Mit magischen Kräften hat die Zauberin Alcina eine wüste Insel in ein Elysium verwandelt, auf die sie immer wieder Ritter vom Kriegszug weg lockt. Reihenweise verfallen die edlen Helden ihren Reizen und sind damit ihrem Niedergang geweiht. Denn wird Alcina ihnen überdrüssig, verwandelt sie die einst Begehrten in Tiere, Pflanzen oder sogar Steine. Doch dann begeht Alcina einen folgenschweren Fehler: Sie verliebt sich in den ruhmreichen Ruggiero und auch er ist ihr gänzlich verfallen. Doch seine Verlobte, die Ritterin Bradamante und ihr ebenfalls der Zauberei kundige Erzieher Melisso haben sich aufgemacht, den Verschollenen zu finden. Die Geschehnisse nehmen ihren Lauf... Letztlich kann die Braut Ruggiero aus dem Bann der Magierin befreien. Da Alcina ihn wirklich liebt, schwindet mit seiner Liebe auch ihre Macht und ihre früheren Opfer erhalten ihre wirkliche Gestalt zurück. Die Insel erweist sich als trostloser Ort und Alcina wird zur einsamen, alten Frau, bar allen Zauberglanzes.
Erster Auftritt für Conductor in Residence Stefan Gottfried
Tatjana Gürbaca, die in der vorherigen Spielzeit bereits die "Ring"-Trilogie am Theater an der Wien inszeniert hat, zeichnet sich für die szenische Umsetzung von Georg Friedrich Händels Oper verantwortlich. Die musikalische Leitung obliegt Stefan Gottfried, der mit
Alcina gleichermaßen seinen ersten Auftritt als Conductor in Residence am Opernhaus hat. Publikumsliebling Marlis Petersen singt die Titelpartie und zwei St. Florianer Sängerknaben übernehmen abwechselnd die Rolle des Oberto.