Bild: Rian
Die Fußball-WM läuft bereits, morgen kickt erstmals unsere Nationalmannschaft - gegen Jordanien. Anlass genug, dass Rian Arnautovic, Alaba und die anderen Nationalteam-Kicker mit seiner neuen Single “Fußballparty” ordentlich anfeuert.
Die Fußball-WM läuft trotz aller Widrigkeiten bereits auf Hochturen, und ab morgen steht auch die österreichische Nationalmannschaft endlich am Platz: Da wird gegen die WM-Debütanten Jordanien gekickt, bevor am Montag das Match gegen die Titelverteidiger Argentinien und am folgenden Sonntag das bristante Wiedersehen mit Algerien folgt.
Am Platz steht hingegen schon der Hobbykicker und Profimusiker Rian, der nun aus seiner Hitsingle “Hausparty” kurzerhand und dem Anlass gemäß eine “Fußballparty” gemacht hat - und damit nicht nur mühelos den offiziellen ÖFB-Song von FRÖNK ("Wödmasta") ins Aus kickt, sondern auch mindestens ein Unentschieden gegen Paul Pizzeras WM-Hymne für den ÖFB, “Stripes and Stars”, erreicht.
“Rian ist jetzt auch im Kader, weil der Baumi fehlt”, heißt es da etwa: Der 26-Jährige Christoph Baumgartner hat sich bekanntlich beim Aufwärmen vor dem Länderspiel gegen Tunesien eine Verletzung der Muskulatur im rechten Oberschenkel zugezogen, demnach ist ein Einsatz bei der Weltmeisterschaft nicht möglich. Aber auch die anderen Spieler - und natürlich Rangnick selbst - werden gedroppt, wenn Rian in seiner Single zur “Fußballparty” lädt und die Kicker den elterlichen Garten kurzerhand belegen: Da verwechselt der Sabitzer das Fenster schon einmal mit dem Tor …
Eigentlich hätte Rian bei der diesjährigen WM trotz seiner privaten Fußbballleidenschaft gar nicht mitmischen wollen, aber die Nachfrage seiner Fanbubble war ausreichend groß: Zurecht, denn wie auch schon das Original ist ihm mit seiner “Fußballparty” eine unglaublich catchy WM-Hymne gelungen, die im Gegensatz zu Paul Pizzeras Song sogar ohne brisante Vergleiche auskommt! Denn dort heißt es ja bekanntlich unter anderem “You may have Riley Reid, we've got Romano Schmid” - und Riley Reid, das ist immerhin einer der bekanntesten Pornostars Amerikas …
Dabei ist dies nicht die erste Zusammenarbeit von Paul Pizzera und dem ÖFB: Bei der EURO 2024 hatte ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick von AUT of ORDA, dem Bandprojekt von (damals noch) Christopher Seiler, mittlerweile nur mehr Paul Pizzera und Daniel Fellner, die selbstironische “Hoch gwimmas (n)imma”-Hymne auf den Leib schneidern lassen.
Doch Rian ist nicht der einzige “inoffizielle” WM-Teilnehmer: Bereits Ende April meldete sich Thorsteinn Einarsson mit “ALLEZ”, einem Song über Motivation und Zusammenhalt - nicht nur am Platz wichtig. Denn Einarsson nimmt darin nicht explizit auf die WM Bezug, sondern richtet sich inhaltlich vielmehr an Beziehungen und Freundschaften, die gerade schwierige Phasen durchmachen, setzt dabei bewusst auf Zusammenhalt statt auf Resignation.
Aber Einarsson selbst ist bekennender Fußballfan: Als großer Anhänger des FC Liverpool trägt er sogar ein Tattoo des “You'll Never walk Alone”-Mottos auf dem Arm. Eine besondere Nähe hat er aber auch zur österreichischen Nationalmannschaft, die er immer wieder in höchsten Tönen wie auch die Arbeit von Teamchef Ralf Rangnick lobt. Übrigens: Für März 2027 kündigt er damit auch sein neues Studialbum “Solstice” an!
Aber natürlich wird die diesjährige Fußball-WM nicht nur national auch im Äther gefeiert: Der offizielle WM-Song heißt “Dai Dai” und kommt von Shakira und Burna Boy - und ist eine Botschaft über Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und den Glauben an sich selbst, etwas, das nicht nur die Spieler am Platz, sondern jeder von uns im Leben ganz gut gebrauchen kann. Für Shakira ist das nicht die erste Begegnung mit der WM: Ihr “Waka Waka (This Time for Africa)” aus dem Jahre 2010 ist der erfolgreichste offizielle WM-Song aller Zeiten, noch vor Ricky Martin ("La Copa de la Vida", 1998), Gianna Nannini & Edoardo Bennato ("Un' estate italiana", 1990), K'naan ("Wavin' Flag", 2010) und Pitbull mit Jennifer Lopez ("We Are One", 2014).
Aber auch ein weiterer Superstar stellt einen offiziellen WM-Song vor: Andrea Bocelli verbindet gemeinsam mit David Guetta, Mega Thee Stallion und EJAE in “DNA” Oper mit Pop. Die ganz spezielle Idee dahinter: Es ist ein Song, der unterschiedliche Musikwelten zusammenbringt - genau wie eine Weltmeisterschaft Menschen aus verschiedensten Ländern vereint. Der Titel “DNA” spielt dabei auf das an, was Fans weltweit verbindet: die Leidenschaft für Fußball (und natürlich auch die Musik). Man mag zwar nicht die gleiche Sprache und nicht die gleiche Herkunft haben, aber zumindest die gleiche Begeisterung …
Für den Italiener Bocelli ist die Fußballbegeisterung nicht nur in die Wiege gelegt worden, auch ist dies wie auch bei Shakria nicht seine erste Begegnung mit einer WM: Immerhin sang er “Nessun dorma” aus “Turandot” von Giacomo Puccini nicht nur zuletzt bei den Olympischen Winterspielen in Mailand, sondern bereits bei der Eröffnungsfeier zur Fußball-Europameisterschaft 2021 in Rom. Auch diese kraftvolle Arie wurde schon zum Symbol für große Momente und steht bis heute für Triumph, Spannung und den Augenblick vor dem großen Ereignis.
Während WM-Songs heute wahre und globale Chart-Hits sind, war das zu den Anfängen der Fußball-Weltmeisterschaft noch ganz anders: Erst mit der zunehmenden Kommerzialisierung in den Neunzigern entwickelte sich ein wahrer Hype um Hymnen, die Fans auch über die Fußball-Bubble hinaus verbinden. Da ist natürlich Anastacias “Boom” von der WM 2002 zu nennen, aber auch Herbert Grönemeyers “Celebrate the Day” aus dem Jahre 2006, das bei der EM 2024 in einer neuen Version gemeinsam mit $OHO Bani ein Revival erlebte. 2006 bekam Grönemeyer aber auch eine kleine Konkurrenz: Mit “54, 74, 90, 2006” legten die Sportfreunde Stiller einen nationalen Beitrag vor, der mittlerweile mühelos zur inoffiziellen Nationalhymne wurde … Und erst vor wenigen Wochen stellte Helene Fischer mit “Heute Nacht” eine Single vor, mit der MagentaTV ihre Berichterstattung begleiten wird!
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