Zum Inhalt:
Thomas Jerome Newton sitzt alleine in seinem Apartment in Manhattan und betäubt sich mit Gin. Er, der vor dreißig Jahren als strahlender Außerirdischer auf die Erde kam, ist längst ein überaus gewöhnlicher Erdbewohner, erblindet und verbittert.
Linderung für diese zeitgenössische Lazarus-Figur versprechen seine Pflegerin, die in ihm Erinnerungen an seine erste Frau auf Erden wachruft, sowie ein Mädchen namens Marley, das nur ihm erscheint und Newton helfen kann, Erlösung zu finden … 18 Bowie-Songs, darunter einige der berühmtesten wie The Man Who Sold The World, Absolute Beginners, Heroes und This Is Not America, fügen sich schwerelos in diese verrätselte Meditation über den Tod als ungelebtes Leben. Ausgangspunkt der Dialoghandlung, verfasst vom irischen Dramatiker Enda Walsh, ist Walter Tevisʼ Science-Fiction-Klassiker The Man Who Fell to Earth – in der Verfilmung von 1976 hatte Bowie selbst die Hauptrolle verkörpert. In der Vorlage will der Mann, der auf die Erde fiel, Wasser für seinen ausgedörrten Planeten beschaffen, verliert jedoch seine Seele an irdische Ablenkungen und büßt seine übersinnlichen Fähigkeiten ein.
Das Musical Lazarus wurde, nach der Aufführungsserie in Manhattan, inzwischen auch mit großem Erfolg am Londoner King’s Cross Theatre gezeigt und heimste zahlreiche Preise ein. Anfang Mai 2018 wird das Werk erstmals in Österreich zu sehen sein, exklusiv im Volkstheater inszeniert von Miloš Lolić.
In der Spielzeit 2018/19 erfolgt die zweite österreichische Inszenierung am Landestheater Linz unter der Regie von Johannes von Matuschka.