Eichendorffs Taugenichts wird zur lebendigen Reise durch die deutsche Romantik: ein junger Träumer zieht mit seiner Geige in die Welt, begegnet Liebe, Versuchung und göttlicher Fügung und findet sein Glück im Unterwegssein. Musikalisch umarmt wird die Erzählung mit großer Musik der deutschen Romantik von Felix Mendelssohn und seiner Schwester Fanny, Wanderermotiven Franz Schuberts, Wiener wie auch italienischer Tanzmusik. Originallieder aus der Novelle unterstreichen das Geschehen. :::EIGENPRODUKTION DES MUSIKSOMMERS BAD SCHALLERBACH:::
Besetzung
Philip Hochmair - Rezitation
Peter Gillmayr - 1. Violine
Kathrin Lenzenweger - 2. Violine
Christoph Lenz - Viola
Judith Bik - Violoncello
Aus der Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" von Joseph von Eichendorff (1788-1856) aus dem Jahre 1826
"Wenn ich ein Taugenichts bin, so ist’s gut, so will ich in die Welt gehen und mein Glück machen"
Ein Müller schickt seinen Sohn, den er einen Taugenichts schimpft, weil dieser ihn die ganze Arbeit allein machen lässt, hinaus in die weite Welt. Fröhlich nimmt der Sohn seine Geige und verlässt sein Dorf, ohne ein klares Ziel vor Augen zu haben.
Der von Fernweh Getriebene gelangt über Wien nach Italien und dann zurück nach Deutschland. Dabei begegnet er wunderlichen Gesinnungsgenossen und seiner großen Liebe.
Das Hauptwerk der deutschen Spätromantik, vor exakt 200 Jahren (1826) erstmals vollständig erschienen, behandelt u.a. den Gegensatz zwischen moralpredigenden Philistern und "faulen" Lebenskünstlern.
War Goethes "Italienische Reise" ein bewusstes Schauen und Sich-Bilden, so handelt es sich bei Eichendorff um ein programmatisches Nicht-Wahrnehmen.
In bewusster Distanz zur protestantischen Vorstellung eines nur im Wort bezeugten Gottes lässt Eichendorff den Helden die Gnade Gottes in Naturerfahrung, Reiseverlauf und biographischer Fügung unmittelbar erfahren, wobei Versuchungsszenen (Verführung, Sinnlichkeit, italienisches Milieu) demonstrativ nicht in Sünde, sondern in unverbrüchlichem Gottvertrauen und sittlicher Integrität enden.
Philipp Hochmair
Philipp Hochmair ist ein österreichischer Film-, Fernseh- und Theaterschauspieler. Er studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien sowie am CNSAD in Paris (1993-1996). Neben seiner filmischen Arbeit ist er vor allem für seine Bühnenarbeit an nationalen und internationalen Theatern bekannt, wo er viele klassische Rollen in einem modernen "postdramatischen" Stil übernommen hat, unter anderem Hamlet, Mephisto (Goethes Faust) und Werther (nach Goethes Briefroman "Die Leiden des jungen Werthers").
Unter seinen vielen Rollen hat Hochmair mit dem Monolog "Jedermann Reloaded" nach Hugo von Hofmannsthals Drama "Jedermann" große Aufmerksamkeit erregt. In dieser One-Man-Show übernimmt er mehr als 20 Rollen, musikalisch unterstützt von seiner Rockband "Die Elektrohand Gottes".
Er hat mit seinen Solo-Projekten ("Jedermann Reloaded", "Schiller Balladen Rave", "Der Hagestolz" u. a.) ein genreübergreifendes Musik-Theater-Format geschaffen, für das er 2024 mit dem Cross Over-Sonderpreis des Österreichischen Musiktheaterpreises gewürdigt wurde.
Sein spontanes Einspringen als Jedermann für den erkrankten Tobias Moretti bei den Salzburger Festspielen 2018 sorgte für Furore. Seit Sommer 2024 ist Philipp Hochmair sehr erfolgreich der neue "Jedermann" bei den Salzburger Festspielen unter der Regie von Robert Carsen. Die Inszenierung feierte internationale Anerkennung. 2025 erhielt die Produktion dafür eine Romy; insgesamt damit die dritte Romy für Philipp Hochmair.
Neben seiner Theaterkarriere verzeichnet er seit 2001 Erfolge im Kino in Oliver Hirschbiegls viel beachtetem Film "Das Experiment" und im Fernsehen mit "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" von Heinrich Breloer. Weitere Engagements im Kino folgten u. a. in "Winterreise" von Hans Steinbichler, "Glück gehabt" von Peter Payer, um nur einige wenige zu nennen.
