Sechs Widerstandsgeschichten von Geistlichen oder bekennenden Katholiken in und um St. Veit an der Glan recherchierte Autor Philipp Novak. In seiner Lesung stehen Pfarrer wie Anton Koperek und Rudolf Frank im Mittelpunkt: Beide haben engen Bezug zur Herzogstadt, beide verloren – aus unterschiedlichen Gründen – ihr Leben.
Überleben konnte Ferdinand Frodl, zuletzt Rektor des Priesterseminars St. Georgen am Längsee. Frodl war mit dem Kraigerberger Lehrer Franz Bernthaler in der Widerstandsgruppe des Pfarrers Anton Granig aktiv. Während Frodl mit Geschick und Glück überlebte, bezahlten Bernthaler und Granig ihre katholische, antifaschistische Haltung mit dem Leben – beide wurden kurz vor Kriegsende hingerichtet.
Beleuchtet werden auch die Lebensverläufe des fehlgeleiteten Mönchs Switbert Lobisser (mit starken Verbindungen nach St. Veit) und des evangelischen Pfarrers und Lyrikers Gerhard Glawischnig. Lobisser galt als Maler und Holzschneider der NS-Gedankenwelt, Glawischnig war hin- und hergerissen zwischen Sozialdemokratie und dem völkischen Turnverein. Lobisser starb im Krieg, Glawischnig wurde mit „Is schon still uman See“ zum Schöpfer von Kärntens heimlicher Landeshymne.
Novak liest auch von Maria Stromberger: Das Mädchen aus dem Wohlschartwald wurde zum „Engel von Auschwitz“. Ihr Weg kreuzte sich im Gaukrankenhaus Klagenfurt mit jenem der Ottilie Schellander, vermutlich Österreichs größter Massenmörderin – einer St. Veiterin.