© Taryn Segal
Der Juni bringt frischen Indie- und Rock-Sound ins Rockhouse: Von Art Rock und Bubblegum Pop über kraftvollen Blues Rock bis hin zu Alternative Rock und Post Punk wartet auch diesen Monat wieder ein vielseitiges Live-Programm auf dich.
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GENRE: ART ROCK | BUBBLEGUM POP | DIVA ROCK
Auf Playin’ Dumb, das von den Lemon Twigs in enger Zusammenarbeit produziert und arrangiert wurde, verhandelt das New Yorker Trio Tchotchke das Verhältnis zwischen Nähe und Distanz, Nostalgie und Gegenwart neu aus. Dabei fühlt sich der Bubblegum Pop/Art Rock Sound der Band an als hätte man ein altes Geheimnis aus einer verstaubten Plattenkiste gezogen.
Tchotchke
Es gibt Platten, bei denen man beim ersten Hören spürt, dass sie weit mehr sind als bloße Ansammlungen von Songs - Playin’ Dumb von Tchotchke ist so eine. Es ist ein Album, das aus einer affinen Beziehung zur Musikgeschichte geboren wurde, ohne in nostalgische Imitation abzugleiten. Es atmet den Geist der 60er‑Jahre, ja - aber es ist weder Musealisierung noch postmodernes Zitatenkabinett; es ist vielmehr ein empfindsamer, durchaus ironischer Dialog mit jenen Klangwelten, der zeigt, wie viel Kraft im scheinbar Einfachen liegen kann.
Tchotchke - das ist ein Trio aus New York, das sich mit einer Leichtigkeit in den Harmonien artikuliert, die man sonst nur bei Ensembles findet, die jahrzehntelange Spielfreundschaft miteinander teilen. Hier singen drei Stimmen, die gleichzeitig verschmelzen und differenziert bleiben, als erzählten sie unterschiedliche Kapitel derselben Geschichte. Die Instrumentierung ist aufmerksam, zurückhaltend dort, wo es Tiefe braucht, aufbrausend dort, wo das Moment verlangt, dass der Song atmet und vorwärts strebt.
Playin’ Dumb beginnt mit einer Klarheit, die ebenso unschuldig scheint wie kalkuliert. Schon der Opener lässt erahnen, dass hier keine trivialen Pop‑Harmonien aneinandergereiht werden, sondern ein musikalischer Kosmos, in dem Ironie, Melancholie und Freude aufeinanderprallen. Es sind Songs, die auf den ersten Blick simpel erscheinen - kurze, klare Sätze, fast naive Melodien - die bei näherem Hinhören jedoch komplexe Gefühlslagen freilegen: Sehnsucht, Skepsis, Selbstbetrachtung.
Es ist kein Zufall, dass Tchotchke oft in einem Atemzug mit Begriffen wie „Girl‑Group“ oder „Retro‑Pop“ genannt werden - doch diese Etiketten verfehlen, worum es hier wirklich geht. Die Platte ist eine Reflexion über Rollen, über Erwartungshaltungen - musikalisch wie lyrisch. Der Titel Playin’ Dumb ist keine bloße Phrase; er ist eine Verbeugung vor der Rolle, die man oft zugedacht bekommt - und zugleich eine Haltung der Subversion: das Unterschätzen bewusst auszuspielen, um dann mit feiner Klinge zu zuspitzen. Es ist, als würden die Stimmen sagen: Ja, wir klingen vertraut - und gleich darauf: Aber wir sind hier, um mit diesem Vertrauten zu brechen.
Live übertragen Tchotchke diese feine Balance zwischen Vertrautheit und Überraschung in eine körperliche Präsenz, die unaufdringlich, aber unvergesslich ist. Ihre Konzerte sind keine Exhibitionen von Virtuosität um ihrer selbst willen, sondern vielmehr Räume, in denen Sekunden der Stille, des Innehaltens, des genauen Zuhörens genauso Gewicht haben wie die Ausbrüche lauter Freude.
Es ist bemerkenswert, wie die Band diesen schmalen Grat zwischen Leichtigkeit und Tiefe hält. Playin’ Dumb ist ein Text über Ironie, ein Spiegel über Zuschreibungen und zugleich ein Gefäß für etwas zutiefst Menschliches: die Sehnsucht nach Ausdruck, nach Gemeinschaft, nach Wahrheit in einem Meer von Wiederholungen.
