© Stefan Braunbarth
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GENRE: RYTHM & BLUES ROCK
Mitch Ryder ist ein Monument des amerikanischen Rock ’n’ Roll, dessen raue Stimme und unerschütterliche Authentizität ihn zur Ikone machten. Er war der erste lebende, weiße Artist der in die R&B Hall OF Fame aufgenommen wurde und der letzte der mit Otis Redding performte. Deep Purple Gitarrist Ritchie Blackmore betonte seinen Einfluss auf deren Musik, ebenso wie Bruce Springsteen, der regelmäßig Ryders Songs live performt, so auch beim legendären No Nukes Konzert, Bob Seger, The Clash und Ted Nugent. Die Presse nannte in Amerikas Antwort auf die Rolling Stones, John Mellencamp produzierte sein Comeback Album. Sein Durchbruch 1965 mit "Jenny Take A Ride!", zuletzt von Quentin Tarantino wieder in die Gegenwart geholt, definierte einen Sound, der die rohe Energie von Rhythm & Blues mit der unbändigen Freiheit des Garagenrocks verschmolz. Jetzt kommt er auf seiner "Song From The Road" Tour 2026 live zum Blue Monday nach Salzburg!
Mitch Ryder
Über fünf Jahrzehnte hat der Detroiter Mitch Ryder eine Diskographie von mehr als 30 Alben geschaffen, die von der wilden Urkraft seiner frühen Hits wie "Devil with a Blue Dress On" bis zu jüngsten Werken wie dem 2024 erschienenen Live-Album The Roof Is On Fire und dem von Don Was produzierten Studioalbum With Love reicht. Letzteres, in Detroit aufgenommen, zählt Ryder selbst zu seinen besten Werken - ein Zeugnis seiner Fähigkeit, sich neu zu erfinden, ohne seine Wurzeln zu verraten. Don Was, bekannt für seine Arbeit mit Bob Dylan, The Rolling Stones und Iggy Pop, brachte eine Produktion hervor, die Ryders unverkennbare Intensität mit zeitloser Eleganz verbindet.
Ryders Einfluss auf die Musiklandschaft ist kaum zu überschätzen. Inspiriert von James Brown und dem Motown-Sound, schuf er mit seiner Band Mitch Ryder & The Detroit Wheels einen Stil, der die rohe Kraft der Motor City mit der Seele des Blues verband. Seine Kollaborationen lesen sich wie ein Pantheon der Rockgeschichte: Neben Don Was arbeitete er mit John Mellencamp, der sein Album Never Kick a Sleeping Dog (1983) produzierte, und beeinflusste Künstler wie The Clash, deren roher Punk-Ethos Ryders Energie widerspiegelt. Keith Richards nannte ihn einen der "spannendsten Sänger", die die Musikszene je gesehen hat - ein Urteil, das Ryders Auftritt beim Rockpalast 1979 untermauert. Dieser legendäre Moment, 2017 in einer WDR-Dokumentation als einer der besten in der Geschichte des Formats gefeiert, machte Deutschland für Ryder zur zweiten Heimat. "Diese Nacht war eine Chance, wie man sie vielleicht nur einmal im Leben hat", sagte er rückblickend.
Europa wurde für Ryder zum Raum künstlerischer Freiheit. Während seine amerikanischen Fans oft die Nostalgie seiner Sechziger-Hits suchen, erlaubt ihm das europäische Publikum, Grenzen zu überschreiten. Alben wie The Detroit-Memphis Experiment (1969) oder Never Kick a Sleeping Dog zeigen seine Vielseitigkeit, während seine Aufnahme in die Michigan Rock and Roll Legends Hall of Fame seinen Status als Pionier zementiert. Ryders Vermächtnis liegt nicht nur in seinen Hits, sondern in seiner Fähigkeit, die rohe Emotion des Rock ’n’ Roll mit einer zeitlosen Dringlichkeit zu verbinden.
Die "Songs from the Road"-Tour 2026 wird diese Essenz einfangen: ein Künstler, der die Bühne mit der gleichen Intensität betritt wie vor 50 Jahren, begleitet von einer Band, die seine Vision trägt. Von Klassikern bis zu neuen Werken - Ryder bleibt ein Rebell, der die Sprache des Rock ’n’ Roll spricht wie kaum ein anderer.
