Sadeh21
Zart und explosiv zugleich: Ohad Naharin fordert seine Tänzer:innen heraus, mit extremen Bewegungen die Komplexität menschlicher Emotionen zu erfassen.
In Sadeh21 verwandeln die Tänzer:innen der Batsheva Dance Company ihre Bewegungen in einen überwältigenden Fluss aus getanzten Bildern. Der Titel bedeutet auf Hebräisch „Feld“ – im Sinne einer offenen, zunächst leeren Fläche, die von den Tänzer:innen durch Körper, Raum und Bewegung immer wieder neu beschrieben wird. Aus diesem Feld heraus entwickelt Ohad Naharin eine Choreografie, die die Dynamik von Soli, Duetten und Gruppenchoreografien erkundet, in der sich klare Linien und Formationen ständig in überraschende, natürliche Unordnung auflösen. Die Körper der 18 Tänzer:innen durchdringen die Luft, messerscharf und zugleich fragil, während sie sich an die äußersten Grenzen der Beweglichkeit wagen. Unterlegt mit der Musik von Brian Eno und David Darling entfaltet sich eine ebenso sensible wie aufregende, bisweilen humorvolle Darstellung menschlicher Komplexität, in der Risiko, Veränderung und die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt stehen.
Ohad Naharin, Hauschoreograf der Batsheva Dance Company, zählt zu den prägendsten Choreograf:innen unserer Zeit. Mit der Bewegungssprache Gaga hat er eine Tanzsprache entwickelt, die weit über die zeitgenössische Szene hinauswirkt und deren Einfluss bis in die Popkultur reicht.
Sadeh21 entstand im Auftrag des Israel Festivals in Jerusalem und des Luminato – Toronto Festival of Arts & Creativity und wurde von der Batsheva Dance Company produziert, mit großzügiger Unterstützung des Michael-Sela-Fonds zur Förderung junger Künstler:innen.