Für seine sensible und intensive Darstellung der männlichen Hauptrolle in "Kater" von Händl Klaus erhielt er 2017 den Schauspielerpreis auf der Diagonale in Graz. Sein internationales Kinodebüt feierte Hochmair in der Produktion "Candelaria" von J.H. Hinestroza, die 2016 in Kuba entstand.
Aus dem deutschen und österreichischen Fernsehen ist Philipp Hochmair spätestens seit dem großen Erfolg der Serie "Vorstadtweiber" (2015 - 2021) nicht mehr wegzudenken, in der er über sechs Staffeln grandios einen zynischen homosexuellen Politiker verkörperte. In der dritten Staffel der hochgelobten ARD-Serie "Charité" (2021) übernahm er die Rolle des österreichischen Gerichtsmediziners Professor Prokop und bewies hier erneut seine darstellerische Vielfalt.
Sein eigenes Format erhielt er 2018 mit der Krimireihe "Blind ermittelt" mit bislang 15 Filmen, in der er als scharfsinniger, blinder Sonderermittler die Wiener Polizei unterstützt. Für diese Rolle gewann er bereits 2019 den Österreichischen Fernsehpreis ROMY.
Im ZDF-Historienfilm "Die Wannseekonferenz" (2022) brilliert Philipp Hochmair in der Figur des SS-Obergruppenführers Reinhard Heydrich, dem Leiter der Wannseekonferenz. Für seine herausragende schauspielerische Leistung erhielt er im April 2022 seine zweite ROMY in der Kategorie Kino/TV-Film und wurde im April 2023 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.
Im Frühjahr 2023 spielte Hochmair in dem Ehedrama "Kleine Eheverbrechen" an der Seite von Emily Cox für das ZDF-Herzkino die Hauptrolle des Ehemanns Gilles Sobiri.
Neben weiteren Filmprojekten stand Philipp Hochmair 2023 auch für die dystopische Sky-Serie "Helgoland 513" unter der Regie von Robert Schwentke vor der Kamera, die von der UFA unter anderem in Hamburg, auf Sylt und Amrum produziert wurde.
Ein weiteres außergewöhnliches Projekt war die Dokumentation "Der Soldat Monika", die in Österreich produziert wurde. Der Film zeigt den Werdegang einer transsexuellen Elite-Soldatin mit streitbarem Geist als szenisches Wechselspiel zwischen der realen Monika Donner und Hochmair, der als Schauspieler den Wandel vom Mann zur Frau darstellt.
Im selben Jahr erfolgten die Dreharbeiten zum Start der neuen österreichischen Fernsehreihe "Der Geier". Hier löst Hochmair in der Hauptrolle als erfolgreicher Pop-Musiker mysteriöse Kriminalfälle, die in Beziehung zu seinem früheren Leben als Kommissar stehen. In diesem hatte er im Zeugenschutzprogramm neue Identitäten erschaffen. Im Frühjahr 2026 wurde die dritte und vierte Folge unter anderem wieder im Gasteiner Tal gedreht.
2024 setzte er seine internationale Filmkarriere mit der französischen Serie "Deep" fort, in der er einen deutschen Nazi-General im Frankreich des Zweiten Weltkrieges spielt. Die Dreharbeiten unter der Regie von Aurélien Molas für die fiktive Action- und Abenteuerserie in s/w erfolgten auf Französisch.
Im Frühjahr 2025 fanden die Dreharbeiten zur Serie "Mozart/Mozart" in Riga statt. Hier verkörpert Hochmair Kaiser Joseph II. Ab Mai entstand in der Nähe von Wien die TV-Komödie "Die letzte Walküre" mit Maria Furtwängler und Adele Neuhauser. In diesem Film übernimmt Hochmair die Rolle eines skrupellosen Bauunternehmers. Im selben Jahr erfolgten die Dreharbeiten für die ORF-Doku "Wien bei Nacht: Das neue Leben nach 1945". In dieser Doku erkundet Hochmair mit der Kabarettistin Malarina die nächtliche Stadt.
Am 16. Juli 2025 erschien seine außergewöhnliche Biografie "Hochmair, wo bist du?", die er zusammen mit der Autorin Katharina von der Leyen verfasst hat.
Hochmair spricht vier Sprachen: Er hat auf der Bühne und auf der Leinwand in Deutsch, Französisch, Englisch und Spanisch gespielt.
Streichquartett Sonare
Als klassisches Streichquartett bespielt man den gesamten deutschsprachigen Raum und begeistert mit hochinteressanten musikalisch-literarischen Programmen in namhaften Konzerthäusern.