Limp Bizkit sind eine US-amerikanische Nu-Metal-Band aus Florida. In den 1990er- und 2000er-Jahren zählen Limp Bizkit zu den erfolgreichsten Bands überhaupt. Bis heute treten sie in ausverkauften Konzerthallen und auf Festivalbühnen auf, wo sie ihre besten Hits aus mehreren Nummer-1-Alben und Songs vom 2021 überraschend erschienenen Comeback-Album spielen.
Limp Bizkit werden 1994 von Sänger Fred Durst und Bassist Sam Rivers in Jacksonville, Florida gegründet. Schnell kann die junge Band erste kleine Gigs in ihrer Heimatstadt ergattern. Nebenbei arbeitet Fred Durst weiterhin als Tätowierer und lernt dabei den Bassisten der Metal-Band Korn, Reginald "Fieldy" Arvizu, kennen.
Korn verhelfen der Band zum Durchbruch
Plötzlich geht alles ganz schnell. Bei einer weiteren Tattoo-Session in Jacksonville überreicht Fred Durst dem Korn-Bassisten ein Demotape von Limp Bizkit. Fieldy übergibt dieses wenig später an Ross Robinson, der neben Korn auch Bands wie die Deftones und Slipknot produziert. Robinson erkennt sofort das Talent der Newcomer-Band und schickt Limp Bizkit auf Tour. Erstmals dürfen Fred Durst und seine Mannen vor einem größeren Live-Publikum spielen und können im Vorprogramm von House Of Pain und Deftones immer mehr Fans für sich gewinnen.
1997 erscheint "Three Dollar Bill Y’All", das Debütalbum von Limp Bizkit. Ab diesem Zeitpunkt hat die Band keine ruhige Minute mehr. Rasant entwickelt sie sich vom Newcomer zu einer festen Instanz der Rap-Metal-Szene. Vor kurzem noch als Support Act unterwegs, verkaufen Limp Bizkit nun massenhaft Tickets für ihre eigenen Konzerte. Nebenher betätigt sich Fred Durst auch als Produzent, besitzt ein eigenes Plattenlabel und dreht die Musikvideos von Limp Bizkit.
Limp Bizkit – der Inbegriff des Nu-Metal
Das mit Spannung erwartete zweite Album "Significant Other" wird im Juni 1999 veröffentlicht und macht die Gruppe endgültig zu Superstars – auch über die amerikanischen Landesgrenzen hinaus. Im Musikvideo zur Singleauskopplung "Nookie", in dem Fred Durst mit seiner berühmten roten Basecap durch den New Yorker Stadteil Queens läuft und schließlich ein Straßenkonzert mit Limp Bizkit spielt, lässt die Band Hunderte Fans mitspielen.
In den späten 1990er- und frühen 2000er-Jahren gibt es zwar viele Nu-Metal-Bands, aber nicht viele, die erfolgreicher sind als Limp Bizkit. Mit ihrem nächsten Album "Chocolate Starfish And The Hotdog Flavored Water" etabliert sich die Band als Chartstürmer und veröffentlicht Hitsingles wie "Rollin’" und das George-Michael-Cover "Faith". Ihr musikalisches Erkennungszeichen: harte Gitarrenriffs, Turntable-Beats und die zwischen Shouting, Rap und Gesang wechselnde Stimme von Fred Durst.
Überraschendes Comeback rund 20 Jahre nach "Chocolate Starfish"
Wes Borland, das kreative Genie der Band, verlässt 2001 überraschend die Gruppe. Ohne den Gitarristen ändert sich die musikalische Ausrichtung von Limp Bizkit, und erst mit Borlands Rückkehr ein paar Jahre später kann die Band an alte Erfolge anknüpfen.
Ab 2009 spielen Limp Bizkit diverse Shows in alter Besetzung. Auch wenn die Nu-Metal-Jugendkultur inzwischen erwachsen geworden ist, findet ihre neue Musik vor allem bei alten Fans großen Anklang.
2020 erlebt der Nu-Metal ein Revival, angetrieben von jüngeren Bands, die mit dem Sound von Korn und Limp Bizkit aufgewachsen sind. Limp Bizkit profitieren von dem Comeback des Nu-Metal und werden 2021 zum Lollapalooza-Festival eingeladen, wo sie ein Greatest-Hits-Set auf der Hauptbühne spielen.
Mit der überraschenden Veröffentlichung von "Still Sucks", ihrem ersten Studioalbum seit über einem Jahrzehnt, erobern sich Limp Bizkit im selben Jahr eine Platzierung in den Top 55 der deutschen Alben-Charts. Wer das Revival des bestimmenden Sounds der 2000er-Jahre feiern will, sollte sich eine Live-Show von Limp Bizkit nicht entgehen lassen!