In Austria geboren, in Australia aufgeblüht: Im Schüleraustausch auf dem fünften Kontinent wurde Julian le Plays Liebe zur Musik zum Ding fürs Leben. Der damals 16-Jährige landete in der Schulband und schrieb seine ersten Songs – inspiriert von Down Under und dem Indie-Fieber seiner Teenagerjahre. Zurück in Wien gründet Julian seine erste Band und spielt in einer australischen Bar jeden Sonntag live: zunächst hauptsächlich Coverversionen, dann auch immer mehr eigene Songs.
Nach der Schule verschreibt sich Julian ganz der Musik. Mit 19 belegt er in der Talentshow »Helden von morgen« im ORF mit selbstgeschriebenen Stücken den 7. Platz.
Dort trifft er auch auf seine späteren Producer und die Menschen, die er heute zu seinem engen Team zählt. Es entsteht das Debütalbum »Soweit Sonar«, mit dem Julian zu deutschsprachigen Texten wechselt und den 5. Platz der österreichischen Albumcharts erklimmt. Übertroffen wird es von den Nachfolgern, »Melodrom« (2014) und »Zugvögel« (2016) (jeweils Platz 3).
Es sind Platten im klassischen Singer-Songwriter-Stil: nachdenklich, reduziert und lagerfeuertauglich. Die Inspirationsquellen: Musiker wie John Mayer und Jamie Cullum oder Bands wie Radiohead, Empire Of The Sun und Coldplay – und die Orte, an die Julian reiste. »Melodrom« etwa reifte größtenteils im kroatischen Rovinj heran; für »Zugvögel« tingelte der Musiker mit Laptop und Keyboard im Gepäck 9 Monate durch Europa. Beim Nachfolger, »Tandem« (2020), sucht Julian den Austausch, verbringt mit wechselnden anderen Musiker:innen Wochen des kreativen Retreats auf einer Berghütte. Dort entsteht Musik, die tanzbarer, positiver und teamorientierter ausfällt – und die »Tandem« zu Julian le Plays erstem Nummer-eins-Album macht.
2019 erfüllt sich Julian den Traum vom festen musikalischen Zuhause: Er bezieht die Villa Lala, eine ehemalige Botschaftsvilla in Wien-Hietzing. Dort finden sich seitdem regelmäßig Musiker:innen aus aller Welt zusammen, um gemeinsam zu schreiben, zu produzieren und sich künstlerisch auszutauschen. Auch Julian le Plays fünftes Album entsteht dort gerade – eine Platte so intuitiv und organisch wie keine zuvor. Auf die exzessiv durchtüftelten Corona-Jahre folgt ein neues, progressives Kapitel, in dem die Gitarren erstmals in der le-Play-Historie die Synthies übertönen. Nächtelang stürzt sich Julian jetzt in das, was er All-in-Producing nennt – und hat sicher bald die erste Kostprobe seines neuen musikalischen Lebensgefühls für uns parat.