Die Annakirche ist eine römisch-katholische Ordenskirche in der Annagasse 3b im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt und zählt zu einer der schönsten Barockkirchen der Stadt. Neben der Kirche befindet sich der St. Annahof (Wien), ein bekanntes Veranstaltungs- und Wohngebäude.
Im Jahre 1415 kaufte die Wienerin Elisabeth Wartenauer das Grundstück, wo kleine Gebäude auf der Kärntner Straße 37 standen. Mit einer Stiftung im Jahre 1418 entstand dort ein Pilgrimhaus und in der Annagasse 3a wurde ein Pilgerspital errichtet. Ein Jahrhundert später wurde in der Annagasse 3b die Annakirche als spätgotische vierjochige Saalkirche mit Strebepfeilern und einem Dachreiter über dem westlichen Giebel errichtet und 1518 eingeweiht.
Die Namen der hier tätigen Künstler überzeugen von der Qualität dieser Kirche: Daniel Gran (1694–1757) schuf die drei Deckenfresken, das Hochaltargemälde und die Fresken in der Franz-Xaver-Kapelle, die dort aufgestellte Anna Selbdritt wird Veit Stoß zugeschrieben, die Seitenaltarbilder stammen vom Wiener Schmidt, Christoph Tausch zeichnet verantwortlich für die Raumgestaltung.
Von 2003 bis 2005 wurde die Annakirche unter der Federführung des Bundesdenkmalamtes Wien renoviert.
Anreise mit öffentlichen Verkehrsmittteln:
U1, U3 bis zur Station "Stephansplatz"
Bus Linie 3A bis zur Station "Albertinaplatz"