Wenn Gery Seidl mit seiner Tochter für die Schule lernen würde, wären zwei Dinge ziemlich schnell geklärt:
Erstens, das Schuljahr wird spannend.
Und zweitens, das Schulsystem hat seit seiner eigenen Schulzeit offenbar keinen Grund gesehen, etwas dazuzulernen.
Beruhigend eigentlich. Eine Konstante. Während sich sonst alles verändert. Die Technik. Die Gesellschaft. Die Preise. Die Speisekarten. Die Geschlechter. Der Körper. Und darum machen wir CrossFit, um unser Spiegelbild am Weg zur Terrasse mit Heizschwammerl nicht zu enttäuschen. Daneben liegt der Hund. Schaut dich verliebt an und will einfach nur Hund sein. Ein Vorbild.
Früher war alles besser. Aber wann genau war dieses Früher? Gestern? Oder war es einfach immer nur früher, sobald heute mühsam wird? Auf jeden Fall war immer etwas los. Aber das ist es ja. Muss wirklich immer etwas los sein? Muss das Leben ständig etwas liefern? Offensichtlich, denn „Nix ist Nie”!
Begleiten Sie Gery Seidl oder besser sein Bühnen-Ich auf einen Spaziergang durch seinen Kopf. Dorthin, wo aus scheinbar banalen Beobachtungen große Fragen werden und wo sich Alltag und Wahnsinn die Hand geben. Wo Witz und Wort miteinander streitbar in Liebe wohnen.