Marder 4000
Der Name entstand als wir versuchten eine Email-Adresse zu erstellen, für unseren eigentlichen gewünschten Namen, „Marder“. Da dieser aber vergeben war, haben wir uns kurzerhand auf Marder 4000 geeinigt.
Marder 4000 ist ein in Feldkirch entstandenes Musikprojekt, dessen Mitglieder in Vorarlberg sowie auch im Ausland, wie beispielsweise Rotterdam oder Berlin, mit ihrer musikalischen Weiterbildung und Karriere beschäftigt sind. So ergibt sich eine potente Mischung aus verschiedenen Szenen und Einflüssen die sich vermehrt in den Heimaturlauben dann musikalisch neu manifesiert. Die meisten Mitglieder kannten sich bereits aus dem Landeskonservatorium Feldkirch bzw. dem Musikgymnasium, während andere erst später über Freundschaftskreise dazustießen.
Die Konstellation dieser Formation ist so recht einzigartig. Da sich unser Repertoire oft auf das elektronische Klangdesign von Drum-Machines und Synthesizern beruft haben sich in die heutige Instrumentation beispielsweise ein zweiter E-Bass, zahlreiche Effektpedale und ein Reisekoffer als fixer Bestandteil des Drumsets etabliert. Man darf sich also auf ein modernes und eher ungewöhnliches Klangbild einstellen.
Da die Band nur in sehr konzentrierten Zeiträumen zu einander findet ist unsere Musik auch stetig im Wandel. Wir sind alle in mehreren musikalischen Projekten tätig, in der improvisierten Musik, als auch in der Klassik und tragen somit immer Inspirationen von außerhalb mit zu den Bandproben. Dabei finden sich allerdings einige Konstanten, die sich aber eher auf ein gemeinsames Klangbild beziehen. Man tüftelt und experimentiert wie man als Kollektiv besser klingt und zusammenarbeiten kann um damit die Musik in den Vordergrund zu stellen.
Größen der elektronischen Musik wie beispielsweise Juan Atkins, Moodymann oder Moritz von Oswald sind für unsere Musik bestimmt genauso wichtig wie die Helden unseres eigenen Instruments. Ein fester Bestandteil unserer Musik ist auch die Improvisation, die bei manchen Kompositionen im Vordergrund steht, aber bei Bedarf in den Hintergrund rücken darf um einer minimalistischeren Klangentfaltung Platz zu schaffen.
Um die Essenz von „Humanizing the live performance of electronic music“ zu verstehen, muss man in Betracht ziehen dass sich in den letzten 40 Jahren Musik zunehmend von der Bühne entfernt hat und sich dadurch neue Möglichkeiten der Klanggestaltung und auch der Musikproduktion ergeben haben. Durch diesen technologischen Trend hat sich auch die Live-Musik zunehmend an der Esthetik von Musikaufnahmen orientiert und versucht diese bestmöglich zu imitieren. Dabei gehen unserer Meinung nach aber wichtige Aspekte in der Musik, wie zum Beispiel Spontanität, Reaktivität oder Dynamik verloren. Wir versuchen diese Elemente, inspiriert durch elektronische Musik, menschlich zu gestalten und Raum für Kreativität und Improvisation zu lassen.
Man darf sich auf dynamische, morderne Musik freuen die von Improvisation und einem ungewöhnlichem Klangspektrum lebt.