In seinem letzten Stück, dem "Sturm" hat Shakespeare erstmals in seinem jahrzehntelangen Schaffen keine literarische Vorlage für seinen Text, sondern erfindet sich selbst eine Welt. In und mit Prospero schafft er eine Konstruktion, die es ihm ermöglicht, den Antagonismus von Tragödie und Komödie aufzuheben. Diese Welt ist die Insel, das Theater, ein Blick auf die Welt, nicht aber die Wirklichkeit selbst. So ist das ganze Stück auch eine Idee in Prospero-Shakespeares Kopf, ein Blatt Papier, das im Laufe des Abends, alle Herrschaftsspiele noch einmal durchlaufend, mit der Vision von einem humanen Ausgleich beschrieben wird. Das Glück der Erfüllungbeinhaltet den Verzicht auf Rache und die Erkenntnis der eigenen Unzulänglichkeit.
Besetzung z.B. Prospero: Johann Adam Oest Caliban: Maria Happel Ariel: Joachim Meyerhoff
Regie: Barbara Frey Bühnenbild: Bettina Meyer Kostüme: Bettina Munzer Licht: Felix Dreyer Dramaturgie: Joachim Lux