Wer Tchotchke live erlebt, begegnet einer Musik, die ernst ist, ohne sich selbst zu ernst zu nehmen; die Gewicht hat, ohne zu schwer zu werden; die berührt, ohne Effekte zu suchen. Dieses Trio zeigt, dass Pop - mit all seinen Konnotationen von Vergänglichkeit - zu einem ernstzunehmenden Ort der Reflexion werden kann. Nicht trotz seiner Melodien, sondern gerade wegen ihnen.
GENRE: BLUES ROCK
Jax Hollow aus Nashville ist eine seltene Triple Threat: preisgekrönte Songwriterin, stimmgewaltige Sängerin und Gitarristin von Weltklasse, deren Blues-, Rock- und Americana-Sound Publikum und Kritiker gleichermaßen begeistert.
Jax Hollow
In einer Stadt, die vor einigen der talentiertesten Künstler der Welt nur so strotzt, sticht Jax Hollow aus Nashville als seltenes "Triple Threat" hervor - eine nuancierte und kraftvolle Songwriterin, eine stimmgewaltige Sängerin und eine Gitarristin von Weltklasse. Sie verkörpert wahrhaft das Trifecta von Music City.
Jaxs außergewöhnliche Fähigkeiten als Songwriterin haben ihr bemerkenswerte Anerkennung eingebracht, darunter den ersten Platz beim renommierten ISC Songwriting-Wettbewerb für ihren Song "Wolf In Sheepskin". Als Absolventin des renommierten Berklee College of Music ist Jax sowohl auf der Bühne als auch im Studio faszinierend. Ihre Musik, die Blues, Rock und Americana mühelos miteinander verbindet, zeigt ihre Fähigkeit, durch gefühlvolle, tiefgründige Texte und mitreißende Vocals eine tiefe Verbindung zu den Zuhörern aufzubauen - während ihre atemberaubenden Gitarrensoli ein seltenes Meisterniveau ihres Könnens offenbaren.
Es ist keine Überraschung, dass Rolling Stone France Jax mit "einer frühen Sheryl Crow oder Melissa Etheridge" verglichen hat. Sogar Etheridge selbst zeigte Bewunderung und sagte: "Ich möchte diejenige sein, die Jax Hollow entdeckt!" Dieses Lob folgte nach Jaxs unvergesslichem Solo-Opening-Set im ikonischen Ryman Auditorium, bei dem sie das Publikum mit ihrer fesselnden Performance von den Sitzen riss. Ihre elektrisierende Bühnenpräsenz wurde von Guitar World Magazine als "hendrixesk… mit Anklängen an Jimmy Page und Eddie Van Halen" gefeiert. Dieses Lob wird auch von Anderson Guitar Works geteilt, die sie in ihren angesehenen Künstlerkader aufgenommen haben, neben Legenden wie Keith Richards und Bob Seger.
GENRE: ALTERNATIVE ROCK | POST PUNK
Die Eleven Empire Summer Sessions setzen die Tradition einer der markantesten Veranstaltungsreihen unserer Breitengrade fort, die seit 2013 im Rockhouse Salzburg durch konsequente Hinwendung zu Qualität, Vielfalt und unabhängiger Kuratierung eine einzigartige Plattform für zeitgenössische Musik jenseits industrieller Zwänge geschaffen hat. In der Ausgabe 2026 präsentieren sich erneut mehrere sorgfältig ausgewählte Acts an einem Abend live. In diesem Jahr mit Austin TV aus Mexiko City, eine der wichtigsten Rockbands Lateinamerikas, Talk To Her aus Padua mit dunklem, incisivem Post-Punk Sound zwischen Depeche Mode und Editors, DEAFDEAFDEAF aus Manchester als kredibile Erben der Musikgeschichte ihrer Stadt und Flames Flames Flames, die mitunter neueste Bastion gitarrengetriebener Rockmusik aus Salzburg.
Austin TV (MX)
Talk To Her (IT) + more to come
DEAFDEAFDEAF (UK)
Flames Flames Flames (AT)
Summer Sessions
Was einst als kleine Bastion für roh klingenden Garage‑Rock startete, hat sich in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten zu einem unverzichtbaren Forum einer lebendigen, vielgestaltigen Gegenwartsmusikszene entwickelt, in dem künstlerische Kühnheit und subkulturelle Vielfalt nicht nur toleriert, sondern konsequent gefördert werden. Dieser Anspruch, sich jenseits konventioneller Musikindustrie‑Logiken zu positionieren und stattdessen kuratorisch wie ästhetisch einen offenen, experimentellen Raum zu schaffen, ist bis heute charakteristisch für das Eleven Empire‑Projekt im Rockhouse Salzburg.
