Mit SÉANCE veröffentlicht Konstantin Gropper aka. GET WELL SOON bereits sein zweites Album in diesem Jahr – nur wenige Monate nach Minus The Magic und passend zum 20-jährigen Bandjubiläum.
Der Ausgangspunkt: ein Experiment, KI in den kreativen Prozess zu integrieren. Das Ergebnis: ein gescheitertes Experiment und ein Album über KI statt mit KI. „SÉANCE ist mein Gothic-Album", sagt Gropper – und zieht darin ungewöhnliche Parallelen zwischen Künstlicher Intelligenz und Spiritismus, Geisterbeschwörung und der Kommunikation mit den Toten.
„KI ist im wörtlichen Sinne eine übernatürliche Kraft", erklärt Gropper. „Sie ist niemals im wörtlichen Sinne kreativ. Sie ist ein Monster, zusammengeflickt aus Leichenteilen."
Nachdenklicher, dunkler und atmosphärischer als sein Vorgänger, bewahrt SÉANCE dennoch Groppers typische opulente Dramatik. Neben Konstantin sind nur drei weitere Musiker*innen zu hören: seine Schwester Verena Gropper und Alex Mayr am Gesang sowie Schlagzeuger Paul Kenny.
Die Songs erzählen von Deadbots, KI-Avataren vor Gericht, einer Liebesbeziehung zu einem KI-Chatbot mit tragischem Ausgang, von Houdini und Arthur Conan Doyle – und immer wieder von der Frage, was uns eigentlich menschlich macht.
Zwanzig Jahre nach Bandgründung ist Konstantin Gropper so scharfsinnig und erfinderisch wie eh und je. Und im Gegensatz zur KI: „the real deal".