GENRE: ALTERNATIVE
24/7 Diva Heaven
Mit ihrem hochgelobten, in 2021 veröffentlichten Debüt Album "STRESS" (Noisolution) haben 24/7 DIVA HEAVEN eines unmissverständlich klargemacht: Sie sind gekommen, um zu bleiben. Oder um es mit den Worten des "Classic Rock" Magazins zu sagen: "Auf Krawall gebürstet. Relevant. Großartig. Punkt." Bereits kurz nach Erscheinen ihres Debüts ist ist das Berliner Trio in aller Munde und füllt die Seiten der hiesigen Musikpresse. Mit ihrem musikalischen Hybrid aus Punk, Grunge und Noise erschaffen 24/7 Diva Heaven eine Welt, in der man schreien, kratzen, beißen darf - und sich am Ende in den Arm nimmt. Fuzzy Riffs treffen auf eingängige Hooklines, politische Botschaften auf Selbstironie. 24/7 DIVA HEAVEN sagen, was sie denken, und treffen damit einen Nerv: Sie liefern einen Soundtrack, der genau in diese ungewisse Zeit passt, sich nicht mit Plattitüden abfindet, sondern Platz für das Dazwischen lässt. Dass die Band vor allem für ihren massiven Sound und starke Live-Auftritte bekannt ist, beweist ihre rasant wachsende Fanbase und unzählige Shows, unter anderem beim WDR Rockpalast, Pop-Kultur Festival, als Support von DREAM WIFE und BEATSTEAKS sowie eine Co-Headliner-Tour mit TEAM SCHEISSE. "Das Beste, was ich seit NIRVANA live gesehen habe", so die Worte eines Fans. Katharina Ott-Alavi (voc, guitar) Karoline Paschedag (bass) und Marie Westphal (drums) sind nicht nur fernab der Bühne eine Einheit, sondern auch im Rampenlicht geballte Energie, die darauf wartet, losgelassen zu werden.
Die Band ist nicht nur im Proberaum und auf der Bühne aktiv, sondern zeigt politisches Engagement, u.a. als Gründerinnen des Berliner Kollektivs GRRRL-NOISY, das Jam-Sessions und Festivals organisiert und einen Ort der Vernetzung für FLINTA Musiker:innen und Musikfans bietet.
Am 11.10.2024 erscheint ihr lang ersehntes zweites Album "GIFT" auf Noisolution, das sich nahtlos in die Tradition des Debüts "STRESS" einreiht und im Herbst 2024 im Rahmen einer Album-Release-Tour durch ausgewählte Städte erstmals live präsentiert wird. 24/7 DIVA HEAVENs zweiter Longplayer kommt mit differenzierterem Songwriting daher, ohne auch nur im Ansatz weniger wütend zu klingen. Das Album ist zornig, politisch und nie um große Melodien verlegen. Auf "GIFT" verdichtet sich, was sich auf "STRESS" bereits angebahnt hat, und es ist ein eklektisches Album entstanden, irgendwo zwischen IDLES, PIXIES, PABST und MELVINS, das auf kühne Art und Weise den Sound alter Idole dekonstruiert und in zeitgemäßem Gewand wieder zusammensetzt.
GENRE: ALTERNATIVE ROCK
Keith Caputo
Eine der größten Stimmen (und kleinsten Körper) in der Rockmusik gehört Keith Caputo aus Brooklyn. Nachdem er sich als Sänger der weltberühmten Rock-Alt/Metal-Band Life of Agony eine riesige Fangemeinde aufgebaut hat, hat Caputo einen Ruf dafür erlangt, Zuhörer mit seiner Poesie bis in die Tiefen ihrer Seelen zu berühren; seine herzzerreißenden Live-Auftritte hat er sich redlich verdient: Innerhalb einer einzigen Show ist er in der Lage, moshpits in Arena-Größe anzuzetteln und zugleich atemlose Stille zu erzeugen.
In den letzten zwanzig Jahren hat Caputo sechzehn vielfältig einflussreiche Alben aufgenommen - Demos, Live-Aufnahmen oder EPs nicht mitgerechnet - mit einer beeindruckenden Riege von Branchenveteranen, darunter Bassist und Trompeter Flea (Red Hot Chili Peppers), Gitarrist Craig Ross (Lenny Kravitz, Eric Clapton, Sheryl Crow), Pianist Zac Rae (Fiona Apple, Miley Cyrus, Annie Lennox), Produzent Martyn Lenoble (Jane’s Addiction, Scott Weiland, Porno for Pyros, Mark Lanegan, The Cult), Mixer Greg Fidelman (Rage Against The Machine, Marilyn Manson, Johnny Cash), Mixer Mike Shipley (The Cars, Queen, Aerosmith, Joni Mitchell) und zuletzt die Produzenten Sylvia Massey (Tool, Life of Agony, System of a Down) und Joey Z. für das 2019er Life of Agony-Release "The Sound of Scars". Auf dem Festival-Circuit hat er die Bühne mit einer Vielzahl von Genre-Titanen geteilt, darunter Coldplay, Nine Inch Nails, Björk, David Bowie, Pixies, Velvet Revolver, Bush, Slipknot, Red Hot Chili Peppers, Modest Mouse, Aphex Twin, Foo Fighters und viele mehr. Mit markanten Einflüssen von Led Zeppelin und The Doors bis hin zu Arthur Rimbaud und William S. Burroughs scheut Keith keine neuen musikalischen Gefilde, wie seine jüngsten Veröffentlichungen belegen: "A Fondness for Hometown Scars", "As Much Truth as One Can Bear" und "Love Hard".
