Omar Apolonio Velasco, besser bekannt als Omar Apollo kommt 1997 in Hobart, im US-Bundesstaat Indiana, als Sohn mexikanischer Einwanderer zur Welt. Dort wächst er mit der Musik Mexikos auf widmet sich dem mexikanisch-folkloristischem Tanz, singt im Kirchenchor und beginnt im Alter von 12 Jahren mit dem Gitarrenspiel, das er bald darauf jedoch erst einmal wieder aufgibt. Mit 17 geht er seinem Wunsch Musik zu machen nach und bildet seine Gesangsstimme mithilfe von YouTube-Tutorials aus. Der Einsatz lohnt sich: Einige Jahre später ist er ein begnadeter Sänger auf Erfolgskurs. Schon seine ersten beiden EPs "Stereo" (2018) und "Friends" (2019) machen ihn zum Liebling der Musikkritiker. Sein Debütalbum "Ivory" mit dem Hit "Evergreen (You Didn’t Deserve Me At All)" bringt ihm 2022 gar eine Grammy-Nominierung als Best New Artist ein. Und seine zahlreichen Fans liegen Omar Apollo ohnehin zu Füßen.
Im Mittleren Westen der USA wird Omar Apolonio Velasco mit diversen Musikstilen groß, die sich alle in seinem heutigen Schaffen widerspiegeln. Zum einen ist da die traditionelle mexikanische Musik aus dem Heimatland seiner Eltern. Zum anderen kommt er mit Genres wie Soul, Funk, Dance-Music und Hip-Hop in Berührung. Seine Einflüsse umfassen eine große Bandbreite unterschiedlicher Künstler, darunter D’Angelo, Elliott Smith, Los Panchos, Cuco Sánchez und Prince, mit dem Omar Apollo mitunter verglichen wird. Als er mit 17 beginnen möchte, selbst Musik zu machen und zu singen, kauft er sich einen Laptop und ein Mikrofon und nutzt die Garage seines Elternhauses für erste Gehversuche als Singer-Songwriter. Anfangs sagt ihm sein Vater noch, dass er nicht singen könne, doch bald muss dieser sein vorschnelles Urteil revidieren. Denn Omar bleibt am Ball – und die hartnäckige Arbeit trägt letztlich Früchte. Und was für welche!
Von "Ugotme" bis zum Debütalbum "Ivory"
Nach anfänglicher Aktivität auf SoundCloud erstellt Omar Apollo ein Artist-Profil bei Spotify. Dort lädt er den Track "Ugotme" hoch, der sich kurz darauf in der "Fresh Finds"-Liste der Plattform wiederfindet und daraufhin rasant wachsende Streamingzahlen verzeichnet. Auf diesem ersten Karrieregrundstein aufbauend, veröffentlicht der ehrgeizige Sänger weitere Singles, etwa "Brakelights" und "Unbothered", bevor mit "Stereo" im Mai 2018 eine erste EP erscheint. Ein knappes Jahr später legt er mit "Friends" nach. Nachdem er in den Staaten bereits reichlich Live-Erfahrungen sammeln konnte, geht er 2019 das erste Mal auf Europa-Tour. 2020 releast Omar Apollo sein Mixtape "Apolonio" mit den Singles "Stayback", "Kamikaze", "Dos Uno Neue (219)" und "Want U Around" (featuring Ruel).
Mit den Singles "Go Away" und "Bad Life" (featuring Kali Uchis) gibt Omar Apollo 2021 einen ersten Vorgeschmack auf sein Debütalbum "Ivory". "Invincible" (featuring Daniel Caesar), "Killing Me" und das von Pharrell Wiliams und Chad Hugo (The Neptunes) produzierte "Tamagotchi" steigern die Vorfreude weiter, bevor "Ivory" im April 2022 schließlich erscheint. Die Kritiker überschlagen sich mit Lob für den aufstrebenden Künstler, der, nebenbei bemerkt, offen queer lebt. Auf "Ivory" gibt Omar Apollo diversen musikalischen Einflüssen und Inspirationen Raum. So ist das Album ein erstaunlich vielseitiges Werk eines deutlich gereiften Singer-Songwriters, der bei all dem Experimentieren mit verschiedenen Musikstilen und dem Wechsel zwischen Englisch und Spanisch dennoch nie den roten Faden verliert.