Brandaktuelles Thema
Mehr Vertrauen. Das wünscht sich Gottlieb Biedermann. Ein bisschen mehr Vertrauen auf der Welt, das kann doch nicht so schwer sein! Also geht der wohlhabende Unternehmer mit gutem Beispiel voran und lässt einen obdachlosen Fremden in seine Villa. Der Fremde heißt Schmitz, ein grobschlächtiger Mann mit schlechten Manieren, für die er sich ständig auf das Höflichste entschuldigt. Schmitz bekommt eine warme Mahlzeit und darf am Dachboden übernachten. Ein Akt der Nächstenliebe, eine Geste des Vertrauens, denn Brandstifter gehen um in der Stadt. Sie geben sich als Obdachlose aus und fackeln dann die Villen ihrer Opfer ab. Schmitz ist verdächtig, sein Kumpel Eisenring ebenso. Der zieht tags darauf bei Biedermann ein und schleppt fässerweise Benzin auf den Dachboden. Biedermann hat Angst, aber was soll er machen? Sich wehren? Alarm schlagen? Letztlich macht er gute Miene zum bösen Spiel und geht kräftig zur Hand, reicht schließlich arglos die Zündhölzer - teils aus schlechtem Gewissen, teils aus falsch verstandener Solidarität, teils auch aus Naivität. Am Ende brennt die ganze Stadt.
Mit über 250 deutschsprachigen Inszenierungen zählt
Biedermann und die Brandstifter zu den meistgespielten Stücken des 20. Jahrhunderts. Der ungarische Regisseur Viktor Bodó, bekannt für seine phantastisch-absurden Projekte, inszeniert Max Frischs pyromanische Parabel auf die Ängste, derer wir selbst nicht Herr oder Dame werden.
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