Bild: Live Nation
Ihren Hit "All I Want" kennt man von "Grey's Anatomy" und "13 Reasons Why". Jetzt ziehen die irischen Rocker Kodaline einen Schlussstrich - allerdings beschenken sie uns noch mit einer Abschiedstour und einem allerletzten Album.
Vergleiche mit Coldplay, mit Oasis und sogar U2 mussten sich die damals noch jungen Herren aus Irland bereits früh, zu ihren Anfangen vor mittlerweile fast 20 Jahren, gefallen lassen: Irgendwo zwischen folkigem Alternative und Indiepop sorgen auch sie für elegische Hits, die von Anfang an ins Stadion gepasst hätten. Kein Wunder, dass sie es noch unter dem alten Bandnamen 21 Demands mit ihrem Song “GIve Me A Minute” sogar an die Spitze der Charts schafften - als erste Band überhaupt ohne Plattenvertrag!
Und auch nach der Umbenennung in Kodaline zeigte die Erfolgskurve steil nach oben, ihr erster neuer Song “All I Want” wurde ebenfalls ein Hit und gleich in der Erfolgsserie “Grey's Anatomy” präsentiert. Auf das melancholische Debütalbum “In A Perfect World” mit dem Singlehit “High Hopes” (bekannt aus dem Soundtrack von “Fack ju Göhte” - im Dezember als Musical im Wiener MuseumsQuartier) folgte das poppigere “Coming Up for Air” (2015): Spätestens da wurde aus den Geheimtipp ein Massenphänomen, dem das Kunststück gelang, Radiohörer und Indie-Fans zu vereinen. Auch ihr drittes Album, “Politics Of Living” aus dem Jahre 2018, schaffte diese Grätsche mühelos - dank des geschickten Händchens, den Trademark-Sound weiter zu behalten, aber trotzdem balladesker und elektronischer zu werden. Mitverantwortlich war damals niemand geringerer als Steve Mac, der bereits Künstler wie Ed Sheeran geholfen hat, ihren Sound zu finden. Ein fine-tuneing, das auf ihrem aktuellsten Album “One Day At A Time” (2020) seine Vollendung fand: So und nicht anders klingt die Wohlfühlzone!
Bereits vergangenen Herbst gab es die bittersüße Nachricht, dass zwar noch ein fünftes Album folgen wird - aber damit auch das letzte von Kodaline, die sich dieses Jahr auf “Farewell”-Tour begeben und am 6. Dezember auch in der Raiffeisen Halle im Gasometer gastieren werden. Aber vielleicht soll man tatsächlich aufhören, wenn es am Schönsten ist: Immerhin ist es ihnen gelungen, innert nur weniger Jahre sich von Straßenmusikern in Dublin bis in die größten Hallen und Festivals hochzumusizieren - in Österreich waren sie etwa am poolbar Festival und am FM4 Frequency (2019) zu Gast, sowie mehrfach in ihrer “Stammlocation”, dem Gasometer. Würdig, dass nun auch dort wieder ihr “Farewell” gebührend zelebriert wird!
Und ein Zitat von Sänger Steve Garrigan ist uns vom FM4 Frequency noch bestens in Erinnerung: “Music isn't just music. It's therapy.” Dieser Satz wird uns auch über den Abschied hinaus weiter begleiten!