Franz Welser-Möst zählt zu den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit. Er ist seit 2002 Musikdirektor des Cleveland Orchestra und wird dieses mindestens bis in das Jahr 2022 leiten.
Dem Cleveland Orchestra, das 2018 sein 100-jähriges Bestehen feiern wird, wurde von der New York Times attestiert, es verdiene die Bezeichnung „bestes amerikanisches Orchester“; außergewöhnliche Programmgestaltungen, zahlreiche Uraufführungen und Opernproduktionen, die in der szenischen Umsetzung neue, innovative Wege einschlagen – in der kommenden Spielzeit ist Pelléas et Mélisande geplant - zeichnen das künstlerische Profil der langjährigen Zusammenarbeit aus.
Neben regelmäßigen Orchesterresidenzen in den USA und Europa gastierte Franz Welser-Möst mit dem Orchester in den letzten Jahren u.a. in der Carnegie Hall, in der Suntory Hall in Tokio, bei den Salzburger Festspielen und beim Lucerne Festival. Die Europatournee 2016 mit einem vorwiegend Thomas Adès und Richard Strauss gewidmetem Programm führt ihn zum Lucerne Festival, zu den Salzburger Festspielen und nach Grafenegg.
Durch erfolgreiche Projekte mit Schülern und Kooperationen mit Universitäten gewinnt das Cleveland Orchestra kontinuierlich ein neues und vor allem junges Publikum.
Von 2010 bis 2014 war Franz Welser-Möst Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, wo er sich neben der Pflege des gesamten Repertoires insbesondere mit Opern des 20. Jahrhunderts auseinandersetzte, darunter Janáčeks Káťa Kabanová, Aus einem Totenhaus und Das schlaue Füchslein sowie Hindemiths Cardillac. Sowohl in Wien als auch in Cleveland hat er sich intensiv dem Schaffen von Richard Strauss gewidmet: mit Aufführungen von Salome, Die Frau ohne Schatten, Der Rosenkavalier, Ariadne auf Naxos und Arabella.
Franz Welser-Möst ist regelmäßig bei den Salzburger Festspielen zu Gast und feierte hier zuletzt u.a. mit Rusalka, Der Rosenkavalier und Fidelio triumphale Erfolge. 2017 dirigiert er erneut bei den Osterfestspielen Salzburg, nach den Berliner Philharmonikern 2009 nun die Staatskapelle Dresden.
Als Gastdirigent hat Welser-Möst eine besonders enge und produktive Beziehung zu den Wiener Philharmonikern entwickelt. Er stand zweimal am Pult des Neujahrskonzerts und dirigiert das Orchester regelmäßig in Abonnementkonzerten im Wiener Musikverein, beim Lucerne Festival, bei den BBC Proms sowie auf Tourneen in Japan, Skandinavien und den USA, wo er das Orchester im Februar 2017 in Schubert/Strauss/Bartók-Programmen leiten wird. Diese besondere Beziehung wurde im Frühjahr 2014 mit der Überreichung des Ehrenrings der Wiener Philharmoniker gewürdigt.
Welser-Möst ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und hat CD- und DVD-Aufnahmen vorgelegt, die mehrfach internationale Preise erhielten.