Anna Mabo, bürgerlich Anna Marboe (* 21. September 1996 in Wien), ist eine österreichische Theaterregisseurin und Musikerin, die mit poetischer Klarheit zwischen Bühne und Musikszene wirkt. Schon früh erlernte sie Klavier, Cello und Gitarre und begann eigene Gedichte und Songs zu schreiben. Von 2015 bis 2019 studierte sie Schauspielregie am Max Reinhard Seminar in Wien und ergänzte ihre Ausbildung durch Theaterwissenschaft und Philosophie in Gießen. Als Regisseurin arbeitete sie unter anderem am Schauspielhaus Wien, am Landestheater Niederösterreich, am Volkstheater sowie am Landestheater Linz und brachte Werke von Hermann Hesse, Teresa Präauer, Felicia Zeller oder Michel Decar auf die Bühne.
Auch als Musikerin hat Anna Mabo seit 2019 ihren Platz gefunden. Bisher veröffentlichte sie drei Alben bei BaderMoldenRecordings, darunter „Danke, gut“, das Themen wie Einsamkeit, Freundschaft und Mut behandelt. Ihre Songs entstehen aus persönlichen Erfahrungen und verbinden klare Beobachtungen mit poetischer Tiefe. Neben der Gitarre begleitet sie sich häufig mit Mundharmonika, manchmal unterstützt von der Band „Die Verzerrten“. Christoph Benkeser beschrieb ihre Musik als „Sammlung an Wienerliedern ohne Wiener – ein Abend beim Heurigen als Vibe, der sich dem Instagram-Blickwinkel verstellt“. Ernst Molden lobte die Direktheit und poetische Vielschichtigkeit ihres Debütalbums.
Auftritte hatte sie unter anderem beim Donauinselfest, beim Popfest Wien – das sie 2023 auch kuratierte – sowie im Radiokulturhaus, Theater am Spittelberg, Wiener Stadtpark, in der Sargfabrik oder auf der Burg Hasegg. Mit ihrem unverwechselbaren Stil, der sich zwischen Wiener Charme, feinsinniger Beobachtung und musikalischer Eigenständigkeit bewegt, hat sich Anna Mabo als eine der spannendsten jungen Stimmen der österreichischen Kulturszene etabliert.