Keith hat zudem häufig mit dem Grammy-nominierten Multi-Instrumentalisten und Produzenten Andy Kravitz (Cypress Hill, Billy Joel, Imogen Heap, Julianna Hatfield) zusammengearbeitet, den er Ende der 1990er Jahre während der Aufnahmesessions zu Life of Agonys "Soul Searching Sun" kennengelernt hat. Kravitz war Co-Produzent und stark beteiligt an seinen letzten beiden Alben "Love Hard" und "As Much Truth as One Can Bear" sowie an seinem Ambient-Geek-Rock-Duo-Nebenprojekt mit Ryan Oldcastle als The Neptune Darlings mit den beiden Veröffentlichungen "Chestnuts and Fireflies" und "Principium Sequentia".
Besessen von harten Wahrheiten bleibt Caputo ein unerschrockener Eroberer seines eigenen Schmerzes. Von heroinsüchtigen Eltern verwaist, musste Keith in einer dunklen Welt aus Armut, Gewalt und Kriminalität aufwachsen. Und obwohl Themen wie Missbrauch und Verlassenheit denen, die seiner Arbeit folgen, vertraut erscheinen mögen, wirft Caputo mit jedem Song innovativ neues Licht auf diese Themen. So unorthodox sein lyrischer Inhalt manchmal sein mag, der überraschendste Aspekt an Caputo ist sein unsterblicher Romantizismus - sein unerschütterliches Insistieren darauf, in jeder Wolke den Silberstreif zu sehen. Wie Keith selbst sagt: "Aus meinen eigenen Gefühlen von Entwurzelung, Unzufriedenheit und Sehnsucht entspringt ein weites Meer an Mitgefühl."
GENRE: CLASSIC HARD ROCK
Der Classic Hard Rock Summit bringt die britischen Hardrock-Legenden Grand Slam und die Salzburger Vorzeige-Rocker Speed Limit an einem Abend auf die Rockhouse Bühne!
Grand Slam
GRAND SLAM wurden 1984 von Sänger und Rockpoeten Phil Lynott nach dem endgültigen Aus von THIN LIZZY ins Leben gerufen, wobei er sich mit dem jungen Laurence Archer die wohl heißeste Aktie der britischen Newcomer Gitarristen ins Boot holte. Gemeinsam entstanden Songs wie "Dedication" (später zum Thin Lizzy Nachlass umfunktioniert), "Military Man" (von Gary Moore einverleibt) oder auch "Nineteen", das kurz vor Phil Lynotts Tod am 4. Jänner 1986 veröffentlicht wurde. Archer, der anschließend bei UFO anheuerte ("High Stakes & Dangerous Men" und "Lights Out In Tokyo" - 1992), neben einer Solo-Karriere unter anderen bei MAGNUM und WILD HORSES mitmischte, revitalisierte 2018 GRAND SLAM um fortan nicht nur die weltweit große THIN LIZZY Fanschar mit Songs aus dem Backkatalog (darunter auch jede Menge THIN LIZZY Hits) aber auch mit neuem Material live zu erfreuen. (3. Album derzeit in Arbeit)
Dass GRAND SLAM als großartige Liveband gilt (zuletzt Tour-Support für SAXON) ist mitunter auch den hochdekorierten Mitmusikern zu verdanken. Neben dem charismatischen Mike Dyer als Frontmann und Sänger (auch als Schauspieler bühnenerfahren) sorgen mit Bassist Rocky Newton (Michael/McAuley Schenker Group, Lionheart u.a.) und Drummer Benjy Reid (Praying Mantis, John Lawton Band u.a.) absolute Hochkaräter der britischen Hardrock Elite für mitreißenden Hörgenuss.
