Theater
Souvenir
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Spielstätte
Kammerspiele Rotenturmstraße 1010 Wien ÖsterreichEvent Information
Beschreibung
Eine Fantasie über das Leben der Florence Foster Jenkins -Deutsch von Lida Winiewicz: Die Geschichte ist wahr, obwohl sie wie ein Märchen klingt: Ein Mädchen will klassische Sängerin werden, aber Papa ist dagegen. Vielleicht hat er einfach intakte Ohren. Denn das, was die Kleine von sich gibt, würde man keiner singenden Säge durchgehen lassen. Nach dem Tod des Vaters jedoch erbt die Tochter so viel Geld, dass sie nie mehr arbeiten muss, nach New York ziehen und dort ihre Obsessionen hemmungslos ausleben kann - ganz und gar in die Welt der Musik einzutauchen, die für sie aus großen Sopran-Arien besteht. Das Unikum wird zum skurrilen Star. Das Verdienst des englischen Autors Stephen Temperley ist es, dass er diese 1868 in Pennsylvania geborene Florence Foster Jenkins in seinem Stück dem Publikum keineswegs zum Fraß vorwirft. Stattdessen feiert er sie als grandiose Traumtänzerin, die sich von der schnöden Realität nicht in ihren Sehnsüchten beschränken lässt.
Pressestimmen:
Einen Glücksgriff bedeutet für die von Torsten Fischer amüsant, sensibel und gescheit inszenierte deutsche Erstaufführung im Renaissance-Theater das Engagement der Berliner Trash-Ikone Desirée Nick. Elegant im Stil der Zwanziger Jahre herausgeputzt, bringt sie mit überspitztem Lispeln, ausgeprägtem Tremolo, genüsslich zelebrierten Dissonanzen, sadistisch überzogenen Koloraturen und den so schräg wie schrill, so vergeblich bemühten wie lustvoll angesteuerten, verfehlten, demolierten Noten die Fensterscheiben zum Zittern. Als durch Foster Jenkins’ kakophonische Darbietungen gequälter, ob ihrer Talentlosigkeit verzweifelter, von ihrer Energie und Besessenheit trotzdem beeindruckter Klavierbegleiter Cosme McMoon sorgt der wunderbar trockene Kabarettist Lars Reichow zumindest manchmal für schmerzensgeldfreie Musik. Unsterblich wurde die melodietrunkene Donna Quixote trotzdem, und wie Desirée Nick in dieser bravourösen Aufführung zeigt, völlig zu Recht.
(Berliner Zeitung)
Nick ist mondän und exquisit manieriert. Sie lispelt manchmal zuckersüß, nicht nur das „C“. Sie spielt diese stinkreiche „Freistil“-Sopranistin, die meinte, man könnte die Genauigkeit der Töne auch „übertreiben“, mit unerbitterlichem Witz. Sie ist perfekt. (...) Ganz am Ende ist das Publikum aus dem Häuschen, wie bei der richtigen Jenkins, aber ganz ohne Häme.
(Berliner Morgenpost)
Désirée Nick, der singende Realitätsverlust. Ihre Rehblicke verzaubern, ihre Rehsprünge verstolpern. Im Dilettantismus zeigt sie ein echtes Naturtalent.
(Die Welt)
Denn ja, die Nick singt. Mit messerscharfer Präzision immer einen halben Ton daneben. Und wenn sie die Königin der Nacht hinrichtet, rast das Renaissance Theater. Zum Schluss aber, wenn sie nach ihrem schaurigen Ave Maria erstmals erkennt, wie töricht sie war, wird es mucksmäuschenstill im Saal. Das war ganz groß, Désirée!
(B.Z.)
Pressestimmen:
Einen Glücksgriff bedeutet für die von Torsten Fischer amüsant, sensibel und gescheit inszenierte deutsche Erstaufführung im Renaissance-Theater das Engagement der Berliner Trash-Ikone Desirée Nick. Elegant im Stil der Zwanziger Jahre herausgeputzt, bringt sie mit überspitztem Lispeln, ausgeprägtem Tremolo, genüsslich zelebrierten Dissonanzen, sadistisch überzogenen Koloraturen und den so schräg wie schrill, so vergeblich bemühten wie lustvoll angesteuerten, verfehlten, demolierten Noten die Fensterscheiben zum Zittern. Als durch Foster Jenkins’ kakophonische Darbietungen gequälter, ob ihrer Talentlosigkeit verzweifelter, von ihrer Energie und Besessenheit trotzdem beeindruckter Klavierbegleiter Cosme McMoon sorgt der wunderbar trockene Kabarettist Lars Reichow zumindest manchmal für schmerzensgeldfreie Musik. Unsterblich wurde die melodietrunkene Donna Quixote trotzdem, und wie Desirée Nick in dieser bravourösen Aufführung zeigt, völlig zu Recht.
(Berliner Zeitung)
Nick ist mondän und exquisit manieriert. Sie lispelt manchmal zuckersüß, nicht nur das „C“. Sie spielt diese stinkreiche „Freistil“-Sopranistin, die meinte, man könnte die Genauigkeit der Töne auch „übertreiben“, mit unerbitterlichem Witz. Sie ist perfekt. (...) Ganz am Ende ist das Publikum aus dem Häuschen, wie bei der richtigen Jenkins, aber ganz ohne Häme.
(Berliner Morgenpost)
Désirée Nick, der singende Realitätsverlust. Ihre Rehblicke verzaubern, ihre Rehsprünge verstolpern. Im Dilettantismus zeigt sie ein echtes Naturtalent.
(Die Welt)
Denn ja, die Nick singt. Mit messerscharfer Präzision immer einen halben Ton daneben. Und wenn sie die Königin der Nacht hinrichtet, rast das Renaissance Theater. Zum Schluss aber, wenn sie nach ihrem schaurigen Ave Maria erstmals erkennt, wie töricht sie war, wird es mucksmäuschenstill im Saal. Das war ganz groß, Désirée!
(B.Z.)
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