Bild: Leutgeb Entertainment
Vergangenes Jahr haben noch die Backstreet Boys Schladming beim Ski-Opening an gleich drei Tagen in einen Party-Kessel verwandelt. 2026 wird es ihnen die deutsche Schlagerqueen Helene Fischer nachtun.
Mit dem Ski-Opening hat sich Schladming-Dachstein durchgehend seit 2023, erstmals 2007, längst als eine der bedeutendsten Eventdestinationen Österreichs etabliert. Jahr für Jahr locken internationale Künstler*innen abertausende Gäste vor die Skischaukel: Letztes Jahr verwandelten die Backstreet Boys an gleich drei Tagen das malerische Areal in einen Party-Kessel, wie vor ihnen auch etwa Die Toten Hosen, Thirty Seconds To Mars, Kraftklub, Bilderbuch, Christina Stürmer, Robbie Williams, Bryan Adams (im Dezember in Graz), Sting und Simply Red. Natürlich spielte da auch stets die imposante Bergkulisse des Dachsteins mit: Das Auge isst auch bei Konzerten mit – aber für das wahre, einzigartige Spektakel zeichnen letztlich natürlich die Musiker und Musikerinnen verantwortlich.
Ein Fallbeispiel: Unter den 50.000 Besucher*innen bei den Backstreet Boys war natürlich die eingeschworene Fan-Bubble groß vertreten. Und selbstverständlich gibt es weltweit wohl nur wenige Menschen, die von der amerikanischen Boyband noch nie ein Sterbenswörtchen gehört haben. Aber doch traf man da vereinzelt auf einige Besucher*innen, die vor der Show eingestanden, “keinen Song zu kennen”. Und siehe da: Nur wenige Stunden später sangen nicht nur die Fans, sondern auch genau jene Personen lauthals und voller Inbrunst mit, wenn Howie, AJ, Nick, Brian und Kevin etwa ihr “I Want It That Way”, “Quit Playing Games (With My Heart)” oder das große Finale “Everybody (Backstreet’s Back)” anstimmten. Hits, die kennt jede*r – und der euphorisierenden Wirkung von Hits kann sich niemand entziehen. Aber: Wahre Hitmaschinen sind auf dieser Welt dann doch rar gesät.
Eine, die definitiv eine Hitmaschine ist, ist die deutsche Schlagerqueen Helene Fischer – und somit braucht man wohl kaum über eine Glaskugel verfügen, um bereits jetzt schon zu erahnen: Der Klimax des Ski-Openings aus dem vergangenen Jahr wird sich diesen Dezember wohl nicht nur wiederholen – sondern vielleicht sogar potenzieren.
Als Messlatte braucht man dazu nicht in der weiten Vergangenheit fischen (badum-ts!), sondern nur an den heißen Samstagabend Mitte Juli und ins Ernst-Happel-Stadion zurückblicken, als Helene Fische dort bei knapp 60.000 Fans und über zweieinhalb Stunden hinweg mit ihrer bombastischen Show und nach einer längeren Livepause natürlich überbordenden Spielfreude für “Atemlosigkeit” und baffes Staunen im Oval sorgte. Bevor jetzt böse Zungen vorurteilsbehaftet ätzen, “mittelalte, rurale Schlagerfans seien ohnehin leicht zu saturieren”, irrt an dieser Stelle meilenweit: Helene Fischer erreicht mit ihren Liedern, mit ihrer Show mehr als nur ein „Kernzielpublikum“, wie es im Fachjargon heißt. Helene Fischer spricht vielmehr “der ganzen Familie” aus der Seele, aus dem Herzen: Alt und jung, natürlich Schlagerfans, aber auch jene, die sonst gern einmal auch zu AC/DC oder Seiler & Speer pilgern, ging da das Herz auf – und nicht selten stand da auch einmal ein Tränchen im Augenwinkel.
