Vier Hände, zwei Schwestern: Sie sind das bekannteste Klavierduo der Welt: Katia und Marielle Labèque aus dem französischen Baskenland.
Die Schwestern spielen seit über 30 Jahren zusammen und ergänzen sich perfekt.Die Liebe zu ihrem Instrument haben die Schwestern von ihrer italienischen Mutter, einer Pianistin, in die Wiege gelegt bekommen. Nach ihrem Klavier-Studium entschlossen sie sich, einen gemeinsamen Weg einzuschlagen. Als Klavierduo aufzutreten, ist eine Herausforderung, denn man sieht die Hände des anderen nicht. Deshalb muss ein Duo lernen, gemeinsam zu atmen und den Rhythmus zu spüren.
Das Repertoire für zwei Klaviere und Orchester ist begrenzt. Deshalb haben die Schwestern eine eigene Stiftung gegründet, die die Recherche nach Repertoire fördert. Aber ein Stück begleitet sie bereits seit Beginn ihrer Karriere: Francis Poulencs Doppelkonzert in d-Moll. Der Franzose, der das Konzert 1932 komponiert hat, mixt Einflüsse aus verschiedenen Stilen – vom französischen Varieté bis hin zu fernöstlichen Klängen.
Die Labèque-Schwestern sind auf allen großen Konzertbühnen der Welt zu Hause und traten weltweit mit den bedeutendsten Orchestern und Dirigenten wie Riccardo Chailly, James Conlon, Sir Colin Davis, Charles Dutoit, Jesús López Cobos, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen, Giuseppe Sinopoli, Leonard Slatkin und Michael Tilson Thomas auf.
Katia Labèque spielte darüber hinaus ein Album mit den Jazzmusikern Herbie Hancock, Chick Corea, Gonzalo Rubalcaba und Michel Camilo sowie drei Alben mit ihrem früheren Lebensgefährten John McLaughlin ein und gründete 2001 mit dem Komponisten Dave Maric, dem Schlagzeuger Marque Gilmore und dem Perkussionisten Julio Barreto eine eigene Band, die Katia-Labèque-Band.