Bekannt als der rätselhafte Geist der African Soul ist der südafrikanische Künstler Bongeziwe Mabandla ein mehrfach preisgekrönter Musiker, der vier gefeierte Alben aufgenommen, auf zahlreichen nationalen und internationalen Bühnen performt, sich als gefragter kreativer Kollaborateur etabliert und sein künstlerisches Schaffen auf Film und visuelle Kunst ausgeweitet hat.
Als Teil des Black Alternative Sounds, der sich als eine der eigenständigsten und fesselndsten Musikformen der Gegenwart positioniert, machte Mabandla erstmals 2012 mit seinem Debüt "Umlilo" auf sich aufmerksam. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten, Instrumentalisten und Produzenten Tiago Correia-Paulo veröffentlichte er anschließend drei weitere Alben: "Mangaliso" (2017), "iimini" (2020) und zuletzt "amaXesha" (2023).
Mit "Umlilo" wurde Mabandla von Radio France Internationale (RFI) als ein "modernes Wunder" bezeichnet. "Seine eindringliche, ätherische Stimme trägt Botschaften von Herzschmerz und Heilung aus dem Eastern Cape und fängt zugleich die zeitgenössische urbane afrikanische Landschaft ein", schrieb RFI mit Bezug auf seine Kindheit in der ländlichen Stadt Tsolo, wo der Sänger, Songwriter und Musiker in Kirche, Schule und Zuhause sang, bevor er nach Johannesburg zog, um an der AFDA Schauspiel zu studieren.
2018 gewann er seinen ersten Preis, als "Mangaliso" bei den South African Music Awards (SAMA) als Bestes Alternative-Musik-Album ausgezeichnet wurde; "iimini" erhielt dieselbe Auszeichnung bei den SAMAs 2021. Weitere Ehrungen umfassen den Preis für das Beste Musikvideo bei den Capital City Black Film Awards 2018 sowie beim Jozi Film Fest für "Bawo Wam", eine Kollaboration mit Spoek Mathambo. Sowohl "Mangaliso" als auch "iimini" erweiterten Mabandlas globale Hörerschaft und seinen Sound deutlich, wobei insbesondere "iimini" ihn in einen experimentellen Raum führte, der zugleich tief in seinen Folk-Instinkten verwurzelt ist und von weiter Electronica getragen wird.
"iimini", veröffentlicht zu Beginn der Pandemie, schaffte es 2020 in die Top Albums of the Year von American Songwriter. Das Magazin schrieb: "Mit jedem Song als Kapitel ihrer gemeinsamen Geschichte brachte Bongeziwe all die Leidenschaft und den Schmerz zum Ausdruck, die entstehen, wenn man sein Herz einem anderen öffnet. Seine Stimme ist ein Balsam, der selbst die traurigsten Herzen beruhigt - gerade in einer Zeit der Quarantäne, in der sie keinen anderen Zufluchtsort hatten."
Im selben Jahr war Mabandla Teil von Billboards Live-At-Home-Performances. Das Magazin schrieb: "Zuschauer können ihn ansehen - selbst wenn sie Xhosa nicht verstehen - und seine Verzweiflung und Sehnsucht nach jemandem direkt durch den Bildschirm spüren, der sie über Tausende Kilometer hinweg verbindet." NPRs All Songs Considered stellte den Song "masiziyekelele" aus "iimini" in der Sendung Heat Check vor und beschrieb ihn als "eine wunderschöne rettende Gnade in schwierigen Zeiten". Mabandla war außerdem Teil der HOME/BRED-Reihe von ColorsxStudios während des globalen Lockdowns - eine Performance, die später in der Best-of-Edition der Plattform erschien.
"iimini" chartete sowohl bei iTunes als auch bei Spotify und inspirierte zahlreiche Remixe, darunter "Ndanele (Dwson Dub Remix)" (nominiert für einen SAMA 2021 als Remix des Jahres), Muzis Version von "Mini Esadibana Ngayo", DJ Lags Remix von "ndiyakuthanda (12.4.19)" sowie ein Remix von "zange" durch den guatemaltekischen Künstler Mose.
Mit seinem vierten Album hebt Mabandla sein Profil weiter an: The Guardian kürte "amaXesha" in der Ausgabe vom 28. April zum Global Album of the Month und schrieb: "Nicht länger nur eine Interpretation von Xhosa-Folkmusik platziert ‚amaXesha‘ Mabandlas Musik klar in einer eigenen Spur, die die Schattierungen der Tradition in etwas völlig Neues verwandeln kann."
Mabandla ist zudem für seine gefeierten Live-Auftritte bekannt: In Südafrika verkauft er regelmäßig Tourneen aus, wobei seine November-Tour 2021 zu den am schnellsten ausverkauften eines zeitgenössischen lokalen Solo-Künstlers zählte. Trotz der pandemiebedingten Einschränkungen 2020 und 2021 baute er seine nationale und internationale Live-Karriere weiter aus, mit ausverkauften Shows in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz in den Jahren 2021 und 2022. Kürzlich spielte er seine ersten Konzerte in Mexiko und trat im Juni 2023 an zwei ausverkauften Abenden im Londoner 100 Club auf. Zudem war Mabandla auf Festivals weltweit zu sehen, darunter das Reeperbahn Festival (Deutschland), Lake of Stars (Malawi), das Afrovibes Festival (Niederlande), Womex (Finnland), das Oslo World Festival (Norwegen) sowie bei den letzten sechs Sakifo Music Festivals auf Réunion.
Als kreativer Entdecker höchster Ordnung - 2022 gab er sein Filmdebüt im Ensemble von BALOJIs "Augure" - bewegt sich Mabandlas Sound um 2023 mühelos in einem reichen, fesselnden Terrain, in dem Synthesizer und Drumloops ebenso essenziell sind wie akustische Gitarre und die warmen, einnehmenden Melodien seiner frühen Werke. "Alles, was ich tue, messe ich daran, wie künstlerisch und interessant es ist - für mich und für mein Publikum", sagt Mabandla, und jeder sorgfältig gesetzte Schritt seiner Reise zeigt, wie ernst er diesen Anspruch nimmt.