Insbesondere für ihre Hardcore-Fans war dies, ihre 360°-Jubiläumsshow, ein ganz besonderes Happening: Drei lange Jahre mussten sie warten, um ihre Heldin nach der letzten Showserie in der Wiener Stadthalle wieder live zu erleben. Aber dafür hatte sie sich auch einiges ausgedacht – und vor allem eine Bühne der Superlative bauen lassen, die es in der Form so noch nie gegeben hat: Knapp 25 Meter hoch, 288 Tonnen schwer und mit 200 Kilogramm Konfetti ausgestattet, die von 20 verschiedenen Blastern in die Menge gepulvert werden. 840 LED-Paneele sorgen auf 780 Quadratmeter Gesamtfläche für die bestmögliche Projektion der vier gigantischen Videowalls, die durch den ausufernden Bühnenwürfel in jede Richtung des Stadions erstrahlten. Beim Ski-Opening in Schladming wird es aufgrund der örtlichen Gegebenheiten natürlich etwas gewohnter ausfallen: eine Rundbühne ist dort nicht umsetzbar. Aber Veranstalter Klaus Leutgeb verspricht nicht nur eine vergleichsweise “intime” und persönliche Show, die naturgemäß eine einzigartige Verbindung zum Publikum auslöst – sondern auch, dass man die möglichen Show-Effekte ausreizen wird.
On Helene also, wie im Stadion, über das Publikum segeln wird, um auch in Schladming mit “Jetz oder nie” den zweistündigen Abend einzuläuten, ist fraglich: Aber auch ohne Akrobatik unter freiem Himmel bürgen sowohl der Name “Helene Fischer” als auch “Klaus Leutgeb” für eine Happening, das über ein reines Konzert hinausgeht – und definitiv keine Wünsche offenlässt. “Genau dieses Gefühl” heißt nämlich nicht nur eines ihrer Lieder, sondern ist programmatisch für die Stimmung bei ihren Konzerten, die naturgemäß im Verlauf des Abends immer näher an den Siedepunkt steigt.
Im Happel gab es eine musikalische Zeitreise zum 20-jährigen Karrierejubiläum, und gerade mit Songs wie “Regenbogenfarben” hat sich Helene Fischer über die Jahre hinweg auch zu einer Künstlerin entwickelt, die sich klar für Offenheit und Toleranz positioniert – entsprechend war natürlich auch die LGBTQ-Bubble im Publikum stark vertreten. Fischer ist, im Gegensatz zu einigen ihrer vermeintlichen (dabei aber zuvörderst männlichen) Kollegen definitiv eine, die auch ein Publikum anzieht, das sich gegen engstirniges Denken nicht nur stellt, sondern geradezu stemmt.
Musikalisch ist sie ohnehin ein vielfältiges Potpourri, das mit klassischem Schlager wenig zu tun hat: Das reicht bei “Herzbeben” sogar bis in den Techno hinein, den nicht einmal Scooter knackiger zaubern könnten. Aber zwischen Schlager und Techno ist bei Helene Fischer viel Platz, ihre zuvor beschriebene, allumfassende Breitentauglichkeit liegt darin begründet, dass sie in wahrlich jedem massentauglichen Genre nicht nur präsent ist, sondern überall mehr als authentisch wirkt. Und dazu natürlich: Diese Stimme! So viel Gefühl ist wahrlich ein Unikum.
Bereits im Happel gab sie nicht nur ihre Klassiker ("Atemlos durch die Nacht"), sondern auch schon Hörproben des neuen, kommenden Albums ("Warum", “Heute Nacht”) zum Besten: Selbiges soll noch dieses Jahr erscheinen und wird dementsprechend wohl beim Ski-Opening in Schladming ordentlich abgefeiert werden, bevor uns für kommendes Jahr eine DVD-Aufnahme ihrer Happel-Show versprochen wurde.
Aber erstmal gilt es diesen Winter beim Ski-Opening in Schladming, in die ganz spezielle, ganz fantastische, ganz bunte Welt von Helene Fischer hautnah, direkt und persönlich einzutauchen, ihr zuzuschauen und gemeinsam zu staunen, gemeinsam zu leben.
Nach dem erfolgreichen Debüt vom Summer-Opening dieses Jahr mit Scooter, Sarah Connor, Roland Kaiser, Rainhard Fendrich und Plácido Domingo ist auch geplant, kommenden Sommer erneut in Schladming eine große Party zu veranstalten. Über den Ticketalarm von oeticket werdet ihr informiert, sobald dazu erste Informationen bekanntwerden.