Es gibt verdammt nochmal so weniges, das wirklich zählt“.
Anschließend kam mit Mischwald Kapitel Eins ein kurzer Blick zurück – die 12 Tracks umfassende Remix EP war be- und gefüllt mit Bearbeitungen von Ken Hayakawa, Burnin Tears, Denis Yashin, Bernhand Fleischmann und anderen österreichischen Artists, sowie der Essenz des Wiener Nachtlebens. Darüber hinaus waren Julian & der Fux Teil des Releases „Transformator 1“ des Ersten Wiener Heimorgelorchesters, zu dem sie eine Neuinterpretation von Wie Geht Es? beisteuerten. Danach arbeiteten sie mit Ken Hayakawa an seinem Über Den Dächern-Release, welche bis in die Top 5 der FM4 Charts kletterte und auch Teil der Sunny Side Up Vol. 13-Compilation war. Mit dem neuen Release Hin Und Weg geht es klar in die Clubs, hinein auf den Dancefloor.
Auf ihren energiegeladenen, wie tanzbaren Shows nimmt das Duo das Publikum auf eine Reise im Schatten der Nacht zwischen menschlichen Abgründen und euphorischen Morgenstunden mit. Aber auch wenn sie gemeinsam mit Band, bestehend aus Bassist Andreas Pils und Drummer Roman Lugmayr, auf der Bühne performen, entsteht eine magische Stimmung.


When Saints Go Machine
23.30 Uhr

Chaos und Überraschung: When Saints Go Machine rütteln am Stöpsel.
 Eines der Klischees über skandinavische Länder ist, dass sie sauber, stets aufgeräumt und ordentlich sind. Doch das zweite Album Infinity Pool der vierköpfigen Band aus Kopenhagen entspringt einer Atmosphäre von Chaos. Es ist zweifellos härter, dunkler und synthetischer als seine Vorgänger. Es beginnt mit Love And Respect, garniert von einem Gast-Vocal des Grammy-Preisträgers und Rappers Killer Mike. Überraschungen warten auch an anderen Stellen des Albums: Bei Dead Boy schwebt Vonsilds Falsett digitalisiert verzerrt über einem atmosphärischen Klangteppich, während bei Infinity Killer skurrile Soundeffekte auf eine Low-End-Drones prasseln. „Es gibt eine Vielzahl von Referenzen auf die frühen 90er Jahre auf dem Album“, sagt Vonsild. „Es ist kein Rave-Album, aber es gibt eine Menge von Rave-Elementen.“ Statt aber diese Rave-Einflüssen voll auszuschlachten, taten sie das Gegenteil von dem, was man erwarten würde: Sie reduzierten sie aufs Wesentliche und verwandelten sie in etwas Neues. Es gibt eine Vielzahl von Spuren ohne Schlagzeug, aber wenn, dann spielen die Drums eine wichtige Rolle in dem jeweiligen Lied. Es besteht dabei aber immer dieses Gefühl von Sehnsucht. Der dunkle Unterton, ein Merkmal der Band auf früheren Aufnahmen, bleibt bestehen. Es macht die Tatsache umso überraschender, dass When Saints Go Machine im vergangenen Jahr gleich ein ganzes Bündel an Auszeichnungen in ihrer Heimat Dänemark abgeräumt haben.

„Heute steht das Bild des scheinbar randlosen Wasserbeckens eines Infinity Pools für puren Luxus. When Saints Go Machine rütteln am Stöpsel.“ (Spex)

Falsettstimmen waren vor einigen Jahren mit den Scissor Sisters, Antony And The Johnsons und den Junior Boys ganz groß angesagt. Aber auch 2011 sangen sich James Blake, Jamie Woon und Owen Pallett in ihrer Kopfstimme auf Magazincovers und pressten subtile, geheimnisvoll glitzernde Pop-Perlen hervor. Genau das umreißt auch den Klangkosmos von When Saints Go Machine ganz gut. Gänsehaut packt den Hörer aus einem toten Winkel und lässt ihn nicht mehr los. Ihre beiden Alben Ten Makes A Face (2009) und Konkylie (2011) sind detailreich arrangiert, mit aufregenden Texturen versehen und schaffen es trotzdem große, euphorische Momente auf dem Silbertablett zu servieren. – The Gap

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