Ihr Browser erlaubt keine Third-Party Cookies.
Um die Buchung trotzdem durchführen zu können, öffnen Sie bitte den Shop in einem neuen Fenster.


Den Shop öffnen

Die römische Unruhe - Tickets

Die römische Unruhe - Tickets
Als „größester Opern-Componist von der Welt“ wurde Reinhard Keiser von seinem Zeitgenossen Johann Mattheson in dessen Musiker-Lexikon bezeichnet. Keiser komponierte als unmittelbarer Konkurrent von Georg Friedrich Händel am Hamburger Opernhaus in solch hoher Qualität, dass Händel später viele Arien Keisers in eigene Opern übernahm. Vor allem aus „Octavia“ bediente sich Händel ausgiebig und entnahm zehn Arien, allein sechs für „Agrippina“. Es wird also in der BAROCKOPER:JUNG 2017 viele Momente des Wiedererkennens geben, wenn Sängerinnen und Sänger ihnen schon vertraute Arienmelodien singen werden, allerdings nun im Original von Keisers „Octavia“.

Literarische und musikdramatische Werke über das Wüten Kaiser Neros hatten in der Barockzeit Konjunktur (man denke nur an Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“). In deutschsprachigen Landen bildete sich ein Fokus auf Neros erste Ehefrau Octavia. So schrieb der auch dichtende Anton Ulrich Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel ein Roman- Epos mit dem Titel „Römische Octavia“. Keiser vertonte 1705 ein Libretto von Barthold Feind mit dem für die damalige Zeit typischen, ausschweifenden und auch moralisierenden Titel „Die römische Unruhe oder, Die edelmütige Octavia“. Hamburg konnte sich damals recht üppige Orchesterbesetzungen leisten, Keiser komponierte eine vielfärbige und jeder Figur einen eigenen Klang gebende Partitur.

Nero – eine Prachtrolle für den Bariton und vorjährigen Cesti-Gewinner Morgan Pearse – will die armenische Königin Ormoena heiraten, weshalb er seiner Ehefrau Octavia – eine Glanzpartie für die französische Sopranistin Suzanne Jerosme – befiehlt, sich selbst zu töten. Doch die Geschichte nimmt in dieser Oper einen ganz anderen Verlauf, als wir es erwarten würden …