Erst kürzlich ist mit "So ist das mit dem Glück" das neue Album des Pop-Rappers Montez erschienen - 2027 folgt dann die Arena-Tour: So sorgt wohl tatsächlich für Glücksgefühle.
In der Bubble zwischen NESS und Lea, zwischen Ivo Martin und Nico Santos ist er mittlerweile einer der Größten - und Großartigsten: Montez. Vor 16 Jahren veröffentlichte er mit “Punchlines eines Melancholikers” sein erstes Mixtape - das sogar bei Sido, K.I.Z und Kool Savas großen Anklang fand. Kool Savas nahm ich daraufhin auch unter seine Fittiche und stellte ihn vor Kendrick Lamar beim Splash auf die Hauptbühne. Der Anfang einer steilen Karriere: Einstweilen schrieb er nicht nur eigene Lieder, sondern sogar für die Kolleginnen Katja Krasavice und badmómzjay, aber auch für Wincent Weiss und sogar Helene Fischer (!).
Spätestens seit seiner Kollabo mit Elif - “Immer wenn ich gehen will” - und der Folgesingle “Auf & ab” ist es aber Montez selbst, der im Fokus steht - und sein neues (und viertes) Album “So ist das mit dem Glück”, das erst diesen August erschienen ist, festigt seinen Status als einer der besten und prägendsten und einzigartigsten Pop-Künstlern Deutschland wohl nochmals.
Wieder drehen sich seine fünfzehn neuen Schmeicheleinheiten weitestgehend um Herzangelegenheiten, die vertonten Emotionen durch das Auf und Ab der Zweisamkeit sind allerorts unglaublich intense vertreten. Ob sich dabei “Niemand Ist Wie Du” hereinschleicht, um das großen Gefühlskino auszurollen, oder der “Herzensmensch” aus dem tiefsten Inneren der Seele erzählt - Montez erzählt auf der autobiografisch angelegten Platte authentisch über die Suche nach dem festen Boden im Strudel des (auch zwischenmenschlichen) Lebens und Erlebens.
Dabei werden natürlich beide Seiten der Gefühls-Medaille betrachtet: “Panzer” oder “Wenn Du Mich Fragst” sind für die stillen Momente allein oder auch zu zweit, während hymnische Nummern wie “Egal Was Passiert” wie geschaffen sind für das gemeinschaftliche Handytaschenlampenflimmern beim Konzert. Breit aufgestellt ist Montez auch bei den diesmaligen Kollabos: Sido, der Grandseigneur des deutschen Sprechgesangs, liefert für “Glück” ein paar Lines, Chapo102 sorgt auf “Die Falschen Geküsst” für Esprit und mit benno! heißt es “Glaubst Du Nicht Auch”.
Aber nicht nur mit dem Zwischenmenschlichen, sondern insbesondere mit Glücksgefühlen im ganz Allgemeinen sollte sich Montez wahrlich auskennen: Seine beiden letzten Touren waren restlos ausverkauft, bei seiner Jubiläumstour im 15. Karrierejahr wollten ihn gar 130.000 Menschen live erleben; Bei der Strahlkraft, die Montez ausstrahlt, aber irgendwie auch kein Wunder.
Aber nun folgt mit “So ist das mit dem Glück” im Rückenwind der nächste Meilenstein, immerhin heißt es nicht zurück, sondern in die Zukunft zu schauen: Zwar müssen wir uns noch ein Jahr gedulden, bis Montez sein Album auch hierzulande live präsentiert, aber dafür verspricht er nicht nur seine größte, sondern auch emotionalste Produktion mit im Gepäck zu haben. Und wenn abertausend Stimmen - in die Stadthalle passen immerhin 16.000 Köpfe - mitsingen, kann das nur zu einem besonderen Moment gereichen, der weit über ein “normales” Konzert hinausgeht.