An der Spitze von Kleinigkeiten wie der Sonne, der menschlichen Existenz und dem Universum steht ein Obelisk namens The Hives - die größte Rockband, die je mit ihrer bloßen Existenz die Erde beehrt hat. Ihr Aussehen lässt alles andere hässlich wirken, ihre Songs machen andere Musik so wichtig wie Abwasser - und nun hat selbst die Unendlichkeit nachgegeben und verkündet öffentlich: The Hives werden die erste Band sein, die durch die himmlischen Tore der ewigen Existenz schreitet. All das wird mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums möglich:
The Hives Forever, Forever The Hives
Die fünfköpfige schwedische Band - Howlin’ Pelle Almqvist (Gesang), Nicholaus Arson (Gitarre), Vigilante Carlstroem (Gitarre), The Johan and Only (Bass) und Chris Dangerous (Schlagzeug) - spielt, als hinge ihr Leben davon ab: mit totaler Kontrolle und gleichzeitigem, hemmungslosem Wahnsinn.
Es ist ein Album, das sich wie ein "Best Of" anhört - nur dass man die Songs vorher noch nie gehört hat.
"Wir wollten ein Hives-Arena-Album machen. Das hatten wir vorher nie versucht. Wir liebten es, mit den Rolling Stones und AC/DC zu touren - dieses überlebensgroße Rock-Blockbuster-Gefühl. Wir dachten: Das versuchen wir auch mal. Zum Glück klingen wir sowieso immer wie The Hives. Warum also nur knapp gewinnen, wenn man gleich zwölf Singles auf ein Album packen kann?"
"Und ich denke, wir haben es geschafft. Ich glaube wirklich, dass wir hier auf dem Höhepunkt unserer Kräfte sind. Wer kann das schon nach über 30 Jahren sagen? Genau. Niemand."
Das Album markiert den nächsten Schritt auf dem Weg von The Hives zur Unsterblichkeit. Sie gehören seit langem zu den originellsten und unwiderstehlichsten Rockbands des 21. Jahrhunderts. Gegründet 1993 als Kinder in einer schwedischen Stahlstadt, öffnete ihr erstes Album Barely Legal (1997) die Tür - und Veni Vidi Vicious, aufgenommen zum Jahrtausendwechsel, überzeugte die Welt davon, dass der Rock gerettet war. Die Band erhielt Platin-Auszeichnungen, begeisterte Fans weltweit, Rolling Stone nannte das Album eines der besten des Jahrzehnts, Pitchfork wählte den Hit "Hate to Say I Told You So" zu einem der Top-Songs der 2000er-Jahre.
In den folgenden Alben - Tyrannosaurus Hives (2004), The Black and White Album (2007) und Lex Hives (2012) - entwickelten sie sich weiter und arbeiteten mit Größen wie Joshua Homme (Queens of the Stone Age) und Pharrell zusammen.
The Hives Forever, Forever The Hives ist das siebte Studioalbum der Band - eine messerscharfe Zusammenfassung ihrer explosiven Rock’n’Roll-Energie. Direkt von der Bühne ging es ins Studio, gemeinsam mit Langzeit-Kollaborateur Pelle Gunnerfeldt (Viagra Boys, Yung Lean), der den Großteil des Albums im legendären Riksmixningsverket-Studio (ehemals Benny von ABBA) aufnahm und produzierte. Als besonderer Gast kam Mike D (Beastie Boys) für magische Momente dazu.
"Normalerweise machen wir ein Album, touren drei Jahre, vergessen, wer wir sind, und machen dann ein neues Album", sagt Pelle. "Diesmal sind wir direkt nach der Tour ins Studio und dann wieder auf Tour - wir sind in der Zone geblieben."
"Pelle war bei fast jeder Hives-Veröffentlichung beteiligt und ist Teil unseres Sounds. Eine Band gut aufzunehmen, bei der alle gleichzeitig spielen, ist eine aussterbende Kunst - wie ein altes Handwerk. Pelle ist der Beste in Schweden, der das noch kann. Und jemand wie Mike D - für Typen wie uns gibt es nichts Cooleres als einen Beastie Boy."
"Ich meine, diese Band schläft, bis wir aufwachen - und dann treten wir Arsch, bis wir wieder einschlafen. Sobald der Song steht - und das ist der schwierige Teil - geht der Rest ganz leicht."
Am Ende haben The Hives ein Album gemacht, das selbst ewig Bestand haben wird.
"Diese Band ist das, was ich mein ganzes Leben gemacht habe", sagt Pelle. "Sie ist in gewisser Weise Familie, in gewisser Weise Freunde, Kollegen - oder auch eine komische Symbiose wie eine Comedy-Truppe. Es ist cool, dass wir nach all der Zeit immer noch Bock haben. Wir haben nie besser geklungen. Das ist es für mich. Wir machen weiter, bis es nicht mehr geht. Das ist unsere klassische Musik - Rockmusik, weißt du. Für immer."