Vor 10 Jahren ließen Anabela und Jorge ihre sicheren Jobs zurück und erkunden seitdem die Welt auf ihrem Motorrad. Ihre Neugierde für verschiedene Kulturen und ihre Leidenschaft für Fotografie und Geschichtenerzählen haben sie zu ihrem Beruf gemacht. Mitreißend erzählen sie von den kirgisischen Nomaden, den blutigen Hindu-Festen in Malaysia, den Indigenen aus Brasilien, aber auch von der nackten Angst, als sie in Chile bei einem 8,2-Erdbeben wegen Tsunami-Alarm wortwörtlich um ihr Leben laufen.
Doch alles beginnt schon viel früher. Als Jorge 8 Jahre alt war, erleidet sein Vater einen schweren Arbeitsunfall. Von einer Sekunde auf die andere ändert sich das Leben der Familie grundlegend. Mit 37 Jahren erwacht sein Vater nach über 2 Monaten Intensivstation als doppelt Beinamputierter. Der junge Jorge erlebte, wie brutal das Schicksal sein kann und wie wertvoll und fragil die Zeit ist, die wir haben. Ein Grund warum Jorge und Anabela vor 10 Jahren beschließen ihren gemeinsamen Träumen freie Fahrt zu lassen.
Angst, Zeit und Freiheit sind Themen, mit denen sie sich immer wieder beschäftigen und über die sie anhand faszinierender Begegnungen mit Menschen und Kulturen aus aller Welt neue Perspektiven gewinnen.
In Argentinien werfen sie ihren ursprünglichen Plan, den ganzen südamerikanischen Kontinent zu bereisen, über Bord und entscheiden, sich Zeit zu nehmen und sich von den Menschen und Momenten mitreißen zu lassen. Ihr Leben und ihre Reisen sind seitdem nicht mehr dieselben!