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Democracy in America - Tickets

Democracy in America - Tickets
"Diese Performance ist nicht politisch", schreibt Romeo Castellucci, Schöpfer bildgewaltiger, gesellschaftspolitisch aufgeladener Performances über seine neue Arbeit Democracy in America, sie sei "eher eine Reflexion über das Ende von Politik". Dabei setzt er an einem historischen Wendepunkt der Geschichte der westlichen Welt an: Der Gründung der USA, dem Utopie-Projekt des kolonialen Europa und der zweibändigen, 1835 erschienenen Abhandlung De la démocratie en Amérique von Alexis de Tocqueville. De Tocqueville, selbst überzeugter Kolonialist, beschrieb in seinem Text nicht nur das neubegründete politische System aus dem Geist des Puritanismus und der Idee der evangelikalen Gleichheit der Individuen, er untermauerte auch die politische Vision seiner Zeit und feierte die Grunderneuerung repräsentativer Demokratie. Die weiße Realutopie war jedoch von diffusen, religiös motivierten Gefühlen getragen. Ihre eigenen Krisen – von Tyrannei der Mehrheit, Populismus und dem Widerspruch zwischen kollektivem Interesse und individueller Freiheit bis hin zum Schicksal der Ausgebeuteten – wurden schon zu Beginn antizipiert. Vor allem aber stellte die amerikanische Demokratie einen Bruch mit Athen, der griechischen Idee von Demokratie und ihrer kathartischen gesellschaftspolitischen Schwester, der Tragödie, dar. Castellucci folgt De Tocquvilles Beispiel und begibt sich mit Democracy in America selbst in die Zeit vor der Politik, vor der Geburt der Tragödie und spürt einem vergessenen Fest nach, einem Ritus, der noch keinen Namen hat. Ein Ritus, in dem Theater seine ursprüngliche Funktion als notwendiges und zugleich düsteres Spiegelbild des Schauplatzes von politischen Auseinandersetzungen erneuern kann.

Künstlerisches Team und Besetzung

Regie, Bühne, Kostüme, Licht Romeo Castellucci
Text Claudia Castellucci, Romeo Castellucci
Musik Scott Gibbons
Bühnenobjekte Istvan Zimmermann, Giovanna Amoroso
Regieassistenz Maria Vittoria Bellinger
i Maître répétiteur Evelin Facchini
Kostümbildnerin Grazia Bagnaresi
Schuhe Collectif d’Anvers
Stage Manager Daniele Ferro
Stage-hands Andrei Benchea, Pierantonio Bragagnolo
Lichttechnik Marco Alba
Soundtechnik Paolo Cillerai
Ankleiderin Elisabetta Rizzo
Fotograf Guido Mencari
Dekorationen Silvano Santinelli
Economic Consultant Massimiliano Coli
Produktionsleitung Benedetta Briglia
Produktionsassistenz Giulia Colla
Werbung und Vertrieb Valentina
Bertolino, Gilda Biasini
Technische Leitung Eugenio Resta mit Gionni Gardini und Daniele Magnani
Technische Produktion/Staff
Carmen
Castellucci, Francesca Di Serio, Gionni Gardini, Daniele Magnani
Equipment und Requisite Carmen
Castellucci
Administration Michela Medri, Elisa Bruno, Simona Barducci


Mit Evelin Facchini, Olivia Corsini, Gloria Dorliguzzo, Giulia Perelli, Stefanie Tansini, Sofia Danai Vorvila und 12 lokalen Tänzer*innen

Produktion

Produktion Socìetas
Koproduktion deSingel International Artcampus; Wiener Festwochen; Festival Printemps des Comédiens à Montpellier; National Taichung Theatre in Taichung, Taiwan; Holland Festival Amsterdam; Schaubühne-Berlin; Festival d’Automne à Paris with MC93 Maison de la Culture de Seine-Saint-Denis à Bobigny; Le Manège - Scène nationale de Maubeuge; Teatro Arriaga Antzokia de Bilbao; São Luiz Teatro Municipal, Lisbon; Peak Performances Montclair State University (NJ-USA) In Zusammenarbeit mit Théâtre de Vidy-Lausanne und Athen- und Epidaurus -Festival
Socìetas wird unterstützt von Ministero Beni e Attività Culturali, Regione Emilia Romagna, Comune di Cesena