Die britische Heavy-Metal-Band Iron Maiden ist nicht nur eine feste Größe unter Heavy-Metal-Fans, sondern gehört auch zu den erfolgreichsten Acts im Musikbusiness. Seit 1975 begeistern sie Rockfans, die es härter und schneller mögen. Die Gruppe um das charakteristische Bandmaskottchen "Eddie" zeigt auch nach über 40 Jahren keine Ermüdungserscheinungen. Wer Iron-Maiden-Tickets sucht, sollte jedoch schnell sein: Die Heavy-Metal-Band spielt vor zuverlässig ausverkauften Rängen.
Steiler Karrierestart
Never change a running system: Kaum eine Redewendung trifft besser auf den musikalischen Stil und das Erfolgsrezept von Iron Maiden zu. Gegründet wird die Band am 25. Dezember 1975 vom Bassisten Steve Harris. Die Ur-Besetzung besteht damals noch aus dem Sänger Paul Mario Day, den Gitarristen Dave Sullivan und Terry Rance und Drummer Ron Matthews. Ihre ersten fünf Alben erscheinen im Jahresrhythmus ab 1980.
Ihr Debütalbum "Iron Maiden" mit noch rauem, punkigem Stil schafft es direkt auf Platz 4 der UK-Charts im Jahr 1980. Obwohl Hard Rock und Heavy Metal in den 1980er-Jahren von New Wave und Disco abgelöst werden, bleibt sich die Band jedoch treu und ihre Mitglieder zeigen sich auf jeder Iron-Maiden-Tour mit langen Haaren, Lederkluft und martialischer Performance.
Treu bleibt der Band auch das berühmte Bandmaskottchen "Eddie", das seit dem ersten Album das Cover-Artwork jeder Veröffentlichung ziert und bei keiner Iron-Maiden-Show als Bühnenkulisse fehlen darf. Ein Wendepunkt für die Band ist das Jahr 1982 und das dritte Album "The Number Of The Beast". Bruce Dickinson ersetzt den damaligen Frontmann Paul Di’Anno und gilt mit seiner sowohl kraftvollen Kopf- als auch Bruststimme für Fans als das melodische Herz der Heavy-Metal-Band.
Iron Maiden spielen sich an die Spitze
Mit Dickinson als neuem Sänger und ihrem dritten Album klettert die Band direkt auf Platz 1 der UK-Charts. Mit "The Beast On The Road" treten sie 1982 ihre zweitlängste Welttournee überhaupt an, bestehend aus 188 Shows in 18 Ländern in nur zehn Monaten. Mit den Folgealben "Powerslave" und "Somewhere In Time" können sie an den Erfolg anknüpfen. Weitere Nummer-Eins-Alben und die gigantische "World Slavery Tour" von 1984 bis 1985 zementieren ihren Ruf als wahre Meister des Heavy Metal.
Bruce Dickinson tritt zwischenzeitlich aus der Gruppe aus und wird von 1994 bis 1998 von Blaze Bayley ersetzt. Da Bayley aufgrund seiner Stimmlage jedoch nur wenig Zuspruch von Fans erhält, kehrt Dickinson mit dem Album "Brave New World" im Jahr 2000 schließlich zur Band zurück. Ununterbrochen auf Tour und als Headliner von Rockfestivals wie Rock am Ring und Rock im Park sind Iron Maiden bis heute eine Band, um die niemand herumkommt, der guten Heavy Metal liebt.
Eine Band, die Musikgeschichte schreibt
Obwohl Iron Maiden im Laufe der Zeit mit Keyboards und Synthesizern experimentieren und Progressive-Rock-Elemente integrieren, bleibt ihr markanter Stil über die Jahre unverkennbar. Dazu zählen markante Riffs und verzerrte Powerchords ebenso wie Rhythmik-Wechsel und eingängige Gitarrenfiguren. Auch textlich beziehen sie sich wiederkehrend auf Motive aus der Weltgeschichte, der Literatur und des Kinos.
Übrigens geht der Ursprung des Bandnamens auf das Folterinstrument der Eisernen Jungfrau zurück. Von diesem hörte Bandgründer Harris zum ersten Mal im Film "The Man In The Iron Mask" – einer Geschichte, in der es um den "Sonnenkönig" Ludwig XIV. geht.
Ein nicht ganz unpassender Bezug, denn mit etwa 41 Studio- und Live-Alben, mehreren Platten mit Platinstatus, über 100 Millionen verkauften Tonträgern, zahllosen Grammys und ausverkauften Shows weltweit sind die Heavy-Metal-Titanen ein strahlender und unvergänglicher Stern am Musikhimmel.