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Sport

ÖFB: Mit Austropop zum EM-Titel

30.04.2024 von Robert Fröwein

Egal ob Europameister oder nicht – die Herzen der Fans hat das österreichische Nationalteam schon vor der EM gewonnen. Zwar schlagen die Herzen der Spieler nicht immer im perfekten Rhythmus, aber die richtige Musik gehört zu den wichtigsten Komponenten für Vor- und Nachbereitung eines Spiels.

Rot-Weiß-Österreich – das lange Warten hat bald ein Ende und das Fußballfieber steigt mit den Temperaturen. Bei der EM 2024 in Deutschland soll Österreich mehr als nur mitspielen. Verantwortlich dafür ist allerdings ein Deutscher: Teamchef Ralf Rangnick entfachte eine ungemeine Euphorie, die nicht zuletzt dank großartiger Spiele gegen schier übermächtig scheinende Gegner (Deutschland, Italien) und einer astreinen EM-Qualifikation befeuert wurde. Zum (hoffentlich) großen Erfolg gehört auch der richtige Sound. Die ÖFB-Teamspieler Christoph Baumgartner, Xaver Schlager und Konrad Laimer verraten näheres.

Welche Musik läuft bei euch in der Kabine, bevor ein wichtiges Spiel startet?

Christoph Baumgartner: Das ist ganz unterschiedlich. Wichtig ist, dass es laut ist und motiviert (lacht). Von Deutsch-Rap über R&B bis Hip-Hop ist wirklich alles dabei.
Konrad Laimer: Es kommt immer darauf an, wer gerade die Anlage bedient. Ich bin auf jeden Fall nicht der DJ.
Xaver Schlager: Ich höre meine eigene Musik mit Kopfhören, meistens läuft Hip-Hop.

Unterscheidet sich die Musik nach dem Spiel in der Kabine vom Ergebnis? Und wenn ja, was wird nach Sieg, Unentschieden und Niederlage aufgelegt?

Christoph Baumgartner: Das Ergebnis bestimmt immer, was nach dem Spiel in der Kabine läuft. Nach Niederlagen gibt es eigentlich nie Musik, da ist keiner in der Stimmung zu feiern. Wenn es positiv ausgeht, läuft Musik, die gute Laune macht und zum Mitsingen einlädt.
Xaver Schlager: Bei einem großen Sieg des Nationalteams singen wir im Bus gemeinsam österreichische Lieder.

Was war euer erstes Live-Konzert?

Christoph Baumgartner: Mein erstes war zu meiner Zeit in Hoffenheim RAF Camora in Mannheim, da war ich gemeinsam mit Flo Grillitsch, Stefan Posch und Robert Zulj. Aber ich bin kein großer Konzertgeher.
Xaver Schlager: Ich war bei Xavier Naidoo in Salzburg.
Konrad Laimer: Bei mir war es Ed Sheeran in Berlin – einfach mega! Ich nehme mir vor, öfter zu Konzerten zu gehen, aber das ist nicht so leicht.

Hört ihr Musik auf Vinyl, CD, per Streaming oder im Radio?

Christoph Baumgartner: Am öftesten höre ich Musik über Spotify, manchmal auch im Radio.
Xaver Schlager: Meistens per Streaming, da habe ich meine eigenen Playlists.
Konrad Laimer: Da muss ich definitiv Spotify sagen, das läuft dauernd übers Handy. Musik muss überall dabei sein. Manchmal höre ich auch Radio.

Was ist euer „Guilty Pleasure“?

Christoph Baumgartner: Guilty Pleasures habe ich nicht wirklich, ich stehe zu allem was ich höre (lacht). Da ist nichts dabei, wofür ich mich schämen würde. Es ist wirklich breit gefächert, viel österreichische Musik und Deutsch-Rap, die Charts: alles was so angesagt ist.
Xaver Schlager: Musik ist mir nicht peinlich, es gibt solche und solche Lieder. Ich höre auch gerne mal Schlager, was bei mir ja auf der Hand liegt.
Konrad Laimer: Ich bin sehr vielseitig und höre alles. In guten Momenten kann das auch Austropop sein. Mich kannst du eigentliuch überall abholen.