Speed Limit
Salzburgs Melodic Metal-Pioniere SPEED LIMIT stehen seit über 40 Jahren für mitreißende Hardrockhymnen mit Ohrwurm-Garantie. Was Mitte der 80er Jahre mit aufmerksamen Seitenblick auf die New Wave of British Heavy Metal (NWoBHM) losgetreten wurde und mit Alben wie "Unchained" oder "Prophecy" auch bald internationale Beachtung fand, ist heute nicht weniger spannend, was der Charteintritt des aktuellen Albums "Cut A Long Story Short" mit den Singles "Hit The Wall" und "Shine Brighter Than The Sun" in die Top 10 der German Rock- and Metal-Charts eindrücklich bewiesen hat. Nicht zuletzt der 1988er Smasher "Lady" (Charteintrit in 7 europäischen Ländern und Compilation-Beteiligungen von Japan über USA bis Schweden) ist fixer Bestandteil einer energiegeladenen Liveshow, die die Speed Limit auch zu Support-Engagements für Band wie Nazareth, Uriah Heep, Manfred Mann, Pretty Maid, Bonfire oder zuletzt auch U.D.O. und Vanden Plas geführt hat. Als besonderen Leckerbissen hat Speed Limit eine ihrer Liveshows zuletzt auch für die Nachwelt in Bild und Ton aufzeichnen lassen, und mit ein wenig Glück kann dieses Live Album auch am Konzertabend schon (vorab) käuflich erworben werden.
GENRE: SKA PUNK
Jaya the Cat verbinden Punk, Reggae und Ska zu einem mitreißenden Soundtrack für unvergessliche Nächte voller Rebellion, Tanz und Geschichten. Die Band aus Amsterdam liefert rohe Energie und authentische Texte, die zum Feiern einladen.
support: The Bennies (AU)
Jaya the Cat
Jaya the Cat nehmen dich mit auf eine Nacht, die du nie vergessen wirst - ob du sie geplant hast oder nicht. Mit ihrer einzigartigen Mischung aus Punkrock-Rohheit, Reggae-Grooves und ska-angereicherter Energie schaffen Jaya the Cat einen Sound, der sich wie der perfekte Soundtrack für dein nächstes Abenteuer anfühlt. Du tanzt, als würde niemand zusehen, brüllst mit bei Hymnen der Rebellion und Widerstandskraft und gehst irgendwie mit Geschichten nach Hause, die du noch Jahre später erzählen wirst.
Ursprünglich in Boston gegründet, nennen Jaya the Cat nun Amsterdam ihr Zuhause. Die internationale Besetzung der Band hat ihre Kante nur geschärft und mischt Kulturen und Einflüsse zu einem dynamischen musikalischen Cocktail, der so roh und authentisch ist, wie es nur geht. Ihre Songs sind gleichermaßen Party und Poesie - schwankende Basslinien, ansteckende Rhythmen und Texte, die dich in nächtliche Stadtstraßen, leise Momente der Reflexion und alles dazwischen ziehen.
Jaya the Cat waren unermüdlich und haben ihre hochenergetischen Live-Shows in Clubs und auf Festivals in ganz Europa und darüber hinaus gebracht, wo Menschenmengen mitsingen, tanzen und sich im Moment verlieren. Ihre Musik spricht die Ruhelosen, die Hoffnungsvollen und die leicht Verlorenen an - jene, die nach Verbindung, Flucht oder einfach nur nach einer guten Zeit suchen. Jede Show fühlt sich wie ein Treffen von Freunden an, die du noch nicht kanntest, wo jedes Lied ein Grund ist, voranzugehen.
Mit ihren neuesten Veröffentlichungen taucht die Band tiefer in Themen des Chaos des Lebens, der Höhen und Tiefen der Liebe und der seltsamen Schönheit von allem ein. Ob es ein politischer Aufschrei, ein persönliches Geständnis oder ein Aufruf ist, loszulassen und im Jetzt zu leben - die Musik von Jaya the Cat erinnert uns daran, jeden Twist und jede Wendung zu umarmen, die auf uns zukommt.
Wenn du also nach etwas Echtem suchst - etwas, das dich bewegt, denken und fühlen lässt - sind Jaya the Cat bereit zu liefern. Komm, wie du bist, geh als jemand Neues und lass die Musik dich durch die Nacht und in die nächste tragen. Keine Garantien, aber es wird eine verdammt wilde Fahrt.
The Bennies
The Bennies sind eine australische Ska-Punk-Band, die ursprünglich aus Melbourne, Victoria, stammt und derzeit an der Gold Coast, Queensland, ansässig ist. Die Band beschreibt sich selbst als "psychedelic reggae ska doom metal punk rock from Hell" und ist bekannt für ihre energiegeladenen Live-Shows sowie ihre Mischung aus Genres wie Dub, Punkrock und Heavy Metal.
Bis heute hat die Band vier Studioalben und zwei EPs veröffentlicht.