Die Summer Sessions markieren einen besonderen Höhepunkt im jährlichen Kalender: Sie bündeln an einem Abend mehrere sorgfältig ausgewählte Acts, deren gemeinsame Nennung mehr ist als eine bloße Auflistung von Bands. Vielmehr spiegelt sich hier eine kuratorische Haltung von globaler Underground‑Elektronik über post‑punkige Reibungsflächen bis zu rhythmisch ungewohnten Schichtungen und narrativen Visionen. In der Vergangenheit standen diese Sessions im Zeichen der Entgrenzung: Künstlerinnen und Künstler wie HHY & The Kampala Unit, Descartes A Kant und Morena Leraba eröffneten dem Publikum unterschiedliche Perspektiven auf zeitgenössische Musik jenseits gängiger Kategorisierungen, indem sie afro‑elektronische Rhythmen, psychedelische Texturen und eine generell transkulturelle Performance‑Sensibilität miteinander verbanden.
In ihrer Struktur wie in ihrem Selbstverständnis verweisen die Summer Sessions auf ein Grundprinzip von Eleven Empire: die radikale Offenheit gegenüber musikalischer Innovation, die Anerkennung von Sound als kollektives Existenzfeld und die Behauptung eines unabhängigen Raums im kulturellen Gefüge Salzburgs. Diese Haltung hat sich in den Jahren vor 2026 kontinuierlich verfestigt, nicht zuletzt durch die Präsenz zahlreicher Acts, die im weiteren Verlauf ihrer Karriere bedeutendere Positionen eingenommen haben, aber früh im Rahmen von Eleven Empire ihre ersten größeren Bühnenauftritte in der Stadt hatten.
Die Ausgabe 2026 steht daher nicht nur für ein weiteres Kapitel einer Reihe, sondern für die fortdauernde Gültigkeit eines kuratorischen Ethos, avantgardistischer Haltung, Underground‑Sensibilität und kulturelle Unabhängigkeit zu verbinden sucht - und das Publikum einlädt, diese Haltung nicht nur zu konsumieren, sondern in ihr mitzudenken.
Austin TV
Austin TV ist eine der wichtigsten Rockbands in Lateinamerika. Obwohl sie eine Instrumentalband sind, haben sie viel zu sagen. Mit Masken, die dem jeweiligen Albumkonzept entsprechen, erwecken sie ihr Motto zum Leben: "Tu Cara No Importa, Importas Tú" ("Dein Gesicht ist nicht wichtig - wichtig bist du!").
Nach einer 10-jährigen Pause entschieden sie sich 2022 zur Rückkehr - mit neuer Musik und einem starken Comeback auf der Bühne.
Ihre Botschaft hat mehr als eine Generation geprägt. Sie haben über 1.200 Shows gespielt, fünf Alben veröffentlicht und in ihren 21 Jahren Bandgeschichte die Fahne der Unabhängigkeit in neue Horizonte getragen.
Ihr ikonisches Konzeptalbum "Fontana Bella" wurde von Emmanuelle del Real (Keyboarder und Komponist von Café Tacvba) produziert und 2007 bei ihrem Auftritt beim Vive-Latino-Festival veröffentlicht. Nach einer zehnjährigen Pause kündigten sie ihre erste Comeback-Show an, die im Foro Indie Rocks innerhalb von nur drei Minuten ausverkauft war.
Inzwischen haben sie ihr neues Album bereits fertiggestellt, das laut dem Magazin Rolling Stone Mexico zu den am meisten erwarteten Alben des Jahres 2023 gehört.
40.000 Menschen erlebten die Rückkehr von Austin TV auf die Bühne, als sie beim Vive Latino 2023 - dem wichtigsten Festival Lateinamerikas - zu den Hauptacts gehörten.
Austin TV überraschten außerdem mit einer Live-Session für den Kult-Radiosender KEXP, die innerhalb eines Monats mehr als 500.000 Aufrufe erreichte.
Ende September 2023 veröffentlichen Austin TV ihr neues Album "Rizoma". Es enthält neun instrumentale Stücke, die vollständig live in den Estudios Noviembre in Mexiko-Stadt aufgenommen wurden.
Kürzlich spielten sie zudem eine ausverkaufte Show im Pepsi Center WTC mit einer Kapazität von 6.000 Personen und festigten damit ihren Status als wichtigste Instrumental-Rockband des Landes.
