Teisenhoferhof / Foto © Sascha Osaka
Wenn sich der Sommer über die Wachau legt, verwandelt sich der historische Teisenhoferhof in Weißenkirchen in eine stimmungsvolle Freiluftbühne. Die Wachaufestspiele zählen seit Jahren mit einer tollen Intendanz und dem einzigartigen Ambiente des UNESCO-Weltkulturerbes zum kulturellen Höhepunkten der Region. Der Renaissancehof aus dem 16. Jahrhundert schafft mit seinen historischen Mauern eine besondere Atmosphäre, in der Komödien, Klassiker und Musikproduktionen gleichermaßen zur Geltung kommen. Unter der Intendanz von Marcus Strahl genießt das Publikum auch in dieser Saison ein abwechslungsreiches Programm, das humorvolle Unterhaltung ebenso bietet wie traditionsreiche Stoffe.
Mit “Carmen darf nicht platzen” steht seit der Premiere am 21. Juli eine rasante Verwechslungskomödie von Erfolgsautor Ken Ludwig auf dem Spielplan. Die Handlung führt ins Cleveland der 1950er-Jahre, wo sich die Oper auf den Auftritt der gefeierten Sopranistin Elena Firenzi vorbereitet. Doch als der Star plötzlich ausfällt, droht die ausverkaufte Vorstellung zu scheitern. Kurzerhand muss ihre schüchterne Assistentin Jo in die Rolle der Operndiva schlüpfen – der Beginn eines turbulenten Abends voller Missverständnisse, überraschender Wendungen und temporeichem Slapstick. Die Produktion verspricht beste Unterhaltung für Opernliebhaber:innen und Komödienfans.
Das Stück ist noch bis 9. August im Teisenhoferhof zu sehen, ehe es dann Mitte August vom “Wachauer Jedermann” (21. - 30.08.) abgelöst wird. Den Saisonabschluss machen die international gefeierten Opernsänger-Brüder, Peter und Paul Edelmann, mit einem Wienerliedabend am 5. September.
Aufgrund des großen Publikumserfolgs feiert der “Wachauer Jedermann” diesen Sommer seine Rückkehr nach Weißenkirchen. Die bekannte Geschichte vom reichen Mann und seiner Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Tod wurde eigens in die Wachau verlegt und in regionaler Mundart neu interpretiert. Statt auf dem Salzburger Domplatz spielt die Handlung auf einem Wachauer Winzerhof und verbindet Hugo von Hofmannsthals Klassiker mit regionalem Charme und bodenständigem Humor.
Marcus Strahl übernimmt erneut die Titelrolle und wird von einem Ensemble aus professionellen Schauspieler:innen sowie Laiendarsteller:innen aus der Region begleitet. So entsteht eine Inszenierung, die Tradition und Heimatverbundenheit auf besondere Weise miteinander verknüpft.