Mit ihrer Debüt-Single "This Is The Life" landet die damals gerade 20-jährige Amy Macdonald im Jahr 2007 einen europaweiten Chart-Erfolg. Eingängiger Pop-Rock gepaart mit folkloristischen Elementen ist auch in den Folgejahren das Geheimrezept, das der dunkelhaarigen Schottin diverse Nummer-1-Alben beschert.
Eine Name wie aus einer Hochland-Saga: Tatsächlich stammt Amy Macdonald allerdings aus der schottischen Metropole Glasgow. Am 25. August 1987 im Vorort Bishopbriggs geboren, entdeckt sie ihre Liebe zur Musik schon früh. Inspiriert von den Landsmännern der Indie-Band Travis erlernt Amy in Eigenregie die Gitarre zu spielen. Auch Pete Doherty, Frontmann der Babyshambles und der Libertines, ist ein wichtiger musikalischer Einfluss für die Künstlerin. Von Anfang an schreibt sie eigene Songs und präsentiert diese bei zahlreichen Gigs in ihrer Heimatstadt.
Der Weg auf die große Bühne
Wie so oft, wenn man Pläne macht, geht das Leben andere Wege. Eigentlich hat Amy nach ihrer Schulzeit nur eines im Sinn: Sie will sich an der Universität für Sozialwissenschaften einschreiben. Doch dann kommt alles anders: Kein Geringerer als Paul Weller – ehemals Sänger und Gitarrist der britischen Band The Jam und auch als "Godfather of Britpop" bekannt – engagiert Amy Macdonald als Support für seine Deutschland-Tour. Ihr Debütalbum "This Is The Life" (2007) klettert auf Platz 1 der UK-Charts – in Deutschland reicht es für die Top 3. Die gleichnamige Singleauskopplung wird zu einem europaweiten Hit.
Auch auf ihrem weiteren Karriereweg unterstützt Paul Weller die Singer-Songwriterin. So nimmt sie ihr zweites Album "A Curious Thing" (2010), das in Deutschland mit Platin ausgezeichnet wird, in seinem Black Barn Studio auf. Spitzenpositionen in den deutschen, österreichischen, schweizerischen und UK-Albumcharts erreicht auch das dritte Album "Life In A Beautiful Light" (2012). Die Single-Auskopplungen "Slow It Down" und "4th Of July" dürfen fortan bei keiner Tour von Amy Macdonald mehr fehlen.
Tickets für ihre Shows verkauft Amy Macdonald zu Tausenden und ist ständig in Europa unterwegs. Doch das hat seinen Preis: Nach einem Zusammenbruch im Dezember 2012 beschließt die Künstlerin, erstmal ein Jahr Pause einzulegen. Auch privat stehen die Weichen auf Neuanfang: Amy trennt sich von ihrem langjährigen Partner und Verlobten, dem Fußball-Profi Steve Lovell.
Vom Zauber des Neubeginns
Kurz darauf meldet sie sich in alter Bestform zurück. Mit ihrem Auftritt bei den FIFA Awards 2012 stellt Amy ihre Liebe zum Fußball ebenso unter Beweis wie durch ihre Performance der inoffiziellen Hymne "The Flower Of Scotland" vor den Länderspielen der schottischen Elf. Ihre selbst komponierten Songs "Pride" und "The Green And The Blue" handeln ebenfalls von Amys Fanliebe für die Glasgow Rangers. Im Mai 2018 gibt sie dem Kicker Richard Foster das Ja-Wort.
Geadelt mit zahlreichen Auszeichnungen wie dem Echo Pop 2012 als beste internationale Künstlerin und dem Swiss Music Award in verschiedenen Kategorien, ist Amy Macdonald bereits im europäischen Pop-Olymp angekommen. Als kreatives Mastermind mit viel Herz erweist sie sich zudem, als sie beschließt, einen Teil des Erlöses ihrer im Dezember 2017 veröffentlichten Weihnachtssingle "This Christmas Day" an die britische Alzheimer-Forschung zu spenden.
Die pandemiebedingte Pause nutzt Amy Macdonald, um neue Songs aufzunehmen und veröffentlicht im Oktober 2020 das fünfte Album "The Human Demands". Mit inzwischen Anfang 30 thematisiert die Songwriterin darauf das Älterwerden und damit verbundene Hoffnungen und Ängste. Musikalisch besinnt sie sich in vielen Songs auf ihre Anfänge zurück. Neben Folk-Pop-Hymnen finden aber auch Balladen und an die 1990er-Jahre-Rockband The Cranberries erinnernde Songs ihren Weg auf die Platte – perfekte Ergänzungen für die Setlists stimmungsvoller Live-Konzerte von Amy Macdonald.