Das fünfte Album der Shoegaze-Giganten Slowdive vereint die Vertrautheit einer bekannten inneren Sprache mit der Begeisterung für Neuanfänge. "everything is alive" ist ein transportierendes, suchendes und strahlendes Werk, das die unverwechselbare Stimme der Band in die Zukunft richtet. Sechs Jahre nach ihrem bahnbrechenden selbstbetitelten Album finden Slowdive – Rachel Goswell, Neil Halstead, Christian Savill, Nick Chaplin und Simon Scott – immer tiefere Facetten ihres immersiven, elementaren Sounds.
Die Arbeit an "everything is alive" begann mit Halstead als Autor und Produzent, der zu Hause mit modularen Synthesizern experimentierte und das Album zunächst als "minimalistisches elektronisches Werk" konzipierte. Doch die kollektive Entscheidungsfindung der Band führte zurück zu ihren charakteristischen, hallgetränkten Gitarren, wobei das ursprüngliche Konzept subtil in die Kompositionen einfloss. "Die stärksten Stücke entstehen, wenn wir uns alle in der Mitte treffen", sagt Halstead. "Slowdive ist mehr als die Summe seiner Teile", ergänzt Goswell. "Wenn wir fünf zusammenkommen, passiert etwas Unvorhersehbares."
Die Pandemie verzögerte die Studioaufnahmen, aber als sich die Band endlich wieder traf, war die Stimmung ausgelassen. Nach einer mehrjährigen Produktionsphase, die sich über verschiedene Orte erstreckte, wurde das Album schließlich von Shawn Everett gemischt, dessen Arbeit die Dynamik und Vielschichtigkeit der Musik perfekt einfängt.
"everything is alive" ist sowohl den Verstorbenen von Goswell und Scott gewidmet als auch ein emotionaler Ausdruck von Trauer, Dankbarkeit und Hoffnung. Mit Einflüssen von psychedelischen Klanglandschaften, pulsierenden 80er-Jahre-Elektronik-Elementen und John-Cale-inspirierten Reisen steht das Album fest in der Gegenwart und spricht eine junge, wachsende Fangemeinde an. Es verkörpert sowohl introspektive als auch optimistische Elemente und zeigt Slowdive als wahre Meister ihres Genres, die es verstehen, Emotionen und Katharsis mit visionärem Sound zu verbinden.