Talk To Her
Talk To Her sind eine italienische Band aus Padua, deren Sound ein breites Spektrum von Post-Punk über elektronische Musik bis hin zu New Wave und Alternative Rock umfasst. Ihre introspektiven Themen - Leiden, Verlangen, Entfremdung und die Suche nach Identität - erinnern dabei an die emotionale Intensität und Dunkelheit, die man auch bei Post-Punk-Ikonen wie Killing Joke oder moderneren Acts wie Editors wiederfindet, sowie an elektronische Melancholie, wie sie etwa Depeche Mode in vielen ihrer Werke vermitteln.
Im Jahr 2018 erschien ihre EP "Home", die mit einer dichten, atmosphärischen Mischung aus Wave-, New-Wave- und Post-Punk-Einflüssen das Fundament ihrer späteren Entwicklung legte. 2020 folgte das Album "Love Will Come Again", das nicht nur thematisch in die Tiefe ging, sondern der Band auch positive Resonanz und eine wachsende Fanbase einbrachte. Nach der Veröffentlichung intensivierte die Band ihre Live-Aktivitäten und spielte unter anderem auf renommierten Festivals wie Wave Gotik Treffen, Sinner’s Day und Post Punk Strikes Back Again - Veranstaltungen, die eng mit der europäischen Post-Punk- und Dark-Wave-Szene verknüpft sind.
Mit ihrem zweiten LP-Album "Pleasure Loss Desire" aus dem Jahr 2025 begeben sich Talk To Her klanglich noch weiter in dunklere, schärfere Gefilde. Die früher stärker emotional-leidenschaftlichen Themen weichen nun Alienation, Angst und existenzieller Kälte, und sowohl der Sound als auch der Gesang erscheinen kälter, kompromissloser und gelegentlich aggressiver. Während der Wave-Einfluss weiterhin spürbar bleibt, dominiert eine post-punk-getriebene Klangästhetik, die mit starken Anleihen aus dem Post- und Alternative Rock der späten 1990er und frühen 2000er Jahre gemischt wird - eine Entwicklung, die Fans von Bands wie Editors oder Killing Joke sicher anspricht, oder auch Anhängern moderner Dark-Wave-Acts wie She Past Away.
DEAFDEAFDEAF
DEAFDEAFDEAF ist eine Post-Punk Band aus Greater Manchester, UK. Entwaffnender Shoegaze, lärmender, rückkopplungsgespickter Post-Punk, der mit dem Echo ihrer Manc Vorfahren nachhallt.
"A mile away from the average indie b*llocks and a marker for the Next Next Wave. DEAFDEAFDEAF cement their place in the rich vaults of Manc music with their own twist of subnormal soundscapes."
Louder Than War.
"The Band perfectly executes a range of dynamic levels, knowing just when to throw an abundant amount of harsh noise at you resulting in an all more powerful feeling of intensity."
SPEW.
"Touching on all of the unsettling emotions typically found in the melancholy genre, DEAFDEAFDEAF refuse to shy away from the truth."
Gigwise
"Comparative to the records, the live set exhibits chaos and intensity that has to be experienced firsthand to truly appreciate the immense talents of DEAFDEAFDEAF"
VOICE
"DEAFDEAFDEAF have carved for themselves. Undefinable by genre, yet akin to influence, the boys have really pulled together an impressive roster of tracks - especially this early on in their career. Notably building a name for themselves in the live music industry as one to watch, they have a certain grace in creating atmosphere and forging chaos in even the most unconventional of spaces."
YUCK
Flames Flames Flames
In einer Ära der Totengesänge auf Rockmusik, Bands und Alben wandeln die vier Jungs von Flames Flames Flames auf den Spuren von Robert Johnson, King Crimson und den White Stripes, um die Bestätigung der Gegenthese anzutreten: Auch im 21. Jahrhundert bietet das Toolkit des Rock’n’Roll unerschöpfliche Möglichkeiten, um gemeinsam auf Songreisen zu gehen. Um das Leben zu durchleuchten. Es zu beweinen. Es zu feiern.
Frontmann Marcel Illetschko und seine drei Kompagnons aus Salzburg begeben sich nach unterschiedlichen Projekten in Jazz, Elektronik, Folk und Progressive auf den Weg seit Anfang 2025 down to the crossroads: Feinjustierte Bandarbeit, bluesige Rhythmen unter Fuzz-Gewittern, lennoneskes Songwriting und Texte, die darauf abzielen, den Boden unter den Füßen wegzuziehen. Nordlichter, aufgepeitschte See und pulsierendes Eis - in Musik eingeschrieben.