Die Band wurde ursprünglich 2009 unter dem Namen Madonna gegründet. Unter diesem Namen veröffentlichte sie 2010 eine selbstbetitelte Sammlung von Demo-Aufnahmen auf CD, bevor sie im folgenden Jahr aufgrund rechtlicher Probleme mit der Nutzung des Namens zu The Bennies wechselte.
Unter dem neuen Namen veröffentlichten The Bennies am 3. September 2011 ihr Debütalbum Party Party Party! über Jackknife Music.
2012 kam es zur ersten Besetzungsänderung: Gitarrist Steve Lavery verließ die Band und wurde durch Christos "Souv" Salaoras ersetzt.
Nach einer Japan-Tour im selben Jahr verließ auch Salaoras die Bennies. Sein Nachfolger wurde Jules Rozenbergs, der zuvor in den Melbourne-Punk-Bands Kimbo und The Gun Runners gespielt hatte.
Diese Besetzung blieb die nächsten sechs Jahre stabil. Die erste Veröffentlichung war die EP Better Off Dread am 20. April 2013.
Darauf folgte im November das zweite Studioalbum Rainbows in Space.
Es war die erste Veröffentlichung bei Poison City Records, die bis 2017 alle Bennies-Veröffentlichungen herausbrachten.
2014 erschien die zweite EP Heavy Disco.
Zur Promotion trat die Band im Februar 2015 im triple j’s Like a Version-Segment auf.
Sie spielten eine reduzierte Version von "Heavy Disco" sowie ein Cover von TISM’s "(He’ll Never Be An) Ol’ Man River".
Damian Cowell, ehemaliges Mitglied von TISM, genehmigte das Cover und trat 2016 live mit der Band auf.
Die Bennies wiederum wirkten später an Cowells zweitem Studioalbum als Damian Cowell’s Disco Machine mit - Get Yer Dag On! (2017) - und waren auf dem Song "365 Lemmys" neben Henry Wagons zu hören.
2015 erschien die neue Single "Party Machine".
Der Song wurde ihr bislang erfolgreichster und landete auf Platz 88 der Triple J Hottest 100 von 2015.
Er war die Leadsingle des dritten Studioalbums Wisdom Machine, das am 25. März 2016 erschien. Das Album brachte drei weitere Singles hervor - "Legalise (But Don’t Tax)", "Detroit Rock Ciggies" und "Corruption" - für die letzten beiden wurden Musikvideos gedreht.
Ende 2017 erschien die Single "Get High Like an Angel", begleitet von einer Australien-Tour.
Sie war der Opener des vierten Studioalbums Natural Born Chillers, das am 2. Februar 2018 über Pool House Records erschien - die erste Veröffentlichung der Band bei diesem Label.
Im März 2018 wurde bekannt gegeben, dass Bassist, Sänger und Gründungsmitglied Craig Selak nach zwei letzten Festivalshows die Band verlassen würde.
Sein Nachfolger wurde Nick Williams, den die Band Jahre zuvor durch Touren mit seiner Band Foxtrot kennengelernt hatte.
Selak gründete später die Band LOSER zusammen mit dem ehemaligen Frontmann von Apart From This, Tim Maxwell, und dem ehemaligen Schlagzeuger von The Smith Street Band, Chris Cowburn.
Die Band tourte 2018 weiter für Natural Born Chillers und veröffentlichte Musikvideos zu "Dreamkillers" und "Trip Report".
Im Januar 2019 wurde bekannt, dass der langjährige Freund Graham Leach - alias DJ Snes Mega - festes Bandmitglied wird.
Die erste Veröffentlichung als Quintett war die Single "Waiting for Dave" am 11. Januar 2019.
Horgan veröffentlichte im Dezember 2020 sein Debüt-Soloalbum Rudeboy.
Im Juni 2022 gab die Band bekannt, dass Beaumont, Rozenbergs und Williams nach einem Abschlusskonzert im folgenden Monat in Melbourne aussteigen würden.
Horgan und Leach führten den Namen weiter und stellten im November 2022 eine neue Besetzung vor: Gitarrist Ollie Roots, Bassist Nick Thunder und Schlagzeuger Marco Foxlee.
Das erste Konzert mit der neuen Line-up fand im selben Monat im Vinnies Dive Bar an der Gold Coast statt.
Am 24. Februar 2024 unterstützten The Bennies TISM bei einem Geheimkonzert im Pier Bandroom im Melbourner Vorort Frankston.
Eine Woche später erschien die neue Single "Let’s Have a Party".
Das fünfte Album der Band, You Can’t Put Out This Fire, wurde im April 2025 veröffentlicht.
