Aufgewachsen in einem künstlerischen Umfeld ist Laura Bilgeri schon im Kindesalter vom Rampenlicht fasziniert. Sie begleitet ihren Vater, einen bekannten österreichischen Musiker und Filmemacher, schon früh zu seinen Konzerten und schaut auch ihrer Mutter, einer beliebten österreichischen Schauspielerin, regelmäßig bei den Proben über die Schultern, bevor sie nachts heimlich amerikanische Late-Night-Shows unter der Bettdecke anschaut. Als Ihre Familie sie dann im Alter von 13 Jahren zu einem Barbra Streisand Konzert in Wien mitnimmt und die kleine Laura sich völlig von der Aura der amerikanischen Musik- und Leinwand-Ikone gefangen nehmen lässt, ist es um sie geschehen. Laura ist wie paralysiert von der Präsenz der Diva und diese prägende Erfahrung weckt den Wunsch in Laura eines Tages selbst Musik, Regie & Filme zu machen.
Doch statt vors Mikrophon zieht es sie im Alter von 14 Jahren erst einmal vor die Kamera, als Laura Bilgeri ihr Kinodebüt in der österreichischen Produktion "Der Atem des Himmels" gibt. Nach dem Gymnasium studiert sie in München Gesang, Schauspiel und Tanz, um mit 19 ganz auf sich alleine gestellt nach Hollywood zu ziehen. Nach etlichen Castings, viel Geduld & harter Arbeit lernt Laura sich zu behaupten und ist schon wenig später in ihrer ersten weiblichen Hauptrolle an der Seite von Wesley Snipes zu sehen. Mittlerweile pendelt sie zwischen Österreich, Los Angeles sowie New York und arbeitete mit zahlreichen weltweiten TV- und Filmgrößen wie Star-Regisseur Ridley Scott, William Moseley, Claudia Cardinale und vielen anderen. Das Multitalent zeigte auch in Europäischen Produktionen ihre Variabilität, indem sie in englischer, italienischer und französischer Sprache überzeugte.
Bedingt durch den weltweiten Stillstand im Lockdown und den Streik der amerikanischen Schauspielergewerkschaft, in der Laura Bilgeri ein langjähriges Mitglied ist, hat sie 2020 ihre Liebe zur Musik wieder entdeckt. "Ich liebe es, in fremde Rollen zu schlüpfen!, so Laura über die Schauspielerei. "Dinge tun oder sagen zu können, die ich im richtigen Leben vielleicht nicht machen würde. Meine Musik ist das komplette Gegenteil: In meinen Songs drücke ich aus, was ich denke und fühle. Was mich bewegt und in mir vorgeht. Laura ungefiltert, sozusagen." Eine künstlerische Offenheit, die sie bisher auf einem von legendären Jazz-Diven wie Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan oder Billie Holiday inspirierten Live-Album sowie zwei in Eigenregie veröffentlichten Singles kanalisiert hat, zu denen sie in echter DIY-Manier auch die Videoclips selbst produzierte. "In Amerika lernt man schnell, an sich zu glauben oder man scheitert ganz einfach. Ich liebe Herausforderungen und bin furchtlos, was neue Aufgaben angeht. Ich war schon immer eine Einzelkämpferin und gebe meine Kunst nur ungern aus den Händen. Das Komponieren ist für mich eine emotionale Sache; obwohl ich immer offen für alle Ideen bin, habe ich eine genaue Vorstellung davon, wie ich meine kreative Vision am besten umsetzen kann.
Die 28-Jährige spielt gerne mit Widersprüchen und Gegensätzen. Ob vor der Kamera, in ihren Songs oder im Privatleben. "Schon als kleines Mädchen war ich eher burschikos und galt etwas als Außenseiterin. Statt mit Puppen zu spielen, bin ich auf Bäume geklettert. Bis heute stehe ich auf Fußball, Kickboxen und Horrorfilme. Gleichzeitig schlagen in mir zwei Herzen: Einerseits würde ich mich als alte Seele bezeichnen, die sich bei jazzigen Klängen im schwarzen Hosenanzug sehr wohl fühlt.
Andererseits liebe ich Popmusik, bequeme Sneakers und mein Skater-Cap." Ein Variantenreichtum, der sich auch in Laura Bilgeris markantem Signature-Sound widerspiegelt, in dem sie moderne Beats mit poppigen Melodien sowie eleganten Jazz- Einflüssen und ihrer sofort wiedererkennbaren Stimme zu einem zeitlosen Mix verbindet.