Paul Vanura, der Generaldirektor eines Unternehmens, der vom ständigen Verdacht geplagt wird, dass seine Mitarbeiter seine strategische und intellektuelle Brillanz nicht ausreichend würdigen, will wieder einmal demonstrieren, dass er der Herr im Haus ist. Als willkommenes Opfer läuft ihm Langer, ein junger und sehr tüchtiger, neuer Mitarbeiter aus dem Verkauf über den Weg, den er nach einer kurzen Begegnung im Lift für keck und arrogant hält. Vanura beschließt, ihn schnell wieder loszuwerden, da hilft auch kein Widerspruch, den der Chef Langers verlauten lässt. Am Vorabend des Tages, an dem der Rausschmiss endlich in die Tat umgesetzt werden soll, hat die Frau des Aufsichtsrats-Vorsitzenden, Marie- Antonia Klingenstein, eine Reifenpanne. Zufällig läuft ihr der vielbewunderte Langer, der von seinem Unglück noch nichts weiß, über den Weg und leistet der einflussreichen Dame erste Hilfe...
So beginnt eine wahre Geschichte, die der Autor zu einem Lehrstück über Mangel an Zivilcourage, Anpassungsfähigkeit und Eitelkeit in Chef-Etagen ausbaut. Bernhard Görg, der selbst viele Jahre an der Spitze der Wirtschaft und der Politik einschlägige Erfahrungen gesammelt hat, macht einen kleinkarierten Generaldirektor, der Angst um seinen Sessel hat und die Mitarbeiter gegeneinander ausspielt,- einen kühl rechnenden Aufsichtsrats-Vorsitzenden, der glaubt, Menschen wie Figuren auf dem Schachbrett verschieben zu können und am Ende selbst düpiert wird, - einen ehrgeizigen und selbstverliebten Politiker, der keiner Versuchung widerstehen kann und schließlich eine raffinierte Frau, die das Manipulieren von Menschen als ihr zweitgrößtes Vergnügen bezeichnet, zu den Hauptakteuren eines ebenso spannenden wie beklemmenden und amüsanten Stücks.
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