GENRE: BLUES
Miller Anderson ist mit 81 Jahren ein lebendes Stück Rockgeschichte. Seit den 1960er-Jahren prägt er die Szene, spielte mit Ikonen wie Ian Hunter und T.Rex, mit Jon Lord und Deep Purple in der Royal Albert Hall - und stand 1969 mit der Keef Hartley Band auf der Woodstock Bühne. Nach dem Verlust seines Freundes John Mayall 2024 entschied sich Miller gegen den Rückzug von der Bühne. John hatte ihm noch kurz vor seinem Tod gesagt: "Miller, lass uns das, was wir am Besten können, so lange machen, bis wir tot auf der Bühne umfallen." Im März gedenkt Miller mit uns beim Blue Monday der Woodstock Ära, den Songs die er für die Keef Hartley Band geschrieben hat, Neuem, Altem, Klassikern und B-Seiten.
Miller Anderson Band
Seit den wilden 1960er-Jahren ist er ein unverzichtbarer Teil der Rock- und Blues-Szene, ein wahrer Musiker unter Musikern, der mit Ikonen wie Ian Hunter (später Mott the Hoople), Bill Bruford (King Crimson und Yes) und Freddy Fingers Lee die Bühnen Londons unsicher machte, nachdem er 1965 aus einem kleinen Dorf in Renfrewshire nach Süden gezogen war. Seine Karriere liest sich wie ein Who's Who der Rockgeschichte: Als Hauptsongwriter, Gitarrist und Leadsänger der Keef Hartley Band nahm er fünf Alben auf, tourte mit T.Rex, Savoy Brown, Chicken Shack und Mountain, und verbrachte 15 Jahre bei der Spencer Davis Group. Gastauftritte bei Deep Purple - darunter die legendäre Live-Aufnahme in der Royal Albert Hall 1999 - und langjährige Zusammenarbeiten mit Jon Lord im Studio und auf der Bühne bis zu dessen Tod 2012 unterstreichen seinen Status. Kürzlich noch ein Album mit Chris Farlowe, und in den Jahren 2018/2019 tourte er mit Pete Yorks Rock & Blues Circus an der Seite von Zoot Money, Roger Glover und Albie Donnelly. Nicht zu vergessen seine Solowerke wie das folk-rockige "Bright City" von 1971 oder das introspektive "Celtic Moon" von 1998, die ihn als vielseitigen Künstler etablierten.
Doch der wahre Höhepunkt, der Anderson zum Legendenstatus katapultierte, war Woodstock 1969. Als Frontmann der Keef Hartley Band - der ersten britischen Formation, die je auf diesem mythischen Festival spielte - betrat er die Bühne nach John Sebastian und vor der Incredible String Band. Ihr Set eröffnete mit dem instrumentalen "Spanish Fly", das Andersons brillantes Gitarrenspiel und die Band's brassige Energie zur Schau stellte. Leider verweigerte das Management Filmaufnahmen, sodass ihre Performance nicht im ikonischen Dokumentarfilm verewigt wurde - eine Anekdote, die Anderson in Interviews mit einem Hauch von Bedauern erzählt: "Decca/Deram Records hat uns da hingekriegt, und es war unglaublich, aber wir wollten nicht, dass es kommerzialisiert wird."
Dennoch: Rolling Stone lobte ihr "hard and brassy set" als Highlight, und für Anderson war es der Moment, in dem er von kleinen Clubs zu globaler Bühne aufstieg. "Ich höre mir meine Aufnahmen normalerweise nicht an", gesteht er in einem Gespräch mit dem Woodstock Whisperer, "aber live mache ich die Songs immer ein bisschen anders - das hält es frisch."
Die Presse feiert ihn als "Blues Knight" und "einen der besten Gitarristen Europas", dessen ausdrucksstarke, kraftvolle Stimme "seinesgleichen sucht". Ein Review auf DMME.net wundert sich: "Ein Blick auf seine Diskografie lässt einen fragen, warum Miller Anderson ein Musiker unter Musikern ist und nicht der Name, den jeder kennt." Jon Lord nannte ihn einen "wahren Meister", und Ian Hunter, mit dem er in den formativen Jahren spielte, schätzt seine Vielseitigkeit: "Miller hat mit allen gearbeitet, weil er einfach alles kann." Obwohl Auszeichnungen rar sind - Anderson ist mehr der stille Held als der Preisträger - wurde er für seine Beiträge zur britischen Blues-Szene geehrt, etwa durch Features in Magazinen wie International Musician und Anerkennung in der Blues Hall of Fame-Diskussionen. Seine Gastspots auf Alben von Donovan und sogar in Projekten mit Deep Purple-Mitgliedern machen ihn zum unsichtbaren Faden, der die Rockgeschichte webt.
