Kanada und Alaska zählen auch heute noch zu den letzten großen Wildnisgebieten auf unserem Planeten. Sie ziehen seit je her Naturfreunde und Abenteurer in ihren Bann. Denn dort ist Stille hörbar, dort scheint die Natur von Menschenhand noch unberührt, dort ist jeder Tag eine Wundertüte, deren Inhalt man morgens noch nicht kennt. Und man ist nicht das Ende der Nahrungskette – spätestens bei der ersten Bärenbegegnung ohne Zaun dazwischen wird einem das klar.
Der Fotograf und Filmemacher Walter Steinberg und seine Frau, die Biologin Siglinde Fischer, sind den ungezähmten Flüssen und den schier endlosen Wäldern der amerikanischen Arktis mit ihrer vielseitigen Natur seit langem verfallen: Vierzehn Reisen unternahmen die beiden mittlerweile in die Arktis Nordamerikas, während derer sie knapp zwei Jahre in Kanada und Alaska verbrachten – zumeist den Flüssen per Kajak folgend, denn Straßen gibt es kaum.
Mehr als 17.000 Kilometer im Kanu haben das Leben der beiden Abenteurer nachhaltig geprägt. Mit ihrer Art zu Reisen, by fair means – also ohne motorische Unterstützung und ohne begleitendes Kamerateam, sind sie immer ganz nah dran an der Natur und an den wenigen Menschen, die draußen in der Wildnis leben.