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Konzerte

Avatar bringen ihre Horrorshow zurück nach Österreich

26.05.2026 von Stefan Baumgartner

Bei uns waren Avatar im Vorprogramm von Iron Maiden, dann mit den Teufelshexen von Witch Club Satan zu sehen, international auch im Vorprogramm von Metallica: Nun bringen Avatar ihre Horrorshow nicht nur aufs Donauinselfest, sondern auch nach Innsbruck und Linz!

Aktuell floriert die Karriere der schwedischen Heavy Metaller Avatar: Vergangenen Sommer wurden sie auch bei uns im Wiener Ernst-Happel-Stadion im Vorprogramm von Iron Maiden umjubelt, zu Jahresanfang waren sie dann in der Raiffeisen Halle im Gasometer zu erleben, als Anheizer fungierten da Witch Club Satan, die gerade erst am Heldinnenplatz bei den Wiener Festwochen gemeinsam mit unter anderem Cari Cari, Nenda und Patti Smith spielten. Dazwischen gab es nicht nur Gastspiele mit Metallica, sondern auch ihr aktuelles Album, das ziemlich gruselig mit “Don't Go In The Forest” betitelt ist.

“Solche Riesenshows wie vor Metallica und Iron Maiden sind auch für uns speziell”, plaudert Frontmann Johannes Eckerström da aus dem Nähkästchen mit der Kronen Zeitung. “Wir müssen den Leuten jeden Abend aufs Neue beweisen, warum wir da sind und das machen dürfen.” Denn gerade bei so Giganten muss man erst einmal ein Händchen dafür haben, nicht gleich ausgebuht zu werden. Doch Avatar gelang es da bereits von der ersten Note an, selbst die ältesten Kuttenträger in den Bann zu ziehen!

Kein Wunder, nach zehn Alben ist die Leidenschaft ungebrochen, wie man auch auf “Don't Go In The Forest” hört: Avatar haben sich über all die Jahre hinweg immer wieder neu erfunden, sind sich dabei aber stets treu geblieben - das liegt vor allem daran, da Johannes Eckerström nicht nur die Beatles und Queen, die sich auch immer wieder neuerfunden haben, als Vorbilder nennt, sondern etwa auch Black Sabbath. Ihr Erfolgsprinzip: Riff an Riff reihen, bis der richtige Groove da ist - so wie bei Sabbaths “Iron Man”. “Ein Song sollte Bilder im Kopf evozieren, die Fantasie anregen. Es sollte immer ein kleiner Film im Gehirn ablaufen. Ja, wir haben auch ein paar Balladen, aber Avatar erzeugen eine bestimmte Art von Heavy Metal. Manchmal geht es mehr in Richtung Industrial, dann mehr in Richtung Death Metal. Manchmal wird es melodischer, dann gibt es wieder mehr Rock’n’Roll. Unter dem großen Regenschirm Heavy Metal hat so vieles Platz.”

Dem Titel entsprechend ist “Don't Go In The Forest” ziemlich düster geraten, hat Johannes Eckerström die Motive für die Songs aus seinen Träumen gezogen, die Träume dadurch aufgearbeitet - nicht unähnlich zu Stephen King, dessen Romane auch seinen Traumwelten entspringen. “Vermehrt dem Unterbewusstsein zu trauen und vielleicht vermeintlich verbotene Gedanken zuzulassen hat das Album sicher dunkler gefärbt.” Allerdings ist der Titel nicht nur als Warnung zu verstehen, sondern auch als Hürde, über die es sich zu springen lohnt: “Was ist alles kaputt im Wald deiner Seele, weswegen du lieber nicht hingehen solltest? Der springende Punkt ist, dass man es eben doch tut. Man sollte auch nicht die verbotene Frucht im Paradies essen, aber dann kommt diese listige Schlange und sagt dir das Gegenteil.”

Doch nicht nur musikalisch sind Avatar beeindruckend - auch optisch: Dafür zieht Johannes Eckerström nicht nur seine Liebe zu etwa KISS und Iron Maiden, sondern auch zu Alice Cooper (der uns auch mit den Hollywood Vampires besucht) und Black-Metal-Bands wie Behemoth zu Rate und versucht, ihren authentischen Stil in die Theaterwelt von Avatar zu übersetzen - denn “Musik muss man nicht nur hören, man muss sie auch sehen, riechen und schmecken.”

Umso toller, dass Avatar nun nicht nur am 3. Juli erneut in Wien, beim Donauinselfest (!), zu erleben sind, sondern nach ihren drei Wien-Gastspielen in so kurzer Zeit dann im Winter gemeinsam mit Neckbreakker auch die Bundesländer, nämlich Tirol und Oberösterreich, besuchen - hat doch zumindest Johannes Eckerström eine große Österreichliebe: “Als Kind habe ich mit meiner Familie Campingurlaub in Zell am See gemacht.” Und Wälder, in die man nicht oder schon reingehen sollte, hat Österreich ja von Nord bis Süd, von West bis Ost zu bieten …


Live-Termine


Avatar - "Don't Go In The Forest"

08. Dezember 2026 | Innsbruck, Music Hall
09. Dezember 2026 | Linz, Posthof


Infos auf dem Stand vom 26.05.2026  

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