Von 2012 bis Sommer 2015 war er fester Gastgitarrist und Sänger bei der Hamburg Blues Band, doch seit September 2015 tourt er wieder mit seiner eigenen Miller Anderson Band - und die Fans jubeln. "Die Chemie stimmt, es groovt wie verrückt", sagt er, und bezeichnet sie als "die beste Band, die ich je hatte". Eigentlich wollte er sich nach seiner Tour im März 2025 mit 80 in den Ruhestand verabschieden, doch der Tod seines Freundes John Mayall im Juli 2024 änderte alles. Mayall flüsterte ihm kurz davor zu: "Miller, lass uns das, was wir am besten können so lange machen, bis wir tot umfallen!" Also plant Anderson nun kürzere Touren: Keine 10- bis 14-Tage-Marathons mehr, aber gerne Flüge zu Festivals in England oder verlängerte Wochenenden mit 4-6 Gigs.
GENRE: INDIE POP
Durch rosmarin geht verträumter Indie Hand in Hand mit treibenden Funk- und bassigen Techno-Elementen. Mit fünf Bandmitgliedern generiert rosmarin sowohl einen vollen, antreibenden Live-Sound als auch das Synth-Funk-Phänomen, das Indie-Deutschland braucht.
support: Julie (DE)
Rosmarin
Mal mitreißend, mal ganz sanft: Die Indie-Funk Band rosmarin aus Kassel ist auf dem besten Wege, die deutsche Pop-Landschaft zu erobern. Mit ihrer Mischung aus warmen Synths und treibenden Beats schaffen die Jugendfreunde eine Atmosphäre, die gleichzeitig zum Tanzen und Träumen einlädt. Nun kommen rosmarin im Februar und März 2026 auf ihre bisher größte Tour.
Nach einer unglaublich turbulenten Festivalsaison diesen Sommer mit unter anderem Auftritten auf dem DEICHBRAND oder Highfield Festival fehlt von Ermüdung allerdings jede Spur! Im Gegenteil: nach der ausverkauften Heimatshow im Kulturzelt Kassel sagt Sänger Silas "Unsere Musik kommt live noch viel besser rüber als aufgenommen - das spornt uns an. Dafür sind wir im Proberaum auch richtig perfektionistisch und basteln ewig an Details, damit auf der Bühne alles sitzt".
Nicht nur im Proberaum, auch im Studio haben die Fünf harte Arbeit geleistet und an neuen Songs und ihrem Sound getüftelt - etwas erwachsener klingt das Ganze und mit sehr vielen funkigen Einflüssen gespickt. Mit diesen neuen Werken im Gepäck und Bock auf gute Vibes und Disco touren rosmarin somit an 21 Terminen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz!
GENRE: SINGER/SONGWRITER | INDIE FOLK
DEKKER zählt zu den einflussreichsten Stimmen der modernen Indie-Folk Szene: Mit über 194 Millionen Streams und einer wachsenden europäischen Fangemeinde prägt er seit Jahren das Genre mit tiefgründigem Songwriting und emotionaler Direktheit. Sein neues Album Neither Up Nor Down, das im September 2025 erscheint, markiert einen weiteren Meilenstein seiner Karriere und vertieft die Themen Liebe, Verlust und Selbstreflexion auf bislang unvergleichlich persönliche Weise.
Dekker
Der erfolgreiche amerikanische Singer/Songwriter Brookln Dekker stürzt sich tief in sein neues, bisher ambitioniertestes und unmittelbarstes Album: "Neither Up Nor Down", das am 26. September 2025 erscheint.
Aufbauend auf einem bedeutsamen Jahr 2024 mit 70 Millionen Streams und Dutzenden von Konzerten vor einem stetig wachsenden Publikum in ganz Europa hat Dekker (wie er besser bekannt ist) für die 11 Songs umfassende LP eine reiche persönliche Ader erschlossen. "Neither Up Nor Down" trotzt sowohl dem pechschwarzen als auch dem blendenden Licht langjähriger Liebe, des Göttlichen und der Beziehung des menschlichen und tierischen Selbst.
Getragen wird dies von Dekkers bisher kühnstem und reinstem Songwriting – unterstützt von seinem langjährigen Freund und Weggefährten, dem Berliner Schlagzeuger Stefan Wittich, und gemischt/gemastert von Zach Hanson (Bon Iver, The Staves, Low, Waxahatchee).
