Yeat gehört einer neuen jungen (SoundCloud-)Rapper-Generation an – und ist einer ihrer erfolgreichsten Vertreter. Auch wenn er stellenweise an bekannte Vertreter des Rage-Subgenres, allen voran Playboi Carti, erinnert, macht er doch sein vollkommen eigenes Ding und ist mit niemandem so richtig vergleichbar. Fakt ist: Seit dem Debütalbum "Up 2 Më" (2021), spätestens aber seit dem Nachfolger "2 Alivë" (2022) kommen Angehörige der Rap-Kultur an Yeat nicht vorbei.
Yeat kommt im Jahr 2000 als Noah Olivier Smith in Irvine, Kalifornien zur Welt. Der Vater ist Mexikaner, die Mutter Rumänien. Im Teenageralter zieht die Familie nach Lake Oswego im Bundesstaat Oregon. Über die frühen musikalischen Anfänge als Lil Yeat lässt sich heutzutage im Netz nichts mehr finden. 2018 tritt er erstmals als Yeat in Erscheinung, indem er seinen Track "Br!nk" auf dem YouTube-Channel Elevator online stellt. Eine erste EP kommt 2018 unter dem Titel "Deep Blue Strips" heraus; das Mixtape "Wake Up Call" folgt Anfang 2019. 2021 wirbelt Yeat dann so richtig Staub in der Szene auf mit Tracks wie "Sorry Bout That" oder "Money Twërk" sowie mit dem ersten Album "Up 2 Më". Die darauf enthaltene Single "Gët Busy" geht zusätzlich auf TikTok regelrecht viral – Stichwort: Glocken.
"2 Alivë" entert die US-Charts
2022 legt Yeat mit "2 Alivë" nach. Das Album enthält unter anderem Gastauftritte von Young Thug und Gunna und geht amtlich durch die Decke, inklusive einer Top-10-Platzierung in den US-Billboard-Charts. Die Single "Still Countin" wird von einem Clip begleitet, bei dem Cole Bennett (Lyrical Lemonade) Regie führte, der sich später zum Beispiel auch für das Video zu "Poppin" verantwortlich zeichnet. Der Durchbruch, auf den Yeat so einige Jahre hingearbeitet hat, ist ihm ganz offenkundig gelungen. Sich auf seinem Erfolg auszuruhen, kommt für den Nachwuchsrapper dennoch nicht infrage. So kündigt er im Anschluss an "2 Alivë" gleich die "Y4"-EP für August sowie das vierte Album "Lyfë" für Oktober 2022 an.
Dass Yeat derart gut bei der Zielgruppe ankommt, hat gleich mehrere Gründe. Neben der Musik, die eine seltsame Faszination ausübt, ist es auch seine eigene Sprache mit Begriffen wie "Twizzy" und darüber hinaus sein gesamter Style. Teil dessen ist auch der Tonka-Truck, der in Yeats Lyrics gerne Verwendung findet. Als eine Art Gesamtkunstwerk stellt Yeat eine wirklich außergewöhnliche Erscheinung im aktuellen Rap-Geschehen dar.