Seit seiner Gründung 2013 versteht sich das diverCITYLAB als kulturpolitische Intervention mit dem Ziel, die Privilegien und Exklusionsmechanismen in der österreichischen Kunstwelt offenzulegen und zu verändern.
"Frei von Bleichmitteln und optischen Aufhellern bündeln wir ein letztes Mal unsere Manipulationskraft. Links gewaschen, falsch coloriert und einmal durch den Dreck gezogen beschließen wir nach 13 Jahren diverCITYLAB - THEATER-, FILM- und PERFORMANCElabor die Epoche des postmigrantischen Theaters in Wien. Wenn selbst die großen deutschsprachigen Bühnen und renommierten Schauspielausbildungen erkennen, dass Performance nicht das Gegenteil von Schauspiel ist und Diversität die Norm, dürfen wir unsere Nicht-Mehr-Existenz in ein Festival transformieren: Wir wollen die gelebte Realität in den Darstellenden Künsten an die Lebensrealität der in Wien aufhältigen Menschen anpassen. Dazu haben wir uns ein gutes Jahrzehnt als postmigrantische Schauspielschule, Kunstvermittlung und Produktionsfirma getarnt. Wir suchen nach einem politischen Theater, das nicht propagandistisch denkt und nach einem zeitgenössischen Ort der Selbstreflexion, der stets offen für gesellschaftliche Veränderungen bleibt."