Wie unterscheidet sich die Musik in der Kabine des Nationalteams von jener bei euren Vereinen?

Christoph Baumgartner: Sie ist eigentlich sehr ähnlich, weil es ja ungefähr dieselbe Altersgruppe ist. Unterschiede gibt es nach den Spielen. Nach Siegen mit Leipzig läuft natürlich kein Austropop wie beim Nationalteam.
Xaver Schlager: Die unterscheidet sich nicht groß. Überall steht der Hip-Hop im Fokus.
Konrad Laimer: Auch bei uns ist das sehr ähnlich, aber natürlich gibt es bei den Bayern auch keinen Austropop.

Werdet ihr euch bei der EM speziell mit österreichischen Liedern auf die Spiele einstimmen?

Christoph Baumgartner: Das haben wir schon in der Quali gemacht! Es gibt wirklich coole Austropop-Songs, wie „I Am From Austria“: Der vielleicht beste Song, auf den ganz Österreich stolz ist. Oder „Strada del Sole“. Es hat sich bei uns eingebürgert, dass wir das Lied gemeinsam in der Kabine oder im Bus am Weg zurück ins Hotel singen.

Wer ist euer Lieblingskünstler aus Österreich und welche Nummer darf auf keinen Fall fehlen?

Christoph Baumgartner: RAF Camora finde ich richtig gut, deshalb war ich schon bei einem seiner Konzerte. Ansonsten noch Rainhard Fendrich, dessen Songs nie fehlen dürfen.
Xaver Schlager: Ganz schwierige Frage. Die meisten Lieder habe ich sicher von Falco gehört.
Konrad Laimer: Ich höre alles quer durch den Gemüsegarten – zum Beispiel Pizzera und Jaus oder Folkshilfe und AUT OF ORDA.

Mit welchem Künstler würdet ihr gerne einmal für 24 Stunden die Identität tauschen und warum?

Christoph Baumgartner: Ich würde mal gerne mit Justin Bieber tauschen. Ich glaube, dass so ein Leben als absoluter Superstar nicht immer einfach ist, weil du dich nie frei bewegen kannst.
Xaver Schlager: Ich wäre gerne für 24 Stunden David Guetta. Wenn der in einem Club in Ibiza auflegt, kann das richtig cool sein – aber auch richtig anstrengend. Da kann man miterleben, wie hart das Business ist.
Konrad Laimer: Ich würde wahrscheinlich Ed Sheeran nehmen.

Seid ihr schon einmal für einen bestimmten Künstler für ein Konzert weit gereist?

Xaver Schlager: Eigentlich nicht. Das Problem ist, dass ich meistens keine Zeit für Konzerte habe, sonst würde ich gerne öfter gehen. Es gibt auf meiner Liste viele, die ich gerne noch live erleben würde. Ed Sheeran, Elton John oder Phil Collins – leider hat es sich bislang nicht ergeben.
Konrad Laimer: Ich habe mir Coldplay in London angesehen. Das war grandios und im Sommer kommen sie endlich wieder nach Wien.

Die Torhymne vom ÖFB ist „Maria“ von Scooter. Findet ihr sie passend?

Xaver Schlager: Je öfter diese Hymne erklingt, desto besser! Ich finde sie ganz cool, man kann sehr gut dazu feiern.
Konrad Laimer: Ich glaube, die hören wir heuer noch sehr oft …

Die offizielle ÖFB-Hymne ist „Hoch gwimmas (n)imma“ von der Supergroup AUT OF ORDA. Was hält ihr vom Lied? [zu den Live-Terminen von AUT OF ORDA geht es hier]

Xaver Schlager: Es ist ein gelungener Hit, den wir hoffentlich noch öfter hören werden. Er versprüht immens gute Laune. Die Band hat ihn uns auch live vorgespielt und das super hinbekommen.
Konrad Laimer: Die haben das richtig gut gemacht, absolut stimmig. Es ist ein richtiger Ohrwurm.

ÖFB: die Spiele

Tickets für die ÖFB-Spiele gibt es bei oeticket: Das nächste Match findet gegen Serbien am 4. Juni im Ernst-Happel-Stadion statt.

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