Vom Dorfmädchen zu einem der größten Popstars aller Zeiten: Céline Dion hat nicht nur eine bewegte Geschichte hinter sich, sondern schafft es auch, sich für ihre unzähligen Fans aus aller Welt immer wieder neu zu erfinden.
Vom Kinderstar zum Weltstar
Geboren wird Céline Dion 1968 in einem Dorf in Québec im französischsprachigen Teil Kanadas. Sie ist das 14. und jüngste Kind des Waldarbeiters und späteren Hotelbesitzers Adhémar Dion und seiner Frau Thérèse Tanguay. Céline wächst in einer Familie auf, die zwar nicht viel besitzt, aber viel Wert auf Gemeinschaft und Musik legt. Das prägt das junge Mädchen – und es ist auch ihre Familie, die für ihre Entdeckung mitverantwortlich ist.
Ihre Mutter Thérèse sowie ihr Bruder Jaques komponieren 1980 das Lied "Ce N’Était Qu’Un Rêve", welches Céline Dion im Alter von 13 Jahren einsingt. Als der örtliche Musikmanager René Angélil das Lied hört, ist er so begeistert, dass er für die Produktion eines Albums der jungen Ausnahmekönnerin sogar eine Hypothek auf sein Haus aufnimmt. Die Bekanntschaft zahlt sich für die beiden nicht nur finanziell aus: 1994 heiraten Dion und Angélil und bleiben bis zu seinem Tod 2016 zusammen.
Grand-Prix-Sieg und weltweiter Durchbruch
Besagtes Album hört auf den Namen "La Voix Du Bon Dieu" und führt zu ersten kleineren Erfolgen in Québec und Umgebung. Zu diesem Zeitpunkt singt Céline Dion noch ausschließlich auf Französisch. In Europa gelingt ihr der Durchbruch 1988, als sie mit dem Song "Ne Partez Pas Sans Moi" für die Schweiz den Grand Prix d’Eurovision gewinnt.
Gerade in Frankreich und Kanada kann Céline Dion zu diesem Zeitpunkt zwar bereits auf beachtliche Erfolge und zahlreiche Auszeichnungen zurückblicken, der englischsprachige Markt bleibt ihr allerdings zunächst verschlossen. Sie nimmt daher Englischstunden, steigt mit ihrem ersten englischsprachigen Song "Where Does My Heart Beat Now" auf Platz 4 in den US-Charts ein und erhält für das Album "Unison" sieben Platinauszeichnungen.
Céline Dion und die Filmwelt
Den endgültigen Aufstieg in den Starolymp verdankt sie allerdings ihrem ersten Titelsong für einen Blockbuster. Gemeinsam mit Peabo Bryson intoniert sie "Beauty And The Beast", welches ebenso wie der gleichnamige Disney-Film ein Welterfolg wird. Das Lied beschert Céline Dion auch ihren ersten Grammy. Mit dem dazugehörigen Album, das ihren Namen trägt, feiert sie weltweit Charterfolge.
1994 folgt ihr erster Nummer-1-Hit in den USA mit einer Coverversion von "The Power Of Love". Getoppt werden all ihre bisherigen Erfolge allerdings drei Jahre später: Mit "My Heart Will Go On", dem Titelsong aus "Titanic", macht sich Céline Dion endgültig unsterblich und erhält unter anderem einen weiteren Grammy sowie den Oscar. Auch die folgenden Alben werden große Erfolge.
Shows in Las Vegas und Welttourneen
1999 verkündet Céline Dion eine mehrjährige Auszeit und kehrt erst 2002 auf die Bühne zurück. Nach weiteren erfolgreichen Tourneen nimmt die Sängerin ein Engagement in Las Vegas an. Von 2003 bis 2007 spielt Céline Dion eine Show im Caesars Palace und tritt an fünf Tagen in der Woche auf. Von 2011 bis 2019 folgt eine weitere feste Show.
Tickets für Céline Dions Touren sind bei Fans aus aller Welt weiterhin heiß begehrt. Ihre außergewöhnliche Stimme sowie ihre zahlreichen Hits locken die Menschen zu Tausenden zu ihren Konzerten und machen die Kanadierin zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen aller Zeiten. Dass sie ihre Wurzeln dabei nie vergessen hat, beweist sie 2019, als sie ihre Tour zum Album "Courage" in Québec City startet – dem Ort, wo alles begann.