Mehrere Songs von Neither Up Nor Down wurden bei jüngsten Konzerten unter Dekkers charakteristischem breitkrempigen Hut getestet. "Familiar Beat", eine der bereits veröffentlichten Singles des Albums, fühlt sich mit seinem fröhlichen "Boom Ba/Boom Ba"-Refrain, der zum Mitwippen einlädt, bereits wie ein Dekker-Klassiker an. Die erste Single "Not Feeling Up" ist der melancholischste Spaß, den man in einem dreiminütigen Pop-Muntermacher haben kann. Dekker fordert ironisch: "I'm not feeling up now / Not feeling up now / Can we get down?"
Derweil ist der karge, herzzerreißende Falsett-Zusammenbruch von "Photograph" einer der einfachsten und zugleich erschütterndsten Tracks, die Dekker je gemacht hat; seine schmelzende Mischung aus Liebe und Angst bildet den Kern von "Neither Up Nor Down".
Die zerbrochene Schönheit und Komplexität gelebter Beziehungen wird im Meilenstein des Albums, "The Dove", unerschrocken auseinandergenommen. Dekker singt darin im Duett mit Ruth, seiner Frau seit 22 Jahren und Bandkollegin bei Rue Royale. Die beiden singen: "Sind wir noch verliebt?" Dekker erinnert sich: "Ruth sang mit mir die Refrains von ‚The Dove‘. In diesen Momenten war die Welt in Ordnung."
"Let Me Take You" offenbart eine unbeschwerte, aber entschlossene Absicht: "Ich will unsere zweite Hälfte sehen / Ich will sie mit dir Hand in Hand sehen / Ich will dich zum Lachen bringen / Ich will bis zum Ende bei dir bleiben." Dekker sagt: "Da war eine Verzweiflung, eine Traurigkeit, die ich verarbeiten musste. Die Musik hat mich in den letzten Jahren umgehauen. Sie taucht immer wieder für mich auf; sie zieht mich heraus, holt mich heraus und führt mich auf einen besseren Weg."
Dieses "Auftauchen" führte zu vier Dekker-Alben in nur fünf Jahren, darunter "Neither Up Nor Down" direkt auf "Future Ghosts" (2024), das auf "I Won’t Be Your Foe" (2022) und "Slow Reveal: Chapter One" (2020) folgte.
Der vielseitige Songwriter wuchs im Mittleren Westen der USA auf und zog in Ruths britische Heimat, nachdem das Ehepaar die Indie-Folk-Band Rue Royale gegründet hatte. Das Duo tourte von 2008 bis 2014 ausgiebig durch Europa, bevor es eine Pause einlegte, um eine Familie zu gründen. Dekker nahm 2018 mit dem deutschen Komponisten und alten Freund Lambert "We Share Phenomena" bei BMG auf. Im selben Jahr veröffentlichte die neu formierte Rue Royale "In Parallel", bevor Dekkers Soloreise 2019 ernsthaft begann.
GENRE: HAMBURGER SCHULE | INDIE ROCK
Seit über drei Jahrzehnten prägen Die Sterne mit klugen Texten und tanzbaren Grooves die Hamburger Schule - und bleiben dabei erstaunlich frisch. Mit ihrem neuen Album "Wenn es Liebe ist" zeigen sie einmal mehr, dass Relevanz und Leidenschaft keine Altersfrage sind.
Die Sterne
Viel weiß man noch nicht über das neue Sterne-Album, aber die Kritiker raunen schon: "Wie "Posen", nur nicht so schnell und etwas tiefer gesungen." 30 Jahre nach dem legendären Album von 1996, das unter anderem den Sterne-Klassiker "Was hat dich bloss so ruiniert" hervorgebracht hat, gehen die Sterne erneut auf Tour, um ihr aktuelles Album "Wenn es Liebe ist" auf die Bühne zu bringen. Die Qualität der Songs und vor allem die Live-Qualitäten der Band machen das Jubiläum dabei schnell zu einem Nebenaspekt. "Wie fresh du immer bist, dabei bist du schon Ü40." schreibt etwa Tino Hanekamp zur neuen Single. Alle wittern einen Hit bei "Wenn es Liebe ist." Die Sterne-Fangemeinde freut sich, aber, Hit oder her, irgendwie ist es auch egal. Die Sterne sind auf Tour und wenn Spilker, Valdés, Janzen und Tielsch auf der Bühne stehen, wird hingegangen, fertig. Es gilt, die alten Zeiten ab zu feiern, aber auch die Neuen. Es gilt, bekannte Gesichter wiederzusehen und die frischverliebten Gemeindemitglieder zu begrüßen. Bei diesen Gelegenheiten ist dann auch immer viel Liebe im Spiel. (Willst du mein T-Shirt haben? M passt mir sowieso nicht mehr.) Kleiner Club, große Halle, Arena, Fußballstadion - egal: